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Vorwürfe nach Horror-Fund auf Kölner Großmarkt„Grundlosen Tod mutmaßlich in Kauf genommen“

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Nach dem Tauben-Albtraum auf dem Kölner Großmarkt: Die Staatsanwaltschaft erhebt heftige Vorwürfe.

Tote Tauben, verbrannte Küken und eine Art Scheiterhaufen: Die Schilderungen von Tierschützerin Mania Leveringhaus (31) von dem, was sie Ende März in einer Halle auf dem ehemaligen Kölner Großmarktgelände vorfand, waren schockierend. 

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Köln die Ermittlungen aufgenommen. Wie Sprecher Sinan Sengöz am Montag (1. Juni 2026) auf EXPRESS.de-Nachfrage bestätigte, geht die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einer diesbezüglich erstatteten Strafanzeige dem Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen §17 des Tierschutzgesetzes gegen einen männlichen Beschuldigten nach.

Tauben-Albtraum auf Kölner Großmarkt

„Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Rahmen des Rückbaus beziehungsweise des Abbruchs einer Halle auf einem Kölner Markt- und Gewebegelände im Zeitraum Januar bis März 2026 den grundlosen Tod von dort lebenden Tauben mutmaßlich in Kauf genommen und keine notwendigen oder gebotenen Sicherungsmaßnahmen für die dort lebenden Tiere ergriffen zu haben“, so Sengöz. 

Mania Leveringhaus, die ehrenamtlich das Projekt „Großmarktkatzen Köln“ leitet, hatte das Grauen bei einem Begehungstermin entdeckt. Ihr sowie Mitgliedern eines Taubenschutzvereins war von einem Vertreter der Stadt eine der Hallen gezeigt worden, die abgerissen werden sollen. Bei dem Termin ging es eigentlich darum, die Hilfe für die Tauben zu besprechen ...

„Keiner von uns hat damit gerechnet, so etwas dort vorzufinden...“, erzählte die Tierschützerin anschließend. Dies sei an Grausamkeit kaum zu überbieten. Sie habe allein 14 tote Tauben, etliche Schädel und Körperteile gesehen. Mehrere Küken seien offensichtlich verbrannt worden.

Mania Leveringhaus erstattete Anzeige, wie auch die Tierrechtsorganisation Peta. „Die Zeugen, die mich begleitet hatten, wurden bereits angehört und haben ausgesagt“, erzählte sie am Montag (1. Juni) auf EXPRESS.de-Nachfrage. 

Inwieweit sich der Beschuldigte geäußert hat, ist unklar. Staatsanwaltschaftssprecher Sengöz: „Die Ermittlungen zur Aufklärung sämtlicher tatrelevanter Umstände dauern an, sodass ich derzeit weitere Einzelheiten nicht mitteilen kann. Ich weise ausdrücklich auf die geltende Unschuldsvermutung hin.“ 

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