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„Das kann es aus meiner Sicht nicht sein“Nachricht trifft jetzt viele Kölner hart

Das Agrippabad ist derzeit noch geschlossen. Das Gebäude steht sowohl innen als auch außen teilweise unter Denkmalschutz. (Archivbild)

Copyright: Alexander Schwaiger

Das Agrippabad ist derzeit noch geschlossen. Das Gebäude steht sowohl innen als auch außen teilweise unter Denkmalschutz. 

Abriss-Gefahr beim Agrippabad! Das trifft viele Kölnerinnen und Kölne rhart. Sie sind frustriert über volle Bäder und hohe Preise.

Schock-Nachricht für alle Kölner Wasserratten: Das beliebte Agrippabad im Herzen der Stadt könnte abgerissen werden. Die Bauschäden, speziell am Dach und der Fassade, sind derart massiv, dass man sogar über einen kompletten Neubau nachdenkt.

Damit würde eine zentrale Anlaufstelle wegbrechen – und das in einer Phase, in der das Angebot an Schwimmgelegenheiten in ganz Deutschland ohnehin immer knapper wird, wie Verbände kritisieren. Ein genauer Fahrplan für die Zukunft des Bades wird vielleicht im Juni präsentiert. Fest steht aber bereits: Der ursprüngliche Plan ist Geschichte. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat sich bei den Menschen in Köln umgehört, was diese Situation für sie bedeutet.

Benedikt Walter

„Ich gehe eigentlich gern ein- bis zweimal die Woche schwimmen, wenn ich es schaffe. Mal mehr, mal weniger, aber zweimal pro Woche ist schon mein Ziel.“

Die Schließung trifft die Kölnerinnen und Kölner hart. Benedikt Walter spürt die Auswirkungen deutlich. „Dass das Agrippabad geschlossen ist, merke ich, offen gesagt, sehr.“ Seine Ausweichmöglichkeit, der Lentpark, ist seit Jahresbeginn hoffnungslos überlaufen. Er klagt: „Teilweise kann man zwischen 8 und 16 Uhr gar nicht mehr schwimmen, manchmal auch noch länger nicht: Dann ist es einfach so voll.“

Zwar besteht die Option zum Frühschwimmen von 6.30 bis 8 Uhr, doch das passt nicht immer in seinen Zeitplan. Seine Notlösung? „Ich habe das Glück, dass ich über einen Kumpel eine Plus-eins-Mitgliedschaft bei einem Fitnesspass nutzen kann. Deshalb weiche ich oft auf Fitnessstudios mit Pool aus.“

Baschales und Lina Stavridis

„Wir wohnen in Ossendorf. Das Bad ist ziemlich klein, aber für uns passt es gut.“ Im Sommer sei es dort aber oft brechend voll. „Im Winter finde ich es dann schade, wie wenig Leute dann überhaupt da sