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Schlimme AttackeKampfsportler rastet am Kölner Hbf aus – Opfer (25) völlig chancenlos

Polizei und Rettungswagen am Dom-Eingang des Kölner Hauptbahnhofs in der Dunkelheit.

Copyright: Alexander Roll

Am Kölner Hauptbahnhof ist ein Mann durch einen Fremden schwer verletzt worden. Das Symbolfoto wurde an Silvester 2020 aufgenommen.

Aktualisiert:

Schlimmer Gewalt-Fall am Kölner Hauptbahnhof: Ein 25-jähriger Kölner wurde dabei Opfer eines Kampfsportlers, der unter Alkohol komplett ausrastete.

Seine Fähigkeiten nicht im „normalen“ Leben einsetzen – das ist in Kampfsport-Kreisen eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz. Es sei denn, es ist für die eigene Selbstverteidigung notwendig. Ein 34-jähriger Mann aus Dormagen hat diesen Kodex aber offenbar vergessen. Schlimme Gewalt-Eskalation am Kölner Hauptbahnhof!

Wie die Bundespolizei am Dienstag (30. Mai 2023) berichtet, hat der Täter am Sonntagmorgen (28. Mai) gegen 2.30 Uhr einen 25-jährigen Kölner mit heftigen Faustschlägen attackiert und ihm dabei unter anderem die Nase gebrochen.

Kölner Hbf: Kampfsportler prügelt auf anderen Mann ein und verletzt ihn schwer

Der Grund für die Eskalation: offenbar eine Frau, genauer gesagt die Freundin des späteren Täters. Ein Polizeisprecher erklärt das Aufeinandertreffen der beiden Männer: „Während der eine mit einer unbedachten Aussage bei einer 21-Jährigen augenscheinlich Eindruck hinterlassen wollte, schlug ihr Begleiter direkt und ohne Vorwarnung zu.“

Besonders schockierend: Obwohl schon der erste Schlag des Kampfsportler den 25-Jährigen zu Boden brachte, schlug der Täter weiter brutal zu. Erst als eine Streife der Bundespolizei vor Ort war, ließ der Mann von seinem Opfer ab.

Die Erkenntnisse der Einsatzkräfte: Der Täter ist aus Dormagen, hatte ca. zwei Promille Alkohol im Blut und ist seit etwa 15 Jahren im Kampfsport aktiv. Wegen anderer Gewalttaten ist er bereits polizeibekannt.

Der 34-Jährige wird sich nun wegen seiner Taten verantworten müssen. Die Bundespolizei fertigte eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Gewalt-Attacke wurde außerdem von Videokameras im Bahnhof erfasst, sie wurden als Beweismittel sichergestellt. (tw)

Ein Bahntunnel ist beschmiert und beklebt, auch ein dort stehender Ticketautomat ist mit Graffiti besprüht.

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