„Cologne Bombs“ Kölner Sportler werden mit spektakulären Videos zu TikTok-Stars

Blob-Station der Cologne Bombs am Otto-Maigler-See in Hürth.

Etwa 2,4 Mio. Menschen verfolgen auf TikTok die Aktivitäten der „Cologne Bombs“. Das Foto zeigt ihre Blob-Station am Otto-Maigler-See in Hürth am 30. Mai 2021.

Köln. Sie nennen sich die „Cologne Bombs“ und sind ein Sportverein, der mittlerweile 2,4 Millionen Menschen auf TikTok begeistert. Wie der Account zu dieser enormen Reichweite gekommen ist und was hinter den Kulissen passiert, haben sie im EXPRESS-Gespräch verraten.

Aus einer schwindelerregenden Höhe ins kalte Wasser springen? Genau das machen die Mitglieder der „Cologne Bombs“. Der Verein bietet Turmspringen sowie High Diving (Turmspringen aus einer Höhe von 20 Metern und höher) und Blobbing an. EXPRESS hat mit zwei Vorstandsmitgliedern des Vereines, Felix Staudt und Tim Thesing, gesprochen und die beiden haben die Tätigkeiten einmal genauer beschrieben.

Wie sind die „Cologne Bombs“ eigentlich entstanden?

Der Verein wurde 2016 gegründet, den Namen „Cologne Bombs“ gibt es aber schon länger. 2011 haben sich mehrere Turmspringer aus dem Raum Köln getroffen und sich als die „Cologne Bombs“ benannt. Allerdings waren sie noch kein Verein, wie Tim, der seit Beginn dabei war, erzählt.

Später wurde den Sportlern die Chance geboten, ein Turmspring-Event in Bonn zu planen. Dort durften sie dann am Turm eine Show zeigen und die Zuschauer begeistern.

Die Turmspringer wollten mehr solcher Events planen und durchführen, weshalb sie sich entschlossen, aus den „Cologne Bombs“ einen Verein zu machen. Mittlerweile planen sie regelmäßig mehrere Touren von Events und haben knapp 100 Mitglieder deutschlandweit.

Das Training der Cologne Bombs: „Es ist ein großes Miteinander“

Das Training der „Cologne Bombs“ gestaltet sich unterschiedlich: „Dadurch, dass wir kein Verein mit festen Wasserzeiten sind, ist es jedem Mitglied selbst überlassen, wann, wo und wie er trainiert“. Das Ganze sei dem Umstand geschuldet, dass sich die Mitglieder über ganz Deutschland verteilen und nicht nur aus dem Kölner Raum kommen, beschreibt der Vorstandsvorsitzende Felix Staudt.

Das Training wird frei gestaltet: „Jeder springt das, was er gerne springen möchte und wir versuchen uns dabei dann zu unterstützen“. Felix bezeichnet das Training als ein „großes Miteinander“.

Um Mitglied des Vereines zu werden, muss man keine Vorkenntnisse haben. Es kann sich jeder anmelden, der möchte, man sollte einfach nur Spaß am Turmspringen mitbringen.

„Cologne Bombs“ in den Top 50 der größten TikToker

Aber wie kam es zum großen Erfolg auf TikTok? Ein großer Faktor: Das Thema Turmspringen ist auf Social Media, aus naheliegenden Gründen, nicht besonders präsent. Eine Marktlücke, wenn man will.

Also erstellte Tim den TikTok-Account und postete täglich drei bis vier Videos. Der Aufwand: gering, immerhin lagen viele Videos schon in einer Datenbank vor.

Innerhalb von vier Monaten erhielt der Account 10.000 Follower und von den vierten auf den fünften Monat stieg die Follower-Anzahl auf 100.000 Follower. Fortan kamen über einige Zeit jede Woche ca. 100.000 Follower dazu.

Mittlerweile erreichen und begeistern die „Cologne Bombs“ mit ihrem TikTok Kanal rund 2,4 Millionen Menschen und gehören aktuell zu den Top 50 der größten „TikToker“ in Deutschland.

Cologne Bombs: „Unser Ziel ist es, Leute zu begeistern“

Die „Cologne Bombs“ wollen mit ihren Videos jeden ansprechen, eine bestimmte Zielgruppe haben sie nicht. Tim beschreibt: „Wir wollen einfach nur zeigen, dass wir Spaß an der Sache haben, das Turmspringen und das, was wir als Verein verbreiten, der ganzen Welt zeigen zu können.“

Auch Felix erklärt, dass sie Menschen mit ihrem TikTok-Account animieren möchten, den Sport einfach mal auszuprobieren. „Unser Ziel ist es, Leute zu begeistern von dem, was wir tun und vielleicht auch ein bisschen dazu aufzurufen, ‚Hey, geht doch einfach mal raus und probiert es selbst mal‘.“

Neue Blob-Station am Otto-Maigler-See

Die „Cologne Bombs“ bieten neben ihren Showspring-Events nun auch eine Blob-Station (ein luftgefülltes Gummikissen, welches sich auf einer Wasseroberfläche befindet) am Otto-Maigler-See in Hürth an.

Beim „Blobbing“ sitz der „Blobber“ auf der einen Seite des Gummikissens und die „Jumper“ springen von einem Sprungturm auf die andere Seite, wodurch der „Blobber“ in die Luft katapultiert wird.

Die Blob-Station ist für jeden Badegast ab 16 Jahren zugänglich. Vor der Nutzung muss ein Zeitfenster von einer halben Stunde auf der Website des Otto-Maigler-Sees gebucht werden. Durch die vorherige Buchung kann zudem das Hygienekonzept eingehalten werden und erleichtert die Nachverfolgung im Falle einer Corona-Ansteckung.

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