Ehrlich Brothers-Show in KölnWas manchen auffiel, aber besser nicht auffallen sollte

Andreas und Christian Ehrlich posieren in der Show-Pause vor ihrem goldenen Super-Flitzer in der Lanxess-Arena.

Andreas und Christian Ehrlich posieren in der Show-Pause vor ihrem goldenen Super-Flitzer in der Lanxess-Arena.

Köln – Wenn sich bei den Ehrlich Brothers der Vorhang hebt, kann die Show eigentlich nicht gigantisch genug sein. Es knallt, Funken sprühen und Flammen lodern. Alles das geschieht natürlich zur Ablenkung, um in diesen Momenten eine Hubschrauber-Attrappe oder einen goldenen Lamborghini auf die Bühne zu „zaubern“.

Ehrlich Brothers präsentierten in Köln ihre neue Show

Am Samstag feierte die neue Show der beiden Brüder Köln-Premiere. Das Tour-Motto „Dream and fly“ ist dabei wirklich Programm. Nicht nur die beiden Künstler fliegen durch die Lanxess-Arena, am Ende schwebt auch das Luxus-Auto und ein Motorrad.

Doch selbst die beste Magie gerät irgendwann an ihre Grenzen. Die Ehrlich Brothers touren seit Jahren fast ohne Pause. Da stellt sich bei den Fans eine gewisse Müdigkeit ein.

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Am Samstag schauten sich rund 9000 Besucher die Show in der Arena an, bei den beiden Auftritten am Sonntag blieben vorraussichtlich noch ein paar Plätze mehr frei. Mit einer Band, die Pausen überbrückt, und Gesangseinlagen der beiden Magier wird auch einfach zu dick aufgetragen.

Ehrlich Brothers: Tourtruck der Brüder war in Unfall auf der A2 verwickelt

Vielleicht braucht das neue Programm auch noch etwas Zeit, um alle mitzureißen. Am Unfall, in den einer der Tour-Trucks am Donnerstagabend auf der A2 verwickelt war, lag es wohl am wenigsten, dass noch nicht jede Illusion reibungslos funktionieren wollte.

Bei einigen Flug-Nummern waren ein paar Fäden Richtung Decke zu erkennen, zudem stand bei den Brüdern der Pullover an der Hüfte etwas unnatürlich ab. Auch der Hebemechanismus für das XXL-Bonbonglas war für einige Zuschauer sichtbar.

Ehrlich Brothers in Köln: Die kleineren Nummern sind oft die besten

Besser als die gigantischen Illusionen wirken sowieso die kleinen Nummern, bei denen das Duo mit dem Publikum agiert. Ob ein Kartentrick, bei dem sich der Stapel in der Hand einer Besucherin wirklich auf magische Art und Weise vergrößert, Eheringe von Fans sich ineinander verhaken oder der alte Klassiker mit dem 20-Euro-Schein, der erst zum Fünfer und dann zum Hunderter mutiert – die handwerkliche Präzision der beiden ist beeindruckend. Schon jetzt stehen weitere drei Köln-Termine des Duos fest.