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Energiekrise KVB-Entscheidung steht: In Kölner Bahnen wird es deutlich kälter

Bahn der KVB-Linie 13 fährt auf die Kamera zu. Im Vordergrund ist ein Mann zu sehen, der die Straße überquert.

Bei der KVB, hier die Linie 13 in Lindenthal im Jahr 2021, soll Energie gespart werden. Auch in den Bahnen wird es kälter.

Die Bahnen der KVB werden kälter. Die Entscheidung ist Teil eines Maßnahmen-Pakets wegen der Energiekrise.

Die Energiekrise macht – natürlich – auch vor Köln und der KVB nicht Halt. Deswegen haben die Kölner Verkehrs-Betriebe am Montag (19. Dezember 2022) einen Maßnahmen-Katalog vorgelegt, um Energie zu sparen.

Einer der wichtigsten Punkte: In den Bahnen der KVB wird es deutlich kälter. Die werden nämlich ab jetzt nur noch auf 16 statt auf 19 Grad geheizt. Ähnlich hatten es andere Unternehmen im Branchenverband VDV gemacht (z.B. die Rheinbahn in Düsseldorf).

KVB spart Energie: Bahnen nur noch auf 16 statt auf 19 Grad beheizt

„Dabei ist die Auswirkung für die Fahrgäste relativ gering“, heißt es in einem Statement der KVB. „Denn diese sind meist warm angezogen, halten sich nur für eine relativ kurze Zeit in Bus und Bahn auf und kommen in der Regel aus einem viel kälteren Außenbereich.“

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Die KVB spart nach eigenen Angaben alleine mit dieser Maßnahme 700.000 Kilowattstunden im Jahr. Das entspricht etwa dem Heizenergiebedarf von 47 Wohnhäusern mit jeweils vier Menschen.

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Wie die KVB erklärt, muss dafür unter anderem Software umprogrammiert werden. Insgesamt soll die Fahrzeug-Flotte ca. 2,6 Mio. Kilowattstunden sparen, etwa 25 Prozent ihres aktuellen Verbrauchs.

Darüber hinaus hat die KVB weitere Maßnahmen angekündigt:

  • In den Verwaltungsgebäuden und Werkstätten werden die Gemeinschaftsflächen und Räume, auf bzw. in denen sich nicht dauerhaft Personen aufhalten, im Winter 2022/23 nicht beheizt.
  • Empfindliche Technik, die nicht zu kalt werden darf, wird auf Frostschutz mit maximal fünf Grad Celsius gehalten.
  • Auch die Türen der Kundencenter werden geschlossen gehalten, um keine Wärmeenergie unnötig entweichen zu lassen.
  • Beleuchtete Werbeanlagen, die sich abseits von Haltestellen befinden, werden zwischen 22 Uhr und 6 Uhr abgestellt.
  • Das gilt nicht nur Werbeanlagen an den Haltestellen, da sie auch Lichtquelle dienen und dadurch mehr Sicherheit vermitteln sollen.
  • Zudem wurde der Strom an Kunstwerken in U-Bahn-Stationen, wie etwa ausgeleuchtete Mauerfragmente, abgestellt.
  • Auch der rein akustische Geisterzug in der U-Bahn-Station Heumarkt fährt derzeit nicht.
  • Zudem wird das Logo der KVB an der Fassade der Hauptverwaltung in Braunsfeld, an verschiedenen Kiosken und weiteren Gebäuden derzeit nicht mehr beleuchtet.

Insgesamt verbraucht die KVB nach eigenen Angaben etwa 160 Mio. Kilowattstunden pro Jahr. Davon entfallen etwa 86 Prozent auf den Betrieb der Bahnen. Das Volumen entspricht dem Haushaltsverbrauch einer Stadt mit ca. 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. (tw)

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