Schock in Köln-Zollstock: Erneut hat es im Rosenzweigpark gebrannt.
Fassungslosigkeit in Kölner VeedelSchon zum zweiten Mal: „Komplett runtergebrannt“

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Am Neujahrsmorgen 2026 wurde die öffentliche Toilette im Rosenzweigpark in Köln-Zollstock abgefackelt.
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Ein paar verkohlte Bretter, etwas Schutt – mehr ist von der öffentlichen Toilette am Spielplatz im Rosenzweigpark in Zollstock nicht übrig. Abgefackelt! Mal wieder!
„Die Situation im Rosenzweigpark ist jetzt Punkt 1 der Prio-Themen“, macht sich Patrick Mittler, Vorsitzender des Bürgervereins, am Montag (5. Januar 2026) gegenüber EXPRESS.de Luft. „Wir hatten am Spielplatz auch eine Spielzeugkiste aufgestellt. Die wurde geklaut. Das ist kein Zustand mehr!“
Der Bürgerverein verurteile aufs Schärfste, dass die öffentliche Toilette jetzt zum zweiten Mal mutwillig in Brand gesetzt und zerstört wurde, so Mittler: „Diese wiederholten Taten richten sich nicht gegen eine anonyme Einrichtung, sondern gegen uns alle im Veedel.“
Die Toilette im Rosenzweigpark sei im September letzten Jahres schon mal abgefackelt worden. „Wir hatten zuvor unser großes Spielplatzfest und uns über die neu aufgestellte Toilette gefreut. Im Vorgebirgspark stehen zwei baugleiche, die werden super angenommen und auch gepflegt“, erzählt er. Kurz darauf sei die Toilette im Rosenzweigpark jedoch in Flammen aufgegangen. Patrick Mittler: „Komplett runtergebrannt.“ Wie jetzt auch wieder.
Kölner Park: Am Neujahrsmorgen brannte die Toilette erneut nieder
Am Neujahrsmorgen gegen 2 Uhr brannte die Toilette (ein großes Dixie-Klo mit Holzverkleidung) lichterloh. Stunden zuvor hatte ein Zeuge noch die Polizei alarmiert, weil er vermutete, dass jemand im Rosenzweigpark zündelt. Als Einsatzkräfte gegen 19 Uhr vor Ort waren, kokelte zu dem Zeitpunkt aber lediglich Papier in einem Mülleimer.
Die erneute Zerstörung der öffentlichen Toilette sorgt in Zollstock für Fassungslosigkeit und Empörung. „Eltern, Kinder, Behinderte, Ältere – alle sind Leidtragende, weil irgendwelche Idioten meinen, da herumzündeln zu müssen“, klagt Patrick Mittler an. Bezirksvertreter Torsten Ilg ist direkt selbst hin, weil er es nicht glauben konnte. „Ich musste es mit eigenen Augen sehen...“, sagt er geschockt. „Es hat ewig gedauert, bis die Toilette installiert wurde. Das ist ein Desaster.“

Copyright: Ilg
Torsten Ilg von der Bezirksvertretung Rodenkirchen machte sich ein Bild von der abgebrannten Toilette in Köln-Zollstock.
„Neben der akuten Gefährdung von Menschen entstehen jedes Mal erhebliche Kosten, die wir als Allgemeinheit tragen müssen. Geld, das in unserem Stadtteil an anderer Stelle dringender gebraucht wird“, fügt der Vorsitzende des Bürgervereins hinzu.
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Angesichts der wiederholten Vorfälle fordert Politiker Ilg den testweisen Einbau einer datenschutzkonformen Überwachungskamera im Außen- und Zugangsbereich der Toilette. „Eine solche Kamera ist vergleichsweise kostengünstig und deutlich günstiger als die immer wiederkehrenden Schäden durch Brandstiftung“, so Ilg.
Es gehe um Abschreckung und Schutz öffentlicher Infrastruktur – nicht um Überwachung der Nutzerinnen und Nutzer. „Wenn ein begrenzter Test hilft, Vandalismus zu reduzieren, sollte Köln diesen Schritt gehen – im Interesse der Sicherheit und des respektvollen Miteinanders“, betont er. Er möchte sich in der Bezirksvertretung für die Anschaffung der hierfür notwendigen Technik einsetzen.
Abschließend unterstützt er den Appell des Bürgervereins: „Der Rosenzweigpark gehört uns allen. Hinweise zu den Taten sollten gemeldet werden – Wegsehen hilft nicht.“ Der Park wurde nach Josef Rosenzweig, dem Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Bürgervereins Köln-Zollstock, benannt.

