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„Der reinste Horror“ Nach Corona-Gipfel: Kölner Arena vor nächster Verlegungs-Welle 

Publikum in der Lanxess-Arena am 13.11. 2021 bei "immer wieder kölsche Lieder"

„Immer wieder kölsche Lieder“ hieß es noch am 13. November in der Lanxess-Arena unter 2G-Bedingungen. Nun ist bei 5000 Zuschauern im Henkelmännchen vorerst Schluss.

Eine Entscheidung beim Corona-Gipfel in Berlin hat vor allem für die Lanxess-Arena aber auch zahlreiche weitere Hallen- und Theaterbetreiber schwerwiegende Folgen.

Er hatte es schon irgendwie befürchtet. Aber als dann die Nachricht vom Berliner Corona-Gipfel in der Lanxess-Arena bekannt wurde, ging der Puls bei Geschäftsführer Stefan Löcher doch recht steil nach oben.

Maximal dürfen nur noch 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen sind höchstens 5000 Besucher und im Freien höchstens 15.000 erlaubt, so der Beschluss von Merkel, Scholz und Co. Heißt für die Lanxess-Arena: Bis zu 75 Prozent weniger, denn Kölns Multifunktionstempel hat eine Kapazität von 20.000 Plätzen – und mit weniger als 5000 Zuschauern finden in Deutz nur wenige Events statt. 

Corona-Gipfel in Berlin: Beschränkungen trifft Lanxess-Arena Köln erneut hart

„Ich kann auf der einen Seite nachvollziehen, dass etwas gemacht werden musste“, beginnt der Arena-Boss im Gespräch mit EXPRESS.de. „Aber einfach bei 5000 pauschal eine Grenze zu ziehen, erklärt sich für mich nicht.“ Löcher ist vor allem deshalb enttäuscht, da es nach eigenen Worten bislang keinen einzigen der Lanxess-Arena zugeordneten Corona-Fall gegeben habe. 

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Stefan Löcher steht im Eingangsbereich der Lanxess-Arena

Stefan Löcher steht am 12. Januar 2021 im Eingangsbereich der der Lanxess-Arena. Nun muss er eine weitere Verlegungswelle meistern. 

Noch vor wenigen Wochen hatte der Arena-Chef im EXPRESS.de die Investitionen und Vorkehrungen in der Halle hervorgehoben, zur Sicherheit der Besucher: 100 Prozent Frischluft wird ins Oval geblasen, in einer halben Stunde ist die komplette Luft ausgetauscht  –  es hat die Entscheider in Berlin offenbar nicht überzeugen können.

„Es ist einfach nur tragisch, das Ganze fühlt sich wie eine Betriebsschließung an. Wir gehen jetzt in die 6. Verlegungswelle“, so Löcher.

Gegen 16 Uhr wurde dann schon die erste Verschiebung bekannt: Pietro Lombardi wäre am 4. Dezember in der Arena aufgetreten. Neuer Termin ist nun der 25. März 2022. Weitere Verlegungen werden folgen. Die 5000er Marke betrifft auch die Kölner Haie. Löcher: „Da müssen Fans wieder ausgeladen werden, es ist der reinste Horror.“

Neben der Arena betreffen die Kapazitätsbeschränkungen zahlreiche weitere Veranstalter. Auch im Kölner Musical Dome liefen nach Bekanntgabe am Donnerstagnachmittag die Drähte heiß.

Auf EXPRESS.de-Anfrage erklärte ein Sprecher, man wolle erst noch die Details abwarten, was konkret für NRW und Köln verordnet werde. „Erst dann können wir eine Aussage treffen, was dies für unsere Veranstaltungen im Musical Dome bedeutet,“ so Dietmar Maier von „BB Promotion“.

Musical-Chef Ralph Kokemöller hatte noch am Montag (29. November) bei der Programmvorstellung fürs blaue Zelt betont, er sei ein Optimist. Auch Stefan Löcher blickt trotz allem nach vorne: „Wir werden weiter hart arbeiten, und wir glauben an die Zukunft der Arena und des Live-Entertainments.“

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