„Bin sehr traurig“Event in Lanxess-Arena: Rote Funken müssen harte Entscheidung treffen

Proklamation des Kölner Dreigestirns 2023 mit Prinz Boris I. (Boris Müller), Bauer Marco (Marco Schneefeld) und Jungfrau Agrippina (André Fahnenbruck) im Gürzenich in Köln.

Die Roten Funken, hier bei der Proklamation des Kölner Dreigestirns am 6. Januar 2023, feiern ihr 200-jähriges Bestehen.

Die Roten Funken wollten im September ihren 200. Geburtstag mit einer großen Show in der Kölner Lanxess-Arena feiern. Doch der Kartenvorverkauf wurde nun gestoppt, das Event fällt aus.

von Marcel Schwamborn (msw)

Die „Kölsche Funke rut-wieß vun 1823“ blicken auf eine aufregende Session zurück. Zahlreiche großartige Veranstaltungen krönten das Jubiläumsjahr, zudem stellten die Funken das Dreigestirn. Zur Krönung der 200-Jahr-Feierlichkeiten war eigentlich noch eine weitere große Sause geplant.

Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs sollte am 29. September 2023 in der Lanxess-Arena eine „XXL Rote Funken Show“ steigen. Das Programm versprach erstklassige Unterhaltung: Kasalla, Höhner, Klüngelköpp, Herrengedeck, Guido Cantz, Bernd Stelter, Marc Metzger und viele weitere jecke Größen waren gebucht.

Rote Funken hatten Mega-Show in der Lanxess-Arena geplant

Doch nun mussten die Funken die Reißleine ziehen. Das Event ist abgesagt. Ticketkäufer, die bereits eine Karte erworben haben, erhalten das Geld natürlich zurück. Sie sollten sich an die jeweilige Vorverkaufsstelle, wo das Ticket erworben wurde, wenden.

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„Alle wären gerne dabei gewesen. Das wäre eine tolle Veranstaltung zur Krönung unserer Session geworden. Ich bin auch sehr traurig, aber am Ende war es eine Vernunftentscheidung“, sagt Präsident Heinz-Günther Hunold (64) zu EXPRESS.de.

Dass eine einzige Karnevalsgesellschaft das große Henkelmännchen für einen jecken Abend bucht, war ein Novum und auch ein Wagnis. „Wir hätten die 200 Jahre gerne damit abgerundet, aber wir hätten uns überfordert. Und halbe Sachen möchte ich nicht machen“, sagt Hunold.

Zum einen war der Vorverkauf äußerst schleppend angelaufen. 12.000 Jecke hätten schon dabei sein müssen, damit sich das Konzept getragen hätte. Aber die Resonanz war nach einer intensiven Session bei einem September-Termin – drei Wochen nach „Jeck im Sunnesching“ – mäßig. „Auch wenn ich glaube, dass der Appetit auf den Abend noch gekommen wäre, musste am Ende die Vernunft regieren“, sagt der Funken-Präsident.

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Denn noch etwas erschwerte die Planungen. Mehrere Funken, die mit der Vorbereitung des XXL-Events beauftragt waren, fielen aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen aus. „Wir wären an unsere persönlichen Grenzen geraten. Ab April hätten wir Vollgas geben müssen. Die Mannschaft stand aber einfach nicht, um so etwas zu realisieren. Dann muss man es lieber kippen“.

Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher (51) zeigte volles Verständnis für die Entscheidung. „Das Risiko, die Kosten zu decken, war einfach zu groß. Es muss sich aber keiner verstecken oder ärgern. Die Funken haben eine Mega-Session gefeiert. Dieses neue Produkt war jetzt schwierig zu vermitteln. Aber es werden auch wieder neue Events kommen“, sagte er zu EXPRESS.de.