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Corona-Karneval Anzeigen gegen Musikkorps gestellt: Kölner Kapellen in der Falle

Der Regimentsspielmannszug der Blauen Funken

Dieses Symbolfoto wurde 2014 im Gürzenich aufgenommen und steht nicht im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen.

Corona, Verkehrssicherung und Brauchtumszone machen es den Kölner Spielmannszügen schwer, überhaupt irgendwo im Veedel aufzutreten.

„Sing, kölsche Jung, sing“, sangen einst die Räuber. Aber was? Und wo? Aktuell stecken insbesondere Spielmannszüge in einer echten Klemme aufgrund von Corona, in Köln setzte es sogar Anzeigen wegen unerlaubtem Spiel. EXPRESS.de erklärt die Hintergründe.

Nein, so einfach ist das nicht: Ein Musikkorps entsteigt dem Bus, ran an die Instrumente und schon sorgen die Musikerinnen und Musiker für schöne Tön im Veedel. Denn auch Corona macht es gerade den Musikzügen extrem schwer, in Aktion zu treten.

Köln: Anzeige gegen Spielmannszüge

Wie die Stadt Köln auf Anfrage bestätigt, wurden zwei unerlaubte „Konzerte“ unter freiem Himmel in der Südstadt im Januar sogar mit einer Anzeige bestraft. Zudem sind sämtliche Anträge auf „Umzüge“ durch Spielmannszüge in der „Brauchtumszone“ zum Straßenkarneval abgelehnt worden.

Alles zum Thema Corona

Ein Mix aus Corona und behördlichen Vorgaben macht es den Kapellen besonders schwer: Zunächst muss bei einem geplanten Konzert im Veedel ein Antrag gestellt werden. Dabei muss die Stadt Köln nach eigener Aussage zwei Dinge berücksichtigen: die Corona-Schutzverordnung und ein Konzept für die Verkehrssicherung. In mehreren Anträgen aus dem Karneval habe dieses Konzept gefehlt.

Grundsätzlich gelte „2G“ bei Spielmannszügen. Die Stadt zitiert die Schutzverordnung: „Derartige Aufzüge stellen eine Kulturveranstaltung außerhalb von Kultureinrichtungen dar.“ Bedeutet: Es dürfen maximal 750 Menschen inklusive Musikzug dabei sein, alle mit der „2G“-Regel. Diese Regel sei aber nicht immer durchführbar, wenn ein Musikzug zum Beispiel durch ein Veedel läuft.

Musik unter freiem Himmel? Für die Spielmannszüge ist das zwar erlaubt. Aber die Hürden dafür sind für die vielen Ehrenamtler wohl zu groß. Einzige Ausnahme: Beim Stadion-Fest an Rosenmontag dürfen sie durch das weite Rund ziehen. Warum? „Bei dem Umzug im Stadion an Rosenmontag handelt es sich um eine Veranstaltung auf Privatgelände der Kölner Sportstätten GmbH“, begründet die Stadt. „Das Verbot nach der Corona-Schutzverordnung bezieht sich ausschließlich auf öffentlichen Raum.“

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