Tagebau Garzweiler Umweltaktivisten stürmen Monster-Bagger, dann fließt viel Blut

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Die Aktivisten kletterten auf dem Monster-Bagger von Garzweiler II in eine Höhe von 50 Meter.

Köln/Jüchen – Erst schlugen die radikalen Umwelt-Aktivisten von „Extinction Rebellion“ am Samstag in Köln zu und blockierten den Hohenzollernring. Noch während die Kölner Polizei die 30 Demonstranten gegen 1.30 Uhr wegtrug und die Blockade auflöste, waren die Planungen für die nächste Aktion längst im Gange: Die Besetzung des Baggers im Tagebau von Garzweiler II in Jüchen.

Kölner Aktivisten wenig später mit Aktion im Tagebau

Wie gefährlich die Aktion ist, zeigen Live-Aufnahmen, die die Aktivisten ins Netz stellten. Sonntagfrüh stürmten zwölf junge Frauen und Männer der Klimabewegungen Extinction Rebellion, Fridays for Future und Ende Gelände den Tagebau Garzweiler II in NRW. Sechs von ihnen gelangten auf den Bagger, einige übergossen sich mit Kunstblut.

Kurz nach dem Sturm eilten Sicherheitsleute von RWE herbei. Neben verbalen Attacken gab es auch kleine Rangeleien.

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Polizisten und Sicherheitsleute von RWE bewachen die Aktivisten, die am Boden blieben.

Aktivisten begründen das Eindringen mit dem Klimaschutz

In einem Statement verteidigten die Gruppen das Eindringen auf das Gelände so: „Jeden Tag sterben tausende Menschen, weil Konzerne wie RWE Braunkohle verbrennen, was weltweite und langfristige Klimafolgen mit sich bringt”, sagt Lukas Schnermann, Sprecher der Gruppe.

„Warnzeichen einer unvorstellbaren Katastrophe”

„Schon jetzt sorgen die Folgen der Klimakrise dafür, dass Menschen im globalen Süden ums Leben kommen. Bald wird dies auch in Deutschland bittere Realität sein, wenn wir nicht gemeinsam unsere Stimmen erheben und uns entschlossen gegen die Verbrennung fossiler Energieträger stellen. Die Missernten und Wasserknappheit, die wir in Deutschland bereits vereinzelt erleben, sind nur die Warnzeichen einer unvorstellbaren Katastrophe.”

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Den mächtigen Kohelbagger in Tagebau Garzweiler II stürmten die Umwelt-Extremisten am frühen Sonntagmorgen.

Klima-Aktivisten kletterten bis auf 50 Meter Höhe

Drei der Aktivistinnen kletterten 50 Meter auf den Kohlebagger, drei weitere besetzten das Förderband des Baggers, wovon sich 2 anketteten und mit Kunstblut übergossen.

Die Aktion steht sinnbildlich für den Tod von Millionen von Menschen, der durch die klimatischen Folgen der Braunkohleverstromung verursacht wird.

Aktivisten führen Gespräche mit Polizei

Zudem formten die drei Aktivistinnen in luftiger Höhe mit gelb gefärbten Armen jeweils das Kreuz des Bündnisses “Alle Dörfer Bleiben” und zeigten damit Solidarität mit den gefährdeten Dörfern. Die Aktionsgruppe fordert, dass diese Dörfer erhalten bleiben und die Braunkohleförderung mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Den Kohlebagger wollen sie erst wieder verlassen, wenn ihre Forderungen erfüllt sind. Gespräche mit der Polizei dauerten bis zum Nachmittag an.

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