Jecke EckeZum Sessions-Finale: Stimme bei Miljö-Sänger weg – Ersatz musste schnell her

Miljö-Sänger Nils Schreiber mit Sebastian Schlömer.

Miljö-Sänger Nils Schreiber (l.) musste zum Sessionsfinale passen. Ihn ersetzte Sebastian Schlömer als Sänger. 

Alle Nachrichten zur Karnevals-Session 2024. EXPRESS.de hält die Jecken mit den wichtigsten Informationen auf dem Laufenden.

Vorhang auf zur Karnevals-Session 2024. Das neue Motto „Wat e Theater – wat e Jeckespill“ ist ein typisch kölscher Stoßseufzer, der für alles steht, was die Kölnerinnen und Kölner und ihren Fastelovend ausmacht.

Manchmal kütt et wie et kütt und hätt trotzdem noch immer jootjejange. Gerade in Krisenzeiten hilft der Karneval, einen kühlen Kopf zu bewahren und ab und zu eine Auszeit zum Luftholen zu nehmen.

Jecke Ecke: Alle Nachrichten zur Karnevals-Session 2024

Die Session ist kurz und knackig. Schon am 14. Februar 2024 ist an Aschermittwoch alles vorbei. Bis dahin gibt es jedoch zahlreiche Sitzungen, Termine und jecke Nachrichten.

Alles zum Thema Dreigestirn

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EXPRESS.de wird an dieser Stelle alle auf dem Laufenden halten.

Turbulenter Sessionsabschluss für die Jungs von Miljö. Sänger Nils Schreiber musste am Sonntag bei den letzten Auftritten passen. „Ich bin ohne Stimme aufgewacht. Sie muss am Samstag in einem der Säle liegen geblieben sein. Absagen ist für uns aber immer die allerletzte Option“, sagte er zu EXPRESS.de.

Da kam die Band auf die Idee, Sebastian Schlömer, der schon mal bei Konzerten als Background-Sänger mit auf der Bühne war, zu fragen. „Die Jungs von Miljö haben mich beim späten Frühstück angerufen und mich mit einer spontanen Vertretungsanfrage für Nils überrascht“, sagte der Musiker. „Gut, dass die Jungs mit genügend bekannten Hits aufwarten können, die ich bereits gesungen habe. Da haben die zwei Stunden Zeit zur Vorbereitung gerade so gereicht“.

Sieben Auftritte absolvierte Schlömer als Ersatz-Frontmann von Miljö. „Ich freue mich sehr, helfen zu können und genieße den Karnevalsabriss zum Ende der Session. Nils war zum Glück als Support mit auf der Bühne, wir waren quasi die Doppelspitze“.

Die Höhner wurden im Backstage-Bereich nicht mehr erkannt

Der Karnevalssonntag markiert auch für die meisten Bands einen besonderen Schlusspunkt. Nach vielen Auftritten freuen sich die Gruppen alle auf ein paar freie Tage. Die Höhner hatten in der Session 160 Termine, zum Finale noch einmal fünf am Sonntag. Dabei gönnten sie sich noch mal einen besonderen Spaß.

Die Band ging in den Kostümen auf die Bühne, die Patrick Lück & Co. im Video zum neuen Hit „Es ist nicht so, wie du denkst“ tragen. Die Outfits – Elvis, Tennisspieler, 80er Jahre, Naturbursche, Prinzessin und Touri – leiten sich die Höhner für den Videodreh aus dem WDR-Fundus. Nun borgte sich die Gruppe für den letzten Auftrittstag die Kostüme erneut. Lück gefiel der Spaß: „Wir wurden im Backstage-Bereich anfangs gar nicht erkannt“.

Party-Sitzung gibt auch anderen Bands mal eine Chance

Unter dem Motto „Krüzz un Quer – Die Party-Sitzung am Karnevalssonntag“ feierten die Blauen Funken ihre letzte Veranstaltung der Session. „Krüzz un Quer“ steht für ein weiteres neues Format, das zukünftiges jeckes Publikum ansprechen soll. Bereits mit der Reihe „bluwhite – Karneval meets clubbing“ ist dies hervorragend gelungen. „Wenn wir auch für die Jugend attraktiv bleiben wollen, müssen wir Sitzungsformate langsam verändern. ‚Krüzz un Quer‘ vereint einen typischen Sitzungsablauf mit neuen Elementen, wie einem „Band-Speed-Dating“, bei dem junge Bands die Chance bekommen, sich zu präsentieren“, erklärt Blaue Funken-Präsident Björn Griesemann.

Nach der noch etwas verhaltenen Premiere im letzten Jahr war die Veranstaltung am Sonntag komplett ausverkauft und ist auf dem Weg, eine weitere Kult-Party im Kalender zu werden. Neben altbekannten Stars der Szene wie „Blötschkopp“ Marc Metzger, Kasalla, Mo Torres und Cat Ballou präsentierten sich auf der großen Bühne Nachwuchsbands wie Bohei, King Loui, Aluis, Scharmöör und Mätropolis. Sie alle zeigten, dass der Nachwuchs nur eine Bühne braucht, um zu zeigen, was in Sachen Stimmung in ihnen steckt. „Wenn wir dem Nachwuchs keine Plattform bieten, hat er auch keine Chance bekannt zu werden“, ist die Devise von Präsident Griesemann.

Diese Sitzung wird übrigens nicht von ihm geleitet. „Es ist eine Party und da brauchen wir keinen Elferrat, sondern unseren jungen Funken Tim Krüger. Er macht seine Sache perfekt und sorgt für ausgelassene Stimmung“, betonte Griesemann nicht ohne Stolz.

Stelters Enkel wird ein „Appelsinefünkchen“

Bei der Kostümsitzung der Nippeser Bürgerwehr am Freitag (9. Februar) im Pullman-Hotel überraschte Präsident Michael Gerhold den Mann, der nach Karneval erstmals Opa wird. Die Rede ist von Bernd Stelter, der nicht nur Opa wird, sondern in dieser Session auch sein 35-jähriges Bühnenjubiläum feiert.

In seinem Vortrag nahm „Bernie-Bärchen“ sich und so manche Präsidenten auf die Schippe: „Ich kann mich noch genau erinnern, als ich angefangen habe im Karneval, da waren die Präsidenten alte Säcke und die Künstler auf der Bühne blutjung. Heute stehe ich als alter Sack auf der Bühne und werde von einem Präsidenten wie Michael Gerhold empfangen, der locker mein Sohn sein könnte. So ändern sich die Zeiten“, lachte Stelter.

„Wir haben vom EXPRESS erfahren, dass du bald Opa wirst. Daher haben wir eine kleine Überraschung für Opa-Bernie-Bärchen“, lachte Gerhold und überreichte Stelter einen Baby-Strampler in den Farben weiß-orange und der Aufschrift „Appelsinefünkche“. Opa-Bernie war so aus dem Häuschen über das Geschenk, dass er später noch jedem im Foyer die süße Überraschung zeigte: „Ich habe mich sowas von über den süßen Strampler gefreut und bin sehr gespannt, was meine Schwiegertochter Kristina und mein Sohn Tim dazu sagen. Danke an Michael Gerhold und seine Appelsinefunke – die Überraschung ist euch gelungen“, strahlte Stelter.

King Size Dick: Traum vom Rosenmontagszug geplatzt

Das Reiterkorps Jan von Werth wollte im Rosenmontagszug gleich drei Promis mit auf den Wagen nehmen. Während Marita Köllner auf dem Wagen der ehemaligen „Griets“ mitfährt, freut sich der Vorsitzende und Korpskommandant Frank Breuer auf FC-Legende Toni Schumacher. Marita Köllner: „Ich freue mich riesig, weil Jan von Werth eines meiner Lieblingskorps ist. Ich durfte schonmal auf den Wagen der ehemaligen Griets mitfahren und das ist so eine Herzlichkeit und die Mädels haben so viel Spaß – da passe ich als Naturbekloppte perfekt zu“.

Eigentlich wollte auch King Size Dick, der sein 60-jähriges Bühnenjubiläum feiert, seine Premiere feiern. Bereits bei der Einkleidung geriet der Sänger ins Schwärmen: „Jan von Werth ist mir total ans Herz gewachsen und das nicht nur wegen der prächtigen Uniform, sondern weil dort auch die liebsten Menschen sind. Ausgerechnet die haben mich eingeladen, im Rosenmontagszug mitzufahren. Was für eine Ehre für mich.“

Doch am Sonntag (11. Februar) folgte die Enttäuschung: „Wechsel von Schweißausbrüchen, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und Hustenanfällen. Ich hatte mich so auf den Rosenmontagszug gefreut. Ich leg' mich wieder hin und heul' ne Runde“, schrieb er bei Facebook.

Neuer Präsident für die KKG Blomekörfge

Die KKG Blomekörfge hat einen neuen Präsidenten. Im Rahmen der großen Kostümsitzung am Freitagabend (9. Februar) im Ostermannsaal des Sartory kündigte Sitzungspräsidentin Carina Eich-Autermann hohen Besuch an. Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn ließ es sich nicht nehmen, Volker Hochfeld persönlich ins Amt des Präsidenten einzuführen.

