Am 24. Februar jährt sich der russische Überfall auf die Ukraine zum vierten Mal. In Dnipro, der kölschen Partnerstadt, bleibt die Lage katastrophal. Nun spendet Köln Geld für Generatoren.
Horror in Kölner PartnerstadtOB Burmester entsetzt: „Tödliche Gefahr“

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Ein Mädchen steht Ende Dezember neben einem Spielzeugautomaten, der während eines Stromausfalls in Dnipro mit Notstrom betrieben wird. Supermärkte, Geschäfte und andere öffentliche Einrichtungen in der ganzen Stadt sind aufgrund der Stromausfälle auf Generatoren angewiesen.
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Seit Wochen ist die Lage in der Millionenstadt Dnipro im Südosten der Ukraine katastrophal: Immer wieder werden die Menschen dort Opfer von massiven russischen Luftangriffen. Erst in der vergangenen Woche gab es dort einen der heftigsten Angriffe seit Wochen. Abermals mussten Hunderttausende ohne Strom und Heizung auskommen.
Erneut wurden vor allem Wohnhäuser und Energieanlagen getroffen. Vier Menschen wurden in der Stadt verletzt, darunter ein Säugling und ein vierjähriges Mädchen. Nur einige von vielen Opfern, die die Region in den letzten Monaten vermelden mussten.
Stadt Köln spendet 20.000 für Stromgeneratoren
Mit Beginn des Winters in der Ukraine verstärkte die russische Armee auch ihre Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung. Frieren als Kriegswaffe.
Jetzt spendet die Stadt Köln ihrer Partnerstadt Dnipro 20.000 Euro, für Stromgeneratoren, die aktuell dringend notwendig sind. Denn Stromausfälle beeinträchtigen wichtige Bereiche in der Stadt. Krankenhäuser mussten zeitweise auf Notstromaggregate umschalten. Auch der elektrische Nahverkehr, einschließlich der U-Bahn, ist von Stromausfällen betroffen.
Der Verein Blau-Gelbes Kreuz e.V. soll die Generatoren beschaffen und in Kölns Partnerstadt transportieren. Zudem hat die Stadt Köln einen Hybridgenerator mit Mitteln der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beschafft, den der Verein ebenfalls in den Südosten der Ukraine bringen werde. Das teilt die Stadt am Freitag mit.
Die Gelder stammen von städtischen Mitarbeitenden, die jeden Monat freiwillig die Centbeträge ihres Nettogehalts spenden.
Oberbürgermeister Torsten Burmester wird am Montag (23. Februar 2026) die Vorsitzende des Blau-Gelben-Kreuz e.V. und Honorarkonsulin der Ukraine, Linda Mai, im Spendenlager des gemeinnützigen Vereins in Köln-Raderberg treffen und ihr die Spende offiziell zusagen.
OB Burmester: „Tödliche Gefahr für Alte und Kranke, Kinder und Bedürftige“
„Auch unsere Freundinnen und Freunde in Dnipro sind der menschenverachtenden russischen Kriegsführung ausgesetzt“, erklärt Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester.
„Wer bei nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 25 Grad systematisch Heizkraftwerke, Stromversorgung und kommunale Infrastruktur angreift, der bringt Alte und Kranke, Kinder und Bedürftige in tödliche Gefahr.“

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Stromgeneratoren wie dieser sind lebenswichtig im ukrainischen Winter. Hier ist ein Generator im Januar in einer Straße in Dnipro zu sehen. Der Strom fiel nach russischen Angriffen erneut aus.
Köln helfe Dnipro unerlässlich seit vier Jahren, zum Beispiel durch die Lieferung von Krankenwagen und durch Stromgeneratoren, so der OB. Die Millionenstadt und Köln sind seit dem 28. August 2024 offiziell Partnerstädte. Bereits seit dem Jahr 2022, seit Russlands Angriff auf die Ukraine, arbeiten beide Städte eng zusammen.
Bereits damals wurden 118 Stromgeneratoren nach Dnipro gebracht. Anfang 2025 hatte die Stadt Köln zudem 30 gebrauchte Rettungswagen geschenkt.
„Diese Hilfe ist für uns selbstverständlich, um das unermessliche Leid der Bevölkerung zu lindern, und sie ist ein Zeichen unserer absoluten Solidarität mit der Ukraine“, so Burmester.



