Razzia der Polizei Kölner Millionen-Betrüger (48) auf Mallorca geschnappt

Gesamtansicht der Playa de Palma am Strand von Arenal auf Mallorca.+

Auf Mallorca ist am 16. November 2022 ein Tatverdächtiger (48) aus Köln festgenommen worden. Er wurde wegen Betruges im Zusammenhang mit Corona-Hilfen gesucht. Das undatierte Symbolfoto zeigt den Strand von Arenal.

Acht Monate nach einer Großrazzia der Polizei Köln hat es eine weitere Festnahme gegeben. Diesmal allerdings unter spanischer Sonne. 

Nach einer Großrazzia der Kölner Polizei wegen gewerbsmäßigem Subventionsbetrugs im Frühjahr ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Auf Mallorca! Der 48-jährige Kölner soll mehr als eine Million Euro sogenannter Corona-Hilfen ergaunert haben.

Das haben Kölner Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch (30. November 2022) bekanntgegeben. 

Köln: Tatverdächtiger flüchtete kurz vor Razzia-Beginn

Bei der großangelegten Durchsuchungs- und Festnahmeaktion am 5. April 2022 soll der Tatverdächtige kurz vor Eintreffen der Einsatzkräfte die Flitze gemacht haben. Er setzte sich dann offenbar auf die spanische Urlaubsinsel ab. 

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Der 48-Jährige, der mit einem europäischen Haftbefehl gesucht worden war, konnte bereits am Mittwoch (16. November) auf Mallorca festgenommen werden. Am Dienstag (29. November) wurde der Beschuldigte von der Polizei Köln nach Deutschland überführt und soll jetzt einem Haftrichter vorgeführt werden. 

Großrazzia der Polizei Köln: Auch Kanzleien durchsucht

Bei der Großrazzia waren insgesamt zehn Wohn- und Geschäftsräume in Köln, Bergisch Gladbach und Bonn durchsucht worden. Ebenso vier Kanzleien von Steuerberaterin in Köln und Bergisch Gladbach.

Es ging um den Verdacht des gewerbsmäßigen Subventionsbetruges im Zusammenhang mit „Corona-Hilfen“ sowie Betruges im Zusammenhang mit der „Starkregen-Soforthilfe“. 

Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen sieben Beschuldigte (20 bis 87), die alle miteinander verwandt sind. Sie sollen knapp eine Million Euro an Hilfen beantragt haben, ausgezahlt wurden 362.000 Euro. In einem zweiten Ermittlungsverfahren sollen vier Beschuldigte (42 bis 64) Fördergelder in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro beantragt haben, ausgezahlt wurden rund 1,3 Millionen. 

Ein Mann (53) und eine Frau (58) wurden bereits damals festgenommen. Gegen die 58-Jährige hat die Kölner Staatsanwaltschaft mittlerweile Anklage wegen Subventionsbetruges und weiteren Straftaten mit einer mutmaßlichen Schadenshöhe von mehr als 600.000 Euro erhoben. (iri)

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