Feierlich vereidigte er Hochfeld auf die Fahne vom Blomekörfge. Für diesen emotionalen Moment holte Kuckelkorn Anja Hochfeld mit Sohn Bela auf die Bühne. „Schließlich seid ihr eine Familiengesellschaft, wo der Nachwuchs auch schon mitfeiert“, lachte Kuckelkorn und legte Volker Hochfeld die Präsidentenkette um.

Hans Kölschbach hat nun einen Strandkorb für die Rente

Unter der Überschrift „Danke Hans“ feierten die Altstädter ihre letzte Sitzung der Session und gleichzeitig auch die letzte mit ihrem Präsidenten Hans Kölschbach. „Man darf nicht an seinem Amt kleben, sondern jüngeren Platz machen. Nach über 20 Jahren ist dieser Punkt jetzt gekommen“, betont der Familienvater mit der unbändigen Leidenschaft für den 1. FC Köln.

Kölschbach hat immer einen Schelm im Nacken und immer ein aufrichtiges Wort zur rechten Zeit. „Das gesamte gesellschaftliche Leben wandelt sich. Die Geschmäcker, die Lebensplanung, das Verbraucherverhalten, alles ändert sich. Kurz gesagt: Alles hät sing Zick“, betont Kölschbach. Zum großen Finale des „Fest in Grün-Rot“ überraschte ihn sein Korps, in dem sie alle Masken mit seinem Konterfei beim Einzug trugen.

Als Geschenk zur Präsidenten-Rente gab es einen Strandkorb, natürlich in den Farben grün-rot. Doch das war nicht alles. Zusammen mit seinem Vorstand überraschte Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn den vollkommen ahnungslosen Präsidenten mit der höchsten Auszeichnung, die das Festkomitee zu vergeben hat: mit dem Verdienstorden in Gold mit Brillanten.

Auszeichnung für Orchester-Leiter in der Lanxess-Arena

Seit 1974 (damals noch „Lachende Sporthalle“) ist Charly Carlier Mitglied des Orchesters Ted Borgh, ab 1996 dann der Leiter. Damit ist der 78-Jährige seit 60 Jahren nicht nur beim Orchester Ted Borgh, sondern auch seit 60 Jahren bei der damaligen „Lachenden Sporthalle“ und heutigen „Lachenden Kölnarena“ auf der Bühne mit dabei und sorgt für stimmungsvolle Musik.

„Diese jahrzehntelange gemeinsame Reise zeigt, wie sehr wir auf Tradition im Hause Hofner setzen“, betonen die beiden Geschäftsführer der Gastspieldirektion Otto Hofner, Nathalie Drmota und Michael Burgmer. Als Charly Carlier am Mittwochabend (7. Februar) plötzlich von den beiden nach vorne gebeten wurde und Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn ihn mit dem Verdienstorden in Silber des Festkomitees auszeichnete, war der Musiker, der aus Belgien stammt, vollkommen überwältigt: „Mit solch einer Auszeichnung hätte ich nie im Leben gerechnet. Ich bin total sprachlos und glücklich zugleich.“

Blutproben bei den Pferden im Rosenmontagszug

Zum Schutz der über 200 teilnehmenden Pferde am Rosenmontagszug werden auch in diesem Jahr wieder Veterinärinnen und Veterinäre die Tiere, Reiter und Reiterinnen sowie die Kutschen kontrollieren.

Zum Wohl der Tiere werden stichprobenartig rund 40 Blutproben von den Pferden entnommen. Die Blutproben werden auf unerlaubt eingesetzte Medikamente und Substanzen überprüft. Bei extremen Auffälligkeiten untersagen die Ärztinnen und Ärzte eine Teilnahme des betroffenen Pferdes am Zug. Auch die Tierschutzbeauftragte des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hat ihr Kommen angekündigt. Darüber hinaus werden auch die Transportmittel, mit denen die Pferde nach Köln gebracht werden, und die eingesetzten Kutschen sowie das Gewicht der Reiterinnen und Reiter kontrolliert.

Alle Vorsichtsmaßnahmen bleiben aber wirkungslos, wenn es an Rosenmontag wieder Menschen gibt, die Pferde mit Flaschen, Pralinenschachteln oder ähnlichen Dingen beschmeißen. Ebenso sollten Eltern auf ihre Kinder achten, dass sie nicht vor den Füßen der Pferde Kamelle sammeln.

„Blötschkopp“ Marc Metzger feiert Bühnen-Comeback

Endlich gute Nachrichten von „Blötschkopp“ Marc Metzger. Nachdem er die gesamte letzte Woche krankheitsbedingt ausgefallen war, startet er ab Dienstag (6. Februar) zum Endspurt der Session. „Ich bin total erleichtert, dass ich wenigstens in der letzten Woche wieder auftreten kann“, freut sich Metzger im EXPRESS.de-Gespräch.

Der Redner, der in dieser Session sein 35-jähriges Bühnenjubiläum feiert, kämpfte zuletzt mit heiserer Stimme, Fieber und permanenten Hustenanfällen. „Ich, der so aufpasst, keine Klinke anfasst und auf Umarmungen verzichtet, bekomme diese Virus-Grippe. In der nächsten Session werde ich nicht mehr aufpassen, hat ja eh keinen Zweck.“

In der vergangenen Woche war der „Blötschkopp“ komplett verzweifelt. „Ich habe die ganze Woche meine Rede gelesen, sprechen ging ja nicht. Ich hatte echt damit gerechnet, dass ich schneller wieder auf der Bühne stehe, aber keiner möchte einem Redner zuhören, der zwischen jedem Satz husten muss. Da nützt auch mein Witz, dass ich mich am Konfetti verschluckt habe, nichts mehr.“

Ex-Hohn Fröhlich feiert dreimal die „Mess op Kölsch“

Gleich dreimal wurde in dieser Session die „Mess op Kölsch“, die vom Ex-Schlagzeuger der Höhner, Janus Fröhlich, komponiert wurde, aufgeführt. Als offenes Chorprojekt mit den Pfarreien Sankt Agnes, Sankt Stephan und Sankt Theodor in Köln sorgte die besondere Messe für volle Kirchen und begeisterte Sänger und Sängerinnen. „Die Chöre der Pfarreien waren jeweils unsere Gastgeber. Mein besonderer Dank geht an die Chorleiter Matthias Bartsch, Michael Kokott und Dirk Johannes Neumann“, betont Fröhlich im EXPRESS.de-Gespräch.

Die Lieder der „Mess op Kölsch“ hatte Fröhlich alle ins Kölsche übersetzt. „Die Musik ist auf Gospel und Blues-Rock zurückzuführen. Es gibt Vorsänger, Chor und Gemeinde. Daher ist es sehr spannend, weil es sich ja um Musik handelt, die mitreißen soll“, erklärt Fröhlich. Hinter der Idee der „Mess op Kölsch“ steht ein Gedanke. „Wir wollen zusammen eine Gemeinde bilden und zusammen singen. Denn gemeinsames Singen stärkt die Abwehrkräfte gegen den Hass“, unterstreicht Fröhlich.

Eine Zigarre auf die gelungenen Reden beim Frühschoppen

Jede Menge Lob gab es beim Herren-Rednerfrühschoppen der Kölschen Lotterbove am Sonntag im Lindner-Hotel. Ob Guido Cantz, Wicky Junggeburth, Oli der Köbes (Oliver Materlik), Julie Voyage (Ken Reise) oder „Sitzungspräsident“ Volker Weininger – sie alle genossen ihre Auftritte und das disziplinierte Publikum. Weder Horst Müller noch Guido Hoffmann, die den Frühschoppen moderierten, hatten große Mühe, den Saal zu Ruhe zu bringen. Vielmehr schien es so, als würden die Herren die besondere Atmosphäre im Saal genießen.

Denn zwischen jedem Redner gab es jeweils eine zehnminütige Pause, um zo schwade oder ein leckeres Kölsch zu genießen. Bereits zum Einlass gab es für jeden Gast einen Orden der Kölschen Lotterboven, den man weder kaufen noch auf einer anderen Veranstaltung bekommt. „Mit diesem besonderen Orden möchten wir in jedem Jahr einen Redner würdigen. Nach Fritz Schopps im Vorjahr ziert in diesem Jahr Guido Cantz die limitierte Auflage“, erklärte Horst Müller im EXPRESS.de-Gespräch.

Nach der Veranstaltung freuten sich die Herren zum einen auf die traditionelle Zigarre und zudem auf den Aufzug der Altstädter und deren Musikkorps, die mit klingendem Spiel für eine ganz untypische After-Show-Party sorgten.

