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Vor Show in der Lanxess-ArenaPferdetrainer wehren sich gegen heftigen Vorwurf

Aktualisiert

Die neue Cavalluna-Show „Tor zur Anderswelt“ macht im Mai Station in der Lanxess-Arena. Bei der Präsentation ging es auch um die schweren Vorwürfe der Tierrechtsorganisation PETA.

Grandiose Showeffekte, mitreißende Choreografien, eine spannende Geschichte und vor allem 56 wunderschöne Pferde. Das ist die Erfolgsmischung von Cavalluna. Die Pferdeshow, früher bekannt unter dem Namen Apassionata, fasziniert Jahr für Jahr das Publikum.

„Tor zur Anderswelt“ heißt in diesem Jahr das Programm, das das Publikum in geheimnisvolle Welten eintauchen lässt. Am 2. Mai (14 und 19 Uhr) sowie am 3. Mai 2026 (13 Uhr) wird in der Lanxess-Arena das Familienprogramm aufgeführt.

Cavalluna am 2. und 3. Mai 2026 in der Kölner Lanxess-Arena

Erzählt wird die Geschichte der jungen Zauberin Meerin, die aus ihrem Heimatdorf als Hexe verbannt wird und sich auf eine abenteuerliche Reise durch die Anderswelt begibt. Dort gerät sie in die Fänge eines heimtückischen Hexenmeisters, der den düsteren Plan verfolgt, Meerin für seine Zwecke zu missbrauchen.

Die junge Zauberin muss nicht nur gegen die dunklen Mächte, sondern vor allem auch gegen ihre inneren Schatten kämpfen. Dabei beginnen die Grenzen zwischen den Welten, zwischen Gut und Böse, zwischen Misstrauen und Hoffnung zu verschwimmen. Erzählt wird die Geschichte nicht nur von einem zehnköpfigen Tanzensemble.

Über 100 Mitwirkende bringen die Show in die Arena. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Pferde, die aus ganz Europa stammen. Süße Miniponys von der Insel Ischia, eine spektakuläre Ungarische Post, waghalsiges Trickreiten und Freiheitsdressuren runden das Programm ab. Bekannte Publikumslieblinge wie Bartolo Messina und Ausnahmetalent Rudj Bellini sind Teil der Show.

Das Cavalluna-Team mit Pferden vor der Lanxess-Arena.

Copyright: Daniela Decker

Das Cavalluna-Team hatte den Lusitano Camillo und das Mini-Shetlandpony Arno aus der neuen Show „Tor zur Anderswelt“ mitgebracht.

Als die Pferdetrainer Kenzie Dysli und Laury Tisseur am Mittwoch (18. März 2026) das Cavalluna-Programm in der Lanxess-Arena präsentierten, ging es auch wieder um die oft geäußerten Vorwürfe seitens der Tierrechtsorganisation PETA, die Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin eingereicht hatte. Augenzeugen hätten von verängstigten Pferden, die deutliche Stress- und Schmerzreaktionen zeigten, berichtet.

Die Tiere müssten riskante Kunststücke mit Feuer und grellen Lichteffekten vorführen. „Die Pferde leiden weiter vor den Augen des vermeintlich tierlieben Publikums. An den grundlegenden Bedingungen hat sich nichts geändert. Es handelt sich um ein strukturelles Problem der Showproduktion“, sagt PETA-Fachreferentin Dr. Yvonne Würz.

Szene aus der Cavalluna-Show.

Copyright: Cavalluna

Die Ungarische Post gehört zum Cavalluna-Ensemble.

Cavalluna-Referentin Jessica Block widersprach der Darstellung energisch. „Bei den Shows gelten höchste Standards in Bezug auf das Tierwohl, basierend auf dem deutschen Tierschutzgesetz, strengen Richtlinien, regelmäßigen Kontrollen von Amtsveterinären und der Beschäftigung von geschultem Personal. Unser Ziel ist es, die Pferde unbeschwert und zufrieden in der Show zu präsentieren. Das ist nur möglich, wenn sie sich wohlfühlen und weder leiden noch Angst oder Stress empfinden.“

Die Tiere sind zwischen den Shows im Cavalluna-Stall nahe Krefeld untergebracht. Von Oktober bis Juni ist dort ihr Zuhause, in das sie nach den Shows zurückreisen. „Dort ist mehr als ausreichend Platz und die Pferde erleben regelrecht Wellness“, sagte Block. „Die Reiterinnen und Reiter wohnen teilweise mit auf der Anlage und kümmern sich selbst um die Pferde, füttern sie und misten den Stall aus. Das Pferdewohl steht für uns an oberster Stelle.“

Szene aus der Show Cavalluna.

Copyright: Cavalluna

Auch spektakuläre Trickreiterei gehört zum Show-Programm.

Die Show-Pferde seien zudem über mehrere Jahre behutsam trainiert und Schritt für Schritt an die besondere Atmosphäre einer Live-Show gewöhnt worden. „Die Musik ist auf der Bühne nur in Zimmerlautstärke zu hören. Möglich wird dies durch spezielle, nach außen gebogene Lautsprecher, die den Klang hauptsächlich in Richtung Publikum lenken. So ist der Sound im Zuschauerraum deutlich lauter als auf der Bühne selbst. Dort würde man eine Münze fallen hören“, sagt die Cavalluna-Sprecherin.

Lanxess-Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher konnte dem nur zustimmen. „Das Tierwohl steht wirklich im Vordergrund. Ich sehe backstage, wie gut es den Pferden geht. Diese beeindruckende Show wäre nicht möglich, wenn die Tiere leiden würden, Angst hätten oder gestresst wären.“

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