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100.000 Euro vom Kölner Erzbistum Kardinal Woelki bricht fassungslos seinen Urlaub ab

Kardinal Woelki während einer Messe im Kölner Dom.

Kardinal Woelki, hier an Weihnachten 2020, hat seinen Urlaub wegen Flut-Katastrophe in und um Köln vorzeitig beendet.

Die Flut-Katastrophe in Köln und der Umgebung hat den Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki fassungslos gemacht. Sein Urlaub ist abgebrochen, jetzt will er helfen.

Köln. Mit dem Glauben ist es nach Umweltkatastrophen wie der aktuellen Jahrhundert-Flut im Kölner Umland so eine Sache. Wo ist Gott, wenn er Tod, Leid und Zerstörung in dieser Form zulässt, fragen sich viele Menschen. Alleine 133 Todesfälle waren am Samstagnachmittag (17. Juli) bekannt, tausende verloren ihre Häuser oder mussten sie zumindest kurzzeitig zurücklassen. Für andere ist der Glaube in schweren Zeiten wie dieser ein Anker, der Hoffnung gibt. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki jedenfalls hat den Ernst der Lage erkannt und nun reagiert.

Köln: Erzbischof Woelki bricht Urlaub wegen Flut-Katastrophe ab

„Mein Urlaub ist abgebrochen, mein Platz ist jetzt hier im Bistum bei den Menschen“, sagt Woelki am Sonntag (18. Juli) in seinem „Wort des Bischofs” auf domradio.de. Wo das Telefon funktionierte, habe er mit vielen Pfarrern und Dechanten in den betroffenen Gebieten wie Erftstadt, Bad Münstereifel, Euskirchen, Wuppertal, Schleiden, Zülpich, Rheinbach, oder Solingen sprechen können.

Woelki: „Wir haben bereits mit Hochdruck geprüft, wo wir in den Bildungshäusern des Erzbistums Notunterkünfte bereitstellen können. Als Soforthilfe stehen 100.000 Euro für Bedürftige bereit.” Ein finanzielles Signal des Erzbistums, das man seine Gläubigen in dieser Zeit nicht alleine lassen möchte.

Rainer Maria Woelki: „In den letzten Tagen war die Zeit der Retter”

Woelki fand darüber hinaus lobende Worte für die vielen Helfer, die in Zeiten der Katastrophe für andere da sind. „In den letzten Tagen war die Zeit der Retter. Ich bin unendlich dankbar für die vielen tausend Einsatzkräfte und auch für die Hilfsbereitschaft untereinander.“ Nun sei die Zeit, sich gegenseitig beizustehen und füreinander da zu sein.

Gleichzeitig appellierte Woelki an die Menschen, in den schlimmen Stunden nicht den Glauben an Gott zu verlieren. „Es ist die Zeit, unsere Not vor Gott zu bringen.“ Auch in den am schlimmsten betroffenen Gebieten wolle man die heiligen Messen feiern. Zum Teil noch ohne Strom oder in einer Kirche, die noch gestern unter Wasser stand, wie Woelki erklärte. „Wir bitten Gott um sein Erbarmen, dass er uns und wir einander beistehen mögen in dieser schlimmen Stunde.”

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