Pänz eroberten bei den Roten Funken die Bühne und den Elferrat

Jeckes Jubiläum bei der großen Kindersitzung der Roten Funken am Montag (5. Februar) im Maritim-Hotel. Seit drei Mal elf Jahren gibt es das spezielle Format für Kölns kleine Jecken, auf das sich Präsident Heinz-Günther Hunold in jeder Session besonders freut. „Mit den Pänz zu feiern, ist für mich etwas ganz Besonderes. Die Kinder sind mit so viel Spaß und Freude dabei, das ist einfach ansteckend.“ Und auch in Sachen Stimmung standen die 1300 kleinen Jecken den Großen in keinem nach, sondern rockten mit den Domstürmern und den Klüngelköpp in ihren bunten Kostümen den Saal.

Als die Roten Funken einzogen und mit ihnen zusammen schunkelten und wibbelten, waren die Kinder nicht mehr zu bremsen, denn bei der Kindersitzung dürfen sie mit auf die Bühne. Unterstützt wurde Hunold im Elferrat vom Nachwuchs der Roten Funken. Wo sonst die hohen Herren Platz nehmen, saßen die Pänz und ließen sich von den Funken mit allem, was man bei einer Sitzung so braucht, versorgen.

Besonders am Herzen liegen den Funken Kinder, welche auf Grund ihrer familiären Situation nicht so Karneval feiern können wie die meisten anderen Pänz. Aus diesem Grund hatten sie wieder 130 Kinder zur Sitzung kostenlos eingeladen. Unterstützt wurden sie dabei von der Sparkasse Köln/Bonn und von Funken-Freundin Elfi Scho-Antwerpes.

Domstürmer holen sich Verstärkung aus Publikum auf Bühne

Eine klasse Überraschung erlebten die Gäste der Luna-Kult-Sitzungsparty auf der MS Rheinenergie. Bevor es so weit war, begeisterte Lieselotte Lotterlappen (Joachim Jung) mit ihrer unübertrefflichen Schlagfertigkeit. Musikalisch ging es anschließend Schlag auf Schlag mit Kasalla, Philipp Godart, Klüngelköpp und Funky Marys. Die Tanzgruppe der Greesberger brachte das Schiff zum Wackeln, genau wie der donnernde Applaus der Jecken. Anschließend mischten sich Tänzer und Tänzerinnen unters jecke Publikum, um beim Auftritt der Domstürmer endlich auch mal feiern zu können.

Nichts ahnend tanzte und sang Gloria Massamba, als sie Domstürmer-Frontmann Micky Nauber auf die Bühne holte: „Mir war aufgefallen, dass Gloria die ganze Zeit begeistert mitsang.“ Nach dem Auftritt stellte sich heraus, dass Gloria vor kurzem erst im Vorentscheid zum ESC teilgenommen hatte. Nauber war so überzeugt von Glorias Stimme, dass er ihr spontan ein Treffen nach der Session anbot: „Ich könnte mir vorstellen, dass die Domstürmer Gloria bei der Produktion ihrer eigenen Lieder unterstützen können“, sagte der Sänger. Micky Nauber und Gloria waren sich einig: „Dat jitt et nur en Kölle“.

Blaue Funken lassen Wände im Bootshaus wackeln

Was für eine Nacht. Bereits zum sechsten Mal feierten die Blauen Funken Kölns Kult-Party im Bootshaus. Unter dem Titel „blu/white – Karneval meets clubbing“ tummelten sich über 1800 Gäste auf den drei Tanzflächen.

Immer wieder einmalig, wie das Zusammenspiel von elektronischer Musik und echt kölschen Tönen funktioniert. Bis in die frühen Morgenstunden wechselten sich Querbeat, Kasalla und Cat Ballou mit DJ René Pera ab.

Als Top-Act und Highlight konnten die Blauen Funken DJ Tom Novy, der extra aus München angereist war, präsentieren. Tom Novy war der erste deutsche DJ, der 2000 die „Ministry of Sound Annual Compilation“ mixte. Und so reizte er die neue Sound-Anlage des Bootshauses so richtig aus und ließ die Wände erzittern. Nach acht Stunden Programm in allen Räumen verließen gegen 4 Uhr die letzten Gäste den Club.

Martin Schopps wird zum Marita-Köllner-Double

Bei der Kostümsitzung der Fidele Zunftbrüder am Samstagabend im Maritim-Hotel erlebte Martin Schopps eine besondere Überraschung. Als er nach Mitternacht mit seiner Rede fertig war und trotz später Stunde mit stehenden Ovationen gefeiert wurde, kam plötzlich Präsident Theo Schäfges auf die Bühne.

„Lieber Martin, seit 20 Jahren stehst du auf den Karnevalsbühnen und begeisterst dein jeckes Publikum wie gerade bei unserer Sitzung. Für diese Leistung möchten wir uns bei dir bedanken und dich mit unserer höchsten Auszeichnung – der Ernennung zum ‚Ehren-Schusterjungen‘ – würdigen“, betonte Schäfges unter dem lautstarken Applaus der Gäste im Saal.

Neben der Urkunde erhielt Schopps ein neues Outfit: rot kariertes Hemd, braune Schürze und rote Perücke. „Mit der Perücke musst du jetzt aufpassen, dass man dich nicht mit Marita Köllner verwechselt“, lachte der Präsident.

Der „80 Euro Waldi“ von „Bares für Rares“ spendete 80 Euro für die original Domstürmer-Trommelstöcke. Der Betrag ging sofort an die KKG Fidele Zunftbrüder. An gleicher Stelle sangen Wolfgang Bosbach und seine Tochter Caroline gemeinsam mit der Band den Hit „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“.

Jeckes Familientreffen beim Zugleiter in Flittard

Bei der Miljöh-Sitzung der Flittarder KG am Samstagnachmittag freute sich Sitzungspräsident und Rosenmontagszugleiter Holger Kirsch über ein besonderes Familientreffen. Unter dem Motto „Hurraaa, wir sind nun 90 Jahr und kein bisschen leiser“, wurde im Schützenheim Flittard gefeiert. Während Micky Brühl unter anderem mit seiner „Magdalena“ begeisterte, traf bereits die KG UHU und ihr legendäres Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett ein.

Was weder Kirsch noch Micky Brühl wussten: Unter die Tänzer hatte sich Bruder Bubi Brühl gemischt. Eigentlich zieht der ja als Prinzen-Garde-Gardist durch die Säle. „Da ich aber auch stolzer Senator der KG UHU bin und mein Sohn beim Schnäuzer Ballett eine nicht ganz unwichtige Rolle besetzt, macht es mir tierischen Spaß, mit der Truppe unterwegs zu sein“, lacht der stolze Papa.

Bei der nicht „unwichtigen Rolle“, wie der Papa es formulierte, handelt es sich um Tanzoffizier David Brühl, der zusammen mit seiner Marie (Stefan Friedrich) als die „Trumm vun d´r Strung“ über die Bühne wirbelt und für jede Menge Lacher sorgt. „Solch ein Familientreffen erlebt man nicht oft. Gleich zwei Brühl-Generationen auf unserer Bühne – Wahnsinn“, lachte Sitzungspräsident Kirsch und ergänzte: „Was für eine jecke Familich.“

Staffelübergabe beim Bützje-Ball-Jubiläum

Die Ehrengarde hat wieder ihren legendären Bützje-Ball in der Halle Tor 2 gefeiert. Es war ein ganz besonderer Abend, den die Mutter aller Karnevalspartys feierte 30-jähriges Jubiläum. „Vor 30 Jahren war ich zusammen mit anderen Gardisten von der Idee getrieben, dass es im Karneval auch Angebote für junge Leute geben sollte, die über die traditionell Sitzungen hinausgehen. Unser Ziel war es, mit dem Ball die Begeisterung für den Karneval unter der Jugend zu fördern und zu erhalten. Wie sich heute herausstellt, waren wir der Zeit weit voraus“, betonte der Präsident der Ehrengarde Hans-Georg Haumann gegenüber EXPRESS.de.

Zwei Jahrzehnte organisierte und moderierte Benedikt Conin den Ball. Anlässlich des 30. Jubiläums entschied sich Conin, das Zepter oder besser das Mikrofon in jüngere Hände zu legen. „Dieser Ball ist für junge Karnevalisten und da sollte er auch von jüngeren Ehrengardisten organisiert und moderiert werden. Mit Sebastian Voges haben wir nicht nur einen würdigen Nachfolger gefunden, sondern auch jemanden, der die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung bewahren wird. Ich bin froh, dass der Bützje-Ball in guten Händen bleibt.“

Gefeiert und getanzt wurde bis tief in die Nacht mit Kasalla, Querbeat, Stadtrand, Miljö, Cat Ballou, Paveier, Klüngelköpp und die Höhner.

Tanzgruppe „Kölsche Harlequins“ freut sich über besondere Ehrung

Am Freitag (2. Februar) feierte die KG Alt-Köllen im Sartory ihre traditionelle Kostümsitzung „Orjenal Kölsch“. Bevor unter anderem Eldorado, Räuber, Bläck Fööss, Domstürmer und JP Weber den Saal auf links drehten, gab es eine besondere Ehrung.

Für ihre elfjährige Mitgliedschaft in der Tanzgruppe „Kölsche Harlequins“ wurden Louisa Weber und Joline Lüdemann mit der höchsten Auszeichnung „Festkomitee Gold“ geehrt.

Ludwig Sebus sorgt beim „Fest in Gold“ für die emotionalen Momente

Beim „Fest in Gold“ in der Kölner Handwerkskammer wurden wieder die von jungen Goldschmieden geschaffenen Unikatorden an verdiente Persönlichkeiten aus der Stadt und dem Land vergeben. Auch Musiklegende Ludwig Sebus (98), der in diesem Jahr von den Roten Funken für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt worden ist, erhielt eine Auszeichnung. Der Grandseigneur stimmte sein Lied „Alles su widder dun“ an.

Kammerpräsident Hans Peter Wollseifer und der Präsident des „Festes in Gold“, Ingo Telkmann, überreichten auch Orden an das Kölner Dreigestirn, an Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Regierungspräsident Thomas Wilk, Zoochef Theo Pagel, Staatssekretär Matthias Heidmeier sowie Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn.

Entstanden ist das Fest 1948 unter dem Namen „Ring der Junggoldschmiede“. Eine Jury hatte vor zwei Wochen die Orden der Goldschmiede-Azubis ausgewählt.

Pänz entern gemeinsam die „Lachende Kölnarena“

Zur ersten „Lachenden Kölnarena“ nach der Handball-EM hatten sich die Pänz der Ehrengarde und der Prinzen-Garde am Donnerstag (1. Februar) zum „Pänz-Gipfeltreffen“ verabredet. Der Abend startete mit dem gemeinsamen Auftritt, wo dem Nachwuchs über 10.000 Jecke zujubelten.

Nach diesem grandiosen Erlebnis für die jungen Tänzer und Tänzerinnen fuhren beide „Kinder-Korps“ der beiden „Schwester-Korps“ gemeinsam mit dem Bus ins Haus Unkelbach, wo bereits Fritten und Bratwurst warteten. Schön, dass es Veranstalter gibt, die dem Nachwuchs eine Chance geben, sich auf der großen Bühne präsentieren zu können.

Dreigestirn überrascht Ex-Dreigestirn im Gürzenich

Da staunte der ehemalige Prinz „Sunnesching“ Marcus Gottschalk und sein damaliger Bauer „Totti“ Thorsten Schmidt am Donnerstagabend (1. Februar) nicht schlecht, als Prinz Sascha, Bauer Werner und Jungfrau „Frieda“ sie auf die Bühne des Gürzenichs holten. „Wir haben für euch extra euer damaliges Dreigestirns-Medley einstudiert, um das heute mit euch zusammen den Jecken zu präsentieren“, strahlte Prinz Sascha.

„Was für eine schöne Idee von den dreien. Als wir zur zu fünft unser damaliges Dreigestirns-Medley gesungen haben, kamen sofort die ganzen Erinnerungen an diese wunderbare Zeit hoch“, gestand Gottschalk und Schmidt ergänzte: „Jungs, dat is Karneval – vielen Dank.“

„Agrippinas Töchter“ überreichen Spende in Uni-Klinik

Seit 2018 sind die Kölner Damen-Karnevalsgesellschaften Colombina Colonia, Schmuckstückchen, Kölsche Madämcher und die 1. Damengarde Coeln als „Agrippinas Töchter“ vereint und unterstützen in verschiedenen Projekten und Angeboten an Krebs erkrankte Frauen.

Nun konnten die Frauen eine Spende in Höhe von 7500 Euro an den Verein LebensWert überreichen. Der hat sich zum Ziel gesetzt, Kölner Krebspatienten mit einem breiten Angebot an Beratung zu unterstützen und eine einfühlsame Begleitung zu geben.

Die Vertreterinnen von Agrippinas Töchter wurden von Hildegard Labouvie (Geschäftsführerin) und Uwe Schwarzkamp (Beauftragter für Fundraising und Spenden) in ihren Räumlichkeiten in der Kölner Uni empfangen. Ein Teil der Spende soll in einen bald startenden Make-up-Kurs fließen, der speziell für an Krebs erkrankte Frauen initiiert wurde.

„Rievkooche us Bronze“ fürs Dreigestirn

Kölner Karneval wird nicht nur in den glamourösen Sälen der Stadt gefeiert. Auch im Vringstreff, dort wo sich Menschen mit und ohne Wohnung in der Südstadt treffen, ist das kölsche Hätz besonders groß. Zum 18. Mal stattete das Dreigestirn der Einrichtung einen Besuch ab, wie Pfarrer Hans Mörtter als Vorstandsvorsitzender zu berichten wusste.

„Hier ist jeder willkommen, der Gesellschaft sucht“, sagte Prinz Sascha I. und dachte schon ein paar Tage in die Zukunft. „150 Meter von hier entfernt, mitten im Vringsveedel, werden wir den Rosenmontagszug genießen können“. Passend dazu stimmte er mit den Gästen „In unserem Veedel“ ein.

Begleitet wurde der Gesang von einer Band, zu der sich auch Bömmel Lückerath (ehemals Bläck Fööss) und Janus Fröhlich (früher Höhner) gesellt hatten. Auch Journalist Gerd Krebber und Kabarettist Wilfried Schmickler schunkelten mit.

Mörtter hatte noch ein paar wichtige Worte für das Trifolium: „Ihr als Familie, die zusammenhält, seid ein Signal für die Stadt Köln. Denn vom Miteinander sind wir hier etwas weg.“ Und in Richtung von Bauer Werner sagte er: „Benutze deinen Dreschflegel, damit das braune Gesocks in der Stadt keine Chance hat“. Als Geschenk erhielt der Prinz den „Rievkooche us Bronze“ aus dem Atelier von Cornel Wachter.

Große Ehre für KG UHU zum Jubiläum – Schnäuzer Pänz im Rathaus

Das 100-jährige Jubiläum der Karnevalsgesellschaft UHU wurde bereits ausgiebig in dieser Session gefeiert. Am Mittwochabend (31. Januar) kam ein weiterer Höhepunkt für die Dellbrücker Gesellschaft hinzu: Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab einen Empfang im Rathaus. Präsident Rainer Ott und seine Vorstandskollegen durften sich in das Gästebuch der Stadt Köln eintragen.

Seit der Gründung 1924 gilt die Karnevalsgesellschaft UHU bis heute als Familiengesellschaft. Ihre Tanzgruppen, Dellbröcker Buure, Schnäuzer Ballett und die Schnäuzer Pänz, sind weit über Kölns Grenzen hinaus bekannt. Letztere werden auch Rosenmontag beim traditionellen Empfang der Oberbürgermeisterin im Rathaus auftreten.

„Nach meinem Besuch bei ihrer tollen ‚Weechter'-Sitzung, bei der ich den rechtsrheinischen Karneval schätzen gelernt habe, möchte ich mich mit der Einladung ins Rathaus revanchieren“, betonte Oberbürgermeisterin Reker in ihrer Rede.

Besonders beeindruckt zeigte sie sich über die Tatsache, dass die KG gleich mehrere Familien mit aktiven vier Generationen als Mitglied hat. „Seit meiner Kindheit war ich schon immer gerne verkleidet unterwegs, daher war ich sehr beeindruckt von der Kreativität der Damen auf ihrer ‚Weechter‘-Sitzung.“ Sie kündigte an, in der nächsten Session auf jeden Fall wieder mit dabei zu sein.

KG Naaksühle hat eine neue „Schwaadschnüss“

Nachdem Eric Schroth in der vergangenen Session nach zwölf Jahren und zehn Sitzungen für die Große Höhenhauser KG Naaksühle bekannt gegeben hatte, dass er als Sitzungsleiter aufhört, wurde bei der Kostümsitzung in der Stadthalle Köln die Nachfolgefrage geklärt. Schroth übergab das Zepter der „Schwaadschnüss 2024“ an Kira Rechmann, Geschäftsführerin der Naaksühle.

Auch beim Elferrat war dieses Jahr etwas anders, denn die zehn schönsten „Blondinen“ Kölns, die unter anderem auf so klangvolle Namen wie „Miss Flönz“, „Miss Lommi“ oder „Miss Höhenhaus“ hörten, zogen in den Saal ein und wurden mit donnerndem Applaus begrüßt. Erst beim zweiten Blick erkannte man auch einige Herren unter den blonden Perücken.

Als beim Auftritt der Räuber plötzlich die Kinder- und Jugendtanzgruppe Ühlepänz die Bühne stürmte, staunte Frontmann Sven West nicht schlecht: „So voll war es noch nie bei uns auf der Bühne. Wenn ihr aber schon mal da seid, könnt ihr uns bei unserem Song ‚Oben unten‘ unterstützen.“

Karnevals-Schlepper freuen sich über Kuckelkorn-Besuch

Bereits zum zehnten Mal feierte die KG Schlepp Schlepp Hurra, die Karnevalsgesellschaft der Roadies, Fahrer und Techniker, am Montag (29. Januar) ihre legendäre „Mondachs han mer frei“-Kneipensitzung im Dom im Stapelhaus. Eine absolute Überraschung für die Schlepper war der Besuch von Festkomitee-Präsident und Schlepper-Ehrenmitglied Christoph Kuckelkorn.

„Es war uns eine riesengroße Ehre, dass Christoph unsere Veranstaltung als erste nach der Beerdigung seines Vaters Fro Kuckelkorn nicht nur besucht hat, sondern sich auch Zeit für uns genommen hat und das trotz seiner schwierigen privaten Situation. Wir werten das als absolute Wertschätzung unseres Vereins und unserer Tätigkeit im Karneval“, betonte Schlepper-Präsident Christoph Pickel im EXPRESS-de-Gespräch.

Auf der Bühne begrüßte Moderator Lukas Wachten neben dem Kinderdreigestirn unter anderem Julie Voyage, Aluis, die Cöllner, King Loui und Chanterella. Sie alle kamen nicht nur, um auf der Bühne zu stehen, sondern um gemeinsam mit ihren Crews zu feiern. Da alle Künstler ohne Gage auftreten, ist es der KG Schlepp Schlepp Hurra möglich, jeweils 222 Euro an „himmel & ääd“ und „Traube eV“ zu spenden. „Die Pänz liegen uns seit unserer Gründung vor elf Jahren total am Herzen“, unterstreicht Pickel.

Auf die Frage, ob sich nach Corona die Lage bei den Roadies wieder normalisiert habe, hat er noch einige Bedenken: „In der letzten Session war das große Problem, dass sich gerade die freischaffenden Veranstaltungstechniker einen sicheren Job gesucht hatten und in diesen auch geblieben sind. Dadurch litten einige Crews an Personalmangel. In der jetzigen Session können wir zwar feststellen, dass es sich langsam wieder normalisiert, aber dennoch fehlen der Branche generell Fachkräfte. Wer Interesse hat, als Roadie, Fahrer oder Techniker zu arbeiten, sollte keine Scheu haben und sich melden.“

Schmuckstückchen hatten süße Überraschung für Cat Ballou parat

Andere Gesellschaften haben eine Tanzgruppe, die Schmuckstückchen haben gleich zwei eigene Attraktionen. Der Schmucki-Chor unter der Leitung von Alexander Schumacher, der auch den Chor der StattGarde leitet, probt mit insgesamt 15 Frauen das ganze Jahr über. Dann gibt es noch die eigene Damentanzgruppe, die Schmucke Juwelcher. Sie stehen für eine Mischung aus Showtanz und traditionellen karnevalistischen Elementen.

Absolutes Highlight des Schmucki-Chors und der Juwelcher ist stets der Auftritt bei der eigenen Kostümsitzung im Hotel Pullman. Am Sonntag (28. Januar) war es so weit und Präsidentin Rüya Gazez-Krengel strahlte vor Stolz, als der Saal mit dem Chor den Trude Herr-Klassiker „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“ schmetterte. Ovationen gab es auch für die Leistung der Juwelcher. Für Cat Ballou, die ihr 25-jähriges Jubiläum feiern, hatte der Schmucki-Chor eine kalorienreiche Überraschung in Form von vielen Törtchen im Musikerdesign gebacken.

Kippa Köpp feiern mit Ludwig Sebus – Karnevals-Legende mit klarer Ansage

Zum zweiten Mal feierten die Kippa Köpp am Sonntag (28. Januar) ihre Kneipensitzung im Dom im Stapelhaus. Unter dem Motto „Ov krüzz oder quer – mer Jüdde fiere Fasteleer“ führte Julie Voyage (Ken Reise) durch den Nachmittag und begrüßte auf der Bühne unter anderem die Domstürmer, De Boore, JP Weber und Scharmöör.

Dass es wichtig ist, gerade in dieser so schwierigen Zeit Karneval zu feiern, erklärte der Schriftführer der Kippa Köpp, Volker Scholz-Goldberg, im EXPRESS.de-Gespräch: „Für Juden, das zeigt die Geschichte, ist es enorm wichtig, eine offene, liberale Demokratie zu haben. Daher sind wir sehr froh, dass das in den letzten Tagen so deutlich auf den Straßen verteidigt wird. In dem Kontext ist es einfach wichtig zu zeigen, dass wir uns von Terroristen und Antisemiten das Feiern nicht verbieten lassen. Wenn wir unsere Veranstaltungen abgesagt hätten, wäre dies das vollkommen falsche Signal gewesen, denn dann hätten genau diese Leute gewonnen.“

Als Überraschungsgast gab sich Ludwig Sebus die Ehre: „Es liegt mir sehr am Herzen, dass Köln immer demokratisch bleibt und vor allen Dingen immer weiß, dass Rassenhass menschenfeindlich ist“, betonte das kölsche Urgestein nach seinem Auftritt. Für die Kippa Köpp war es ein sehr emotionaler Auftritt.

75 Jahre Löstige Paulaner: Prinz mischte sich unter das Volk

75 Jahre Löstige Paulaner – das ist allein bereits ein Argument für eine große Party. Doch es gab noch mehr zu feiern: 25 Jahre Senat und das fünfjährige Bestehen der Tanzgruppe der Gesellschaft, die Kölner Paulinchen. Ihre Wurzeln hat die Gesellschaft im Kölner Süden. Das Motto der Löstigen Paulaner „He ben ich zo Hus“ wird sehr ernst genommen. So ist das jüngste von über 400 Mitgliedern gerade erst geboren und das älteste wird bald 100 Jahre.

Mit Dominik Müller als Präsident und Nick Dohmen als Vizepräsident folgte 2021 eine positive Verjüngung des Vorstands. „Das soll nicht heißen, dass Jugend alles ist. Vielmehr möchten wir, dass Alt und Jung ohne Ausgrenzung miteinander feiern können“, betont Präsident Dominik Müller und ergänzt „Jugend alleine macht noch lange keine gute Gesellschaft aus.“

Gefeiert wurde am Samstag (27. Februar) ausgiebig bei der Kostümsitzung im Hotel Pullman. Nach dem Auftritt des Dreigestirns und den persönlichen Worten von Prinz Sascha zum 75-jährigen Jubiläum gab es gleich drei Auszeichnungen. Der ehemalige Geschäftsführer Joachim Heinen und der Schatzmeister Jürgen Jansen wurden mit dem Verdienstorden in Silber des Festkomitees ausgezeichnet.

Für den langjährigen Präsidenten Thomas Heinen, der von 2012 bis 2021 die Geschicke der Gesellschaft geleitet hat und 2008 die Kölner Jungfrau war, hatte Udo Marx vom Festkomitee eine besondere Überraschung. „Für dein langjähriges Engagement für den Kölner Karneval ehren wir dich mit dem Verdienstorden in Gold des Festkomitees.“

Dass die Paulaner-Familich auch feiern kann, zeigten sie den Höhner, die vor lauter Zugaben-Rufen ihren Sessionshit „Es ist nicht so wie du denkst“ gleich zweimal singen mussten. Und auch Miljö, Volker Weininger, Jürgen Beckers und Eldorado wurden abgefeiert. Für einen Auftritt, den man in der Session noch nicht so oft erleben konnte, sorgte Kölns schrägster Männerchor – die Grüngürtelrosen.

Post-Pensionäre mit ganz besonderem Orden

Der Verein „Löstige Pensionäre vun d´r Poß“ möchte mit seinem diesjährigen Orden ein ganz besonderes Zeichen für die Redner und Rednerinnen im Kölner Karneval setzen.

Aus diesem Grund hat der Verein stellvertretend drei der besten Bütt-Stars – Ingrid Kühne, Martin Schopps und Jörg Runge als „Dä Tuppes vum Land“ – unter dem Baldachin einer Theaterbühne dargestellt.

50 Mittagessen für Pänz: Rabaue und Altstädter halfen gemeinsam in Küche

Der Regimentskoch der Altstädter Andreas Breek und sein Kamerad Manfred Hemmersbach trafen sich mitten in der Session mit den Rabauen. Grund dafür: Sie wollten die Pänz bei „Himmel & Ääd – Ein zweites Zuhause für Kids“ mit einem Mittagessen verwöhnen. Mehr als 50 Frikadellen wurden gebraten und dazu jede Menge Möhren und Kartoffeln geschnippelt. Abgerundet wurde alles von leckeren Berlinern zum Nachtisch.

„Wir kümmern uns vom Frühstück über Mittagessen, Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung bis zu Freizeitangeboten um die Kinder. Dabei haben wir immer ein offenes Ohr für die Pänz“, erklärt „Himmel & Ääd“-Geschäftsführerin Gabriele Gérard. Dass die Altstädter nicht nur die Lebensmittel für das Mittagessen spendeten, sondern auch zum Kochen vorbeikamen, erklärte Andreas Breek mit deutlichen Worten: „Karnevalisten wollen nicht nur feiern, sondern auch etwas Gutes tun. Denn Karneval steht für uns auch für soziales Engagement und nicht für Sauftourismus.“

Von den Rabauen, die tatkräftig bei der Zubereitung des Mittagessens halfen, gab es obendrauf noch einen Spendenscheck in Höhe von 5555 Euro. Das Geld hatte die Band bei ihren Weihnachtsshows im Dezember gesammelt. Frontmann Alexander Barth: „Uns ist es wichtig, dass das Geld in der Stadt bleibt und denjenigen zugutekommt, die in unserer Gesellschaft am schwächsten sind – die Pänz.“ Zum Abschluss der Aktion gab es für die Kids noch grün-rote Altstädter-Pappnasen.

Konfetti-Orgie in der Wolkenburg – KG Frohsinn ließ es noch einmal krachen

Zu Karneval gehören Kamelle und Konfetti. Dieser Grundsatz hat sich bei der Großen KG Frohsinn Köln 1919 eingebrannt. Unter dem Motto „Du bes der Jeck em Spill“ öffnete der Konfetti-Club der Familiengesellschaft am Freitag ein letztes Mal die jecken Veranstaltungstore für diese Session.

Das rot-goldene Konfetti, das namensgebend für die Veranstaltung war, schmückt nicht nur seit 2019 alle Materialien der Gesellschaft, sondern ist auch im Leitspruch „Em Hätze vill Konfetti“ vertreten. Und so erstrahlte die Wolkenburg nicht nur von außen, sondern auch von innen in rot-weiß-gold.

„Ich konnte mich mal unter die Leute mischen“, sagte Präsidentin Tanja Wolters, „was ich sehr genossen habe. Denn hier vor der Bühne konnte ich die positive und ausgelassene Stimmung so richtig spüren.“ Das Programm bot mit den Höhnern, Lupo, Cat Ballou und Domstürmer reichlich Party-Potential, wozu Feuerwerk und Konfetti-Geschosse ins Publikum flogen.

Rote Funken und Altstädter zogen gemeinsam los

Was passiert, wenn sich die Roten Funken und die Altstädter zu einem freundschaftlichen Treffen im Marsiliussaal des Gürzenich treffen, erlebte am Freitagabend (27. Januar) die Große Bensberger KG Rot-Weiss. Zu einer kleinen Auszeit mitten in der stressigen Session trafen sich die befreundeten Traditionskorps. Als die Roten Funken zum nächsten Auftritt aufbrechen mussten, konnten sich die Herren nicht so recht trennen. Da die Altstädter Zeit hatten, wurde nicht lange überlegt und beide Korps machten sich Richtung Bensberg zur Kostümsitzung der Großen Bensberger KG Rot-Weiss auf, die in dieser Session ihr jeckes 55-jähriges Jubiläum feiert.

Da staunten der Elferrat und Sitzungspräsident Rainer Furth-Quernheim nicht schlecht, als die Roten Funken mit Verstärkung der Altstädter in den Saal des Albertus-Magnus-Gymnasiums einzogen. Zur Freude des Publikums präsentierte sich erst das Funken-Tanzpaar Elena Stickelmann und Florian Gorny, ehe Altstädter-Tanzpaar Jeanette Koziol und Jens Käbbe übernahmen. Alle vier wurden mit stehenden Ovationen gefeiert. Nach dem besonderen Aufzug waren sich beide Korps einig: „Das war ein absolut emotionaler Höhepunkt in grün-rot-rot-weiß.“

Verkehrschaos setzte Martin Schopps zu – Redner plante um

Was war denn am Donnerstag (25. Januar) bei Martin Schopps und Fahrer und Techniker Markus los? Normalerweise fahren die beiden immer gemeinsam, aber bei der Mädchensitzung im Pullman fuhr erst der Redner vor und wenig später mit einem zweiten Wagen sein Fahrer samt Gitarre. Hatten die zwei etwa Zoff und fuhren deshalb getrennt?

„Und wie wir Krach haben“, sagte Schopps zu EXPRESS.de und ergänzte scherzhaft: „Herr Schopps fährt nur noch Kolonne. Nein, Scherz beiseite: Weil in Köln ein totales Verkehrschaos herrschte und Markus es wegen des Staus nicht pünktlich geschafft hätte, mich abzuholen, hatten wir uns kurzfristig dazu entschieden, mit zwei Autos nach Bergheim-Niederaußen zu fahren. Eigentlich war geplant, nach dem Auftritt die Autos in Köln wieder zu tauschen, doch die Stausituation machte uns einen Strich durch die Rechnung. Und so fahren wir völlig unwirtschaftlich mit zwei Autos eine ‚Schopps-Kolonne‘.“

Nach EXPRESS.de-Bericht: Überraschung für Kult-Physio

Nach 25 Jahren ehrenamtlicher Arbeit rund um die Karnevalisten verriet Kölns Kult-Physio Wilfried Wiltschek im EXPRESS.de-Gespräch seinen größten Herzenswunsch: „Ich bin noch nie auf einem Wagen im Rosenmontagszug durch Köln gefahren, obwohl das seit meiner Kinderzeit mein großer Traum ist.“

Kurz nach der Veröffentlichung des Berichts meldete sich das Festkomitee bei Wiltschek. „Ich bekam eine Nachricht mit der Frage, ob ich Rosenmontag schon etwas vorhätte – ansonsten hätte das Festkomitee eine Einladung für mich. Ich kann es gar nicht in Worte fassen – ich darf Rosenmontag meinen Traum erleben. Ich bin so glücklich und dankbar und freue mich wie Bolle“, sprudelte es förmlich aus Wiltschek heraus.

Das Festkomitee wusste zuvor nichts vom großen Traum des Physios, hatte ihn aber bereits auf der Wunschliste für Gäste im Rosenmontagszug. „Wilfried ist sicherlich einer der engagiertesten Ehrenamtler im Kölner Karneval. Tag und Nacht steht er seit 25 Jahren als Physiotherapeut bereit und kümmert sich um all unsere Tänzerinnen und Tänzer, wo immer Not am Mann ist. Das ist für uns alle unglaublich viel wert“, betont Vizepräsidentin Christine Flock gegenüber EXPRESS.de.

Und weiter: „Wenn wir ihm mit der Mitfahrt im Rosenmontagszug seinen größten Wunsch erfüllen, dann freuen wir uns umso mehr. Schön, wenn wir uns mit so einem Geschenk bei ihm für seine Leistungen bedanken können.“

Kölsche Harlequins tanzen im Landtag – wichtiges Thema der Ausstellung

Besonderer Auftritt für die Kinder- und Jugendtanzgruppe Kölsche Harlequins der KG Alt-Köllen. In der Bürgerhalle des NRW-Landtages in Düsseldorf eröffneten sie die Ausstellung „Kinderrechte im Karneval“. Entwickelt wurde der neue „Rechtepass für Kinder im Karneval“ vom Festkomitee Kölner Karneval und dem Verein Zartbitter unter Beteiligung aktiver Pänz im Kölner Karneval.

„Auch der Politik sind die Rechte und die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen wichtig“, betonte Landtagspräsident André Kuper. Er zeigte sich begeistert, dass die Ausstellung im Landtag gezeigt wird und damit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird. Die Texte und Illustrationen des „Rechtepasses“ werden anhand alltagsnaher Botschaften vermittelt.

Die 28 Motive werden bis zum 14. Februar in der Bürgerhalle zu besichtigen sein. Da die Harlequins bereits an der Entwicklung der Beiträge beteiligt waren, freute sich die Tanzgruppe bei der Ausstellungseröffnung dabei zu sein und bedankte sich mit ihrem tänzerischen Können.

Karnevallica und Mätropolis dürfen im Rosenmontagszug mitfahren

Beim Rosenmontags-Zug wird es auch wieder musikalisch. Das Festkomitee hat nun die Katze aus dem Sack gelassen. Die Bands Karnevallica und Mätropolis dürfen auf dem Musikwagen im Zoch mitfahren.

Festkomitee-Orden und Krätzchen werden im Netz versteigert

Jedes Jahr gibt es die Fälle, dass die Kölner Prinzenspange bei Kleinanzeigen-Börsen zum Verkauf angeboten wird. Noch ist das 2024er-Modell nicht bei Ebay & Co. zu finden. Dafür gibt es aber gleich mehrfach den diesjährigen Orden des Festkomitees Kölner Karneval. Das höchste Gebot liegt derzeit bei 65 Euro.

Wer direkt ein Krätzchen der Roten Funken dazu tragen möchte, findet dieses ebenfalls – Startgebot sind 77,77 Euro. Wer lieber eines der Kölschen Narrengilde haben möchte, kann sich dieses im gebrauchten Zustand ersteigern. Das Startgebot liegt hier bei 66,66 Euro.

StattGarde Colonia: Jungfrau legte besondere Einlage hin

Was für ein Spektakel bei der StattGarde Colonia und ihrer Kult-Party „Jeck op Deck“ auf der MS RheinEnergie. Zu den Markenzeichen gehören nicht nur die ausgefallenen Kostüme der Gäste, sondern auch der Auftritt des Dreigestirns. Während sich sonst alles um Prinz Sascha dreht, ist das der Abend der Jungfrau. Normalerweise singen die Jecken „Oh, wie bist du schön“ in Dauerschleife und die Jungfrau muss dazu tanzen.

Da Jungfrau Frieda aber wegen einer Hüftverletzung vorsichtig sein muss, hatte sich ihre Lieblichkeit ein Alternativprogramm ausgedacht. Während Prinz Sascha und Bauer Werner im Hintergrund Platz nahmen, musste sich StattGarde-Präsident Dieter Hellermann wie bei einem Junggesellenabschied mitten auf die Bühne setzen.

Zum Moulin-Rouge-Hit „Lady Marmalade“ spielte Frieda die perfekte Verführerin, zeigte jede Menge Bein und ließ sich die Strumpfbänder von Dieter Hellermann abstreifen, ehe sie diese in die jubelnde Menge schmiss. Da staunten die Partnerinnen des Dreigestirns und Treuer Husar-Präsident Markus Simonian nicht schlecht.

Präsident macht Beweisfotos vom Flirtangriff auf Höhner-Sänger

Am Sonntag (21. Januar) feierte die Bürgergarde blau-gold ihre Mädchensitzung im großen Saal des Sartory. Die Mädels, die für ihre ausgelassene Stimmung bekannt sind, waren von Beginn an raderdoll. Ob Scharmöör, Willi und Ernst (sie schnappen sich vor lauter Freude einen Blumenkasten der Bühnendekoration und schenkten ihn den Damen in der ersten Reihe), der Tuppes vum Land, Sitzungspräsident Volker Weininger, Marita Köllner oder Brings. Sie alle fragten sich nach ihren Auftritten im Backstagebereich: „Was ist denn hier gerade bei den Mädels abgegangen?“

Regelrecht von der Stimmung der Wiever getragen, fühlte sich auch Peter Brings: „Wir waren die letzte Band und die Frauen waren so gut drauf, als hätte die Sitzung gerade erst angefangen – Hut ab.“ Außer Rand und Band war auch Präsident Markus Wallpott. Mit verschmitztem Lächeln stürmte er beim Höhner Sessions-Hit „Es ist nicht so wie du denkst, mein Schatz“ zusammen mit dem Tanzpaar Selina Jauch und Christopher Wallpott die Bühne.

Während Front-Hohn Patrick Lück „ich schwöre dir huh un hellich, do wor nix“ sang, zückten Präsident und Tanzoffizier ihre Handys und machten Beweisfotos vom Flirt-Angriff ihrer Marie. Mit ängstlichem Gesicht und Gedanken an seine schwangere Frau Michelle sang der treue Ehemann: „Es ist nicht so, wie du denkst, mein Schatz ich konnt mich bloß nicht wehren.“ Für die witzige Aktion gab es ein Bützje für Selina und „Zugabe“-Rufe von den total jecken Mädels im Saal.

Auf dem Weg zum Elferrat schnappte sich Präsident Wallpott mit Höhner Crew-Mitglied Dirk Spiegel sein nächstes Opfer und platzierte ihn bei „Viva Colonia“ auf den Platz des Präsidenten im Elferrat. Ausgerüstet mit Krätzje und zwei Leuchtstäben erlebte Dirk seinen ersten Einsatz in einem Elferrat und hatte nach anfänglichem Zögern sichtlich Spaß: „Da kommt schon ganz schön was rüber, wenn so ein Saal voller Frauen abfeiert. Hätte nicht gedacht, wie viel Spaß das macht“, lachte er nach seinem kurzen Ausflug in die Welt eines Präsidenten, ehe er wieder zu seinen Kollegen auf die Bühne rannte, um das Equipment abzubauen und in den Bus zu schleppen.

Solidaritäts-Aktion unter Künstlern im Gürzenich

Wenn in der ultraknappen Session das Programm mehr als 15 Minuten hängt, wird es stressig. So passiert bei der Galasitzung (20. Januar) der Großen Kölner im Gürzenich. Eigentlich sollte Motombo (Dave Davis) als zweiter Künstler kurz vor 20 Uhr auf der Bühne stehen. Doch durch die angespannte Verkehrslage verspätete er sich um mehr als eine Viertelstunde. Während er auf der Bühne abgefeiert wurde, warteten bereits Miljö und Guido Cantz im Backstagebereich des Gürzenich und schauten nervös auf ihre Uhren.

Damit der Zeitplan nicht noch mehr durcheinandergeriet und vielleicht die Höhner ihren Auftritt wegen Zeitverzug absagen müssten, stimmten sich Bands und Redner spontan ab, dass jeder sein Programm etwas verkürzt, um die verlorene Zeit wieder reinzuholen. Literat Harald Hahn zeigte sich beeindruckt von der unkomplizierten Solidarität unter den Künstlern. Dadurch dass auch die Höhner und Marc Metzger ebenfalls verkürzten, konnte die zweite Hälfte ohne Verzug weitergehen.

Patrick Lück, Frontmann der Höhner, der die Zeit nutzte, um der Thekenmannschaft beim Zapfen zu helfen, brachte es für alle Künstler auf den Punkt: „Ist doch selbstverständlich, dass wir alle zusammenhalten. Schließlich ziehen wir doch alle am gleichen Strang. Denn wenn in einer Sitzung das Programm hängt, zieht sich das durch alle weiteren Sitzungen des Abends. Und den Stress braucht in solch einer kurzen Session keiner.“

Im Saal warteten schon die Ur-Höhner Peter Werner und Janus Fröhlich ungeduldig auf ihre Ex-Kollegen. „Es ist ein gutes Gefühl, im Saal zu stehen und zu erleben, wie die Höhner bei ihren neuen Songs gefeiert werden. Für mich einfach Gänsehaut pur“, gestand Peter Werner.

Domsitzung: Festkomitee-Vorstand schaut zur Ehrung vorbei

Unter dem Motto „Theater im Dom“ feierte am Sonntag (21. Januar) der Verein Domsitzung seine 26. Sitzung im Theater am Tanzbrunnen. Der Vorsitzende der Domsitzung, Heinz-Theo Müller, legt sehr viel Wert darauf, dass ohne jegliche Ausgrenzung, Diskriminierung oder Bevormundung fröhlich und ausgelassen Karneval gefeiert werden kann.

Geleitet wurde die Sitzung von Rudi Meier als Bärbelchen und Christina Müller als Hänneschen. Damit setzten beide den generationsübergreifenden und gendergerechten Anspruch der Sitzung humorvoll jeck und mit ernsthaftem Hintergrund um. Für das bronzene Tastmodell des Doms, mit dem Blinde und sehbehinderte Menschen Form und Dimension der Kathedrale ertasten können, erhielten Dompropst Guido Assmann und Domdechant Msgr. Robert Kleine einen Spendenscheck in Höhe von 5555 Euro.

Auf ihrer traditionellen Vorstandstour durch die Säle schaute auch der bunt kostümierte Festkomitee-Vorstand vorbei. Im Gepäck hatte er eine besondere Überraschung für den langjährigen Sitzungspräsidenten Rudolf (Rudi) Meier. Vorstandsmitglied Erich Ströbel: „Seit 50 Jahren ist Rudi Mitglied der Kajuja Delbrück, wo er 35 Jahre als Präsident den Verein geprägt hat. Bereits seit 2016 leitet er die Domsitzung als Sitzungspräsident. Wenn einer den Verdienstorden des Festkomitees in Silber verdient hat, dann er.“

Großes Treffen aller Kinderdreigestirne in Hofburg

Das Kölner Kinderdreigestirn – Prinz Julius I., Bauer Severin und Jungfrau Benedikta – hat alle ehemaligen Kölner Kinderdreigestirne zum Kinderdreigestirns-Essen in seine Hofburg, das Excelsior Hotel Ernst am Dom, eingeladen.

Auch das Kölner Dreigestirn 2024 war dabei. Beide Trifolien trugen sich gemeinsam in das Goldene Buch des Festkomitees Kölner Karneval ein.

Kleiner Karnevalist stiehlt den Großen die Show

Bei der Großen Prunksitzung der Ehrengarde am Freitagabend (19. Januar) stahl ein kleiner Karnevalist den großen Stars die Show. Als jüngster Kadett der Ehrengarde zog Laurenz (7) mit der Kindertanzgruppe der Ehrengarde voller Stolz in den Gürzenich ein. Vor 1300 begeisterten Gästen führte Laurenz mit einem strahlenden Lächeln das Kommando und begeisterte auch als Tänzer.

Der Siebenjährige zeigte ganz deutlich: Bei der Ehrengarde sind selbst die Kleinsten schon jeck. Papa und Geschäftsführer der Ehrengarde Christian Hardt ist total stolz auf seinen kleinen Sohnemann: „Laurenz ist total jeck, am liebsten würde er bei jeder Sitzung von Anfang bis Ende dabei sein. Dass sein Alter dies noch nicht zulässt, findet er nicht so gut.“ Doch Laurenz weiß genau, wie er seinen Papa um den Finger wickeln kann: „Heute Abend hatte ich nach unserem Auftritt richtig Hunger und Durst und konnte nicht bis zu Hause warten“, erklärt der kleine Tänzer ganz ernst.

Laurenz, der mit fünf Jahren angefangen hat bei der Ehrengarde zu tanzen, hat einen großen Traum: „Die Kindertanzgruppe möchte im nächsten Jahr, so wie die Großen auch, eine Manöverfahrt machen – ins Disneyland.“ Bevor es so weit ist, sammelt die Ehrengarde noch für ihren Nachwuchs und freut sich, die über 30 Pänz auf der Kinderpostkutsche in großer Uniform beim Rosenmontagszug dabei zu haben.

Braunsfelder sorgen mit neuer Glocke für Ruhe

Premiere bei der Prunksitzung der Großen Braunsfelder am Freitagabend (19. Januar) im Pullman. Erstmals kam die neue Glocke bei einer Sitzung zum Einsatz. Hintergrund: „Wir möchten einfach, dass Redner bei uns die volle Aufmerksamkeit bekommen“, unterstreicht Sitzungsleiter und Vizepräsident Sven Tuchscherer.

Die Idee dazu stammt vom Literaten Wolfgang Lutter: „Ich bin in der Geschichte der kölschen Sitzungen darauf gestoßen, dass damals bereits Sitzungspräsidenten den Einsatz einer solchen Glocke schätzten.“ Nachdem Sitzungsleiter Seven Tuchscherer den Gästen erklärt hatte, was es damit der Glocke auf sich hat, gab es wohlwollenden Applaus.

Und auch die Redner des Abends, Willi und Ernst, „Blötschkopp“ Marc Metzger und Martin Schopps, zeigten sich begeistert. „Einmal die Glocke schlagen und der Saal ist mucksmäuschenstill – perfekt“, strahlte auch Braunsfelder-Präsident Rainer Tuchscherer zufrieden.

Prinzengarde hat nun zwei neue Polizkommissare

Kölns Jecken müssen sich warm anziehen, denn Polizeipräsident Johannes Hermanns hat auf der Sitzung des Sozialwerks der Kölner Polizei am Freitagabend (19. Januar) im Maritim-Hotel gleich zwei neue Kommissare ernannt. Der Präsident der Prinzengarde Dino Massi wurde zum „Polizeihauptkommissar“ und Kommandant Marcel Kappestein zum „Polizeikommissar“ befördert.

Ausgerüstet mit Polizeikappe machten sich beide anschließend sofort auf den Weg und kontrollierten als erstes, ob die Fahrzeuge der Prinzengarde auch richtig geparkt waren: „Wir wollen ja keine Knöllchen vom Ordnungsamt bekommen“, lachte Massi.

Als nächstes kontrollierten sie bei ihrer Streife, ob genug zu trinken im Bus für die Kameraden bereitstand: „Ohne Kölsch an Bord wäre schließlich eine Straftat, die wir sofort verfolgen müssten“, scherzte Kommandant und Polizeikommissar Kappestein und ergänzte: „Dino und ich nehmen unsere neuen Aufgaben sehr ernst. Daher liebe Jecken: Zieht euch warm an, wir kontrollieren alles.“

Kinderdreigestirn bei der Premiere der neuen Zoo-Lieder

Weltpremiere in Riehl: Gut 50 Jahre nach „Ene Besuch im Zoo“ gibt es seit Donnerstag (19. Januar) neues tierisches Liedgut mit Ohrwurm-Qualität aus dem Kölner Zoo. Unter dem Titel „Komm, wir gehen in den Zoo“, gibt es zwölf stimmungsvolle Songs rund um Erdmännchen, Affe & Co. zu hören. Gesungen werden die Songs unter anderem von Höhner-Urgestein Janus Fröhlich, Bläck Fööss-Sänger Mirko Bäumer und Brings. Der Erlös der CD kommt den großen und kleinen Zootieren zugute.

Als prominente Gäste der Uraufführung schaute das Kölner Kinderdreigestirn mit Prinz Julius, Bauer Severin und Jungfrau Benedikta vorbei. „Wir freuen uns sehr, dass wir so tollen jecken Nachwuchs hier begrüßen können. Das tut dem Karneval gut“, so Christopher Landsberg. Bereits bei der Hörprobe wurde kräftig geschunkelt und die Pänz hatten ihren Spaß an den tierischen Liedern. Anschließend ging es zusammen mit Christopher Landsberg in den Schnee zu den Kamelen.

Große Spende für die Tiere bei der Zoo-Zappelei

„Tierisch“ was los war bei der Zoo-Zappelei, dem Kostümball der Altstädter. Im Pullman-Hotel tanzten rund 1300 Gäste in den verschiedensten Tierkostümen zur Musik von Cat Ballou, Lupo, Räuber, Klüngelköpp und Brings. Das Dreigestirn schaute auch vorbei. Der Reinerlös des Kostümballs, der vom Kölner Zoo und den Altstädtern bereits zum zehnten Mal gemeinsam durchgeführt wurde, kommt den Tieren des Zoos zugute.

Durch zusätzliche Großspenden erhielt der Kölner Zoo insgesamt die stolze Summe von 11.111,11 Euro. „Wir danken allen Partnern sehr herzlich. Die großen und kleinen Zootiere werden sich darüber freuen“, so die Zoovorstände Prof. Theo Pagel und Christopher Landsberg. Moderiert wurde der Abend von Altstädter-Präsident Hans Kölschbach und Lukas Wachten.

Bernd Stelter verfolgt mit Sammel-Aktion ein wichtiges Ziel

Sein 35-jähriges Bühnenjubiläum nimmt Bernd Stelter wieder zum Anlass, mit seiner Sammelbüchse durch die Säle zu ziehen. Hintergrund der Aktion: „Ich bin Initiator der Bornheimer Bürgerstiftung ‚Unsere Kinder, unsere Zukunft‘. Bereits zu meinem 30-Jährigen hatte ich meine Sammelbüchse in allen Karnevalssälen dabei. Für jedes Selfie und für jedes Autogramm muss etwas in die Dose. Wenn es ein Schein ist, gibt es meinen Jubiläums-Bären-Sticker“, erklärt Stelter im EXPRESS.de-Gespräch.

Die Kosten für die Bären-Sticker hat Stelter selber übernommen. „Dadurch geht der gesamte Erlös der Sammelaktion ohne Abzüge an meine Stiftung.“ Wann immer in Bornheim bei Kinder- und Jugendeinrichtungen oder Elterninitiativen die finanziellen Mittel für besondere Projekte knapp sind, springt die Stiftung in die Bresche.

Seit der Gründung 2005 wurden bereits über 200 Projekte mit rund 200.000 Euro gefördert. „Dabei steht Bildung und Erziehung, aber auch Völkerverständigung, Integration sowie Jugendhilfe im Mittelpunkt“, betont Stelter. Und weiter: „Mein Ziel ist, bis Aschermittwoch 1111 Euro zu sammeln, denn für den guten Zweck zählt jeder Cent.“ Bei seiner Sammlung zum 30-Jährigen erzielte Stelter 6555 Euro für die Pänz: „Jede Menge Karnevalisten beteiligten sich an der Aktion, auch Kölner Traditionscorps wie die Blauen Funken und die Prinzengarde Köln. Ich bin gespannt, ob mein Ziel in dieser Session auch wieder übertroffen wird.“

Treue Husaren verkaufen Spange für den guten Zweck

Das Dreigestirn sammelt während dieser Session Spenden für den Verein Kleine Hilfe Köln. Im Online-Shop der Dreigestirn-Gesellschaft KG Treuer Husar Blau-Gelb gibt es nun die exklusive Husaren-Dreigestirn-Spange, die bisher ausschließlich bei den Veranstaltungen der Gesellschaft zu erwerben war.

Diese Spange, die 20 Euro kostet, ist eine Hommage an das Husaren-Entlein, welches seit einigen Jahren das Maskottchen der Treuen Husaren ist. Ein Teil des Erlöses aus jedem Verkauf geht direkt an das Förderprojekt des Dreigestirns.

Sparkasse präsentiert Altstädter-Exponate bis Aschermittwoch

Die traditionelle Karnevalsausstellung der Sparkasse widmet sich in dieser Session dem Traditionskorps der Altstädter. Weil die Hauptstelle am Rudolfplatz modernisiert wird, ist die Ausstellung in der Filiale am Neumarkt zu sehen. Die Altstädter haben ihre Heimat mitten im Herzen der Stadt am Alter Markt und eröffnen dort traditionell seit 1953 an Weiberfastnacht den offiziellen Straßenkarneval.

Darüber hinaus sind die Altstädter das bisher einzige Traditionskorps, das gleich zweimal hintereinander in der Session 2021 und 2022 wegen Corona das Dreigestirn stellen durfte. Neben historischen Exponaten aus mehr als 100 Jahren können die Besucherinnen und Besucher unter anderem die Gründungsurkunde, eine Gulaschkanone, Uniformen, Sessionsgläser, Tischstandarten und Pokale bestaunen. Die kostenlose Ausstellung ist vom 18. Januar bis 14. Februar von montags bis freitags (9.30 bis 18 Uhr) und samstags (10 bis 14 Uhr) geöffnet.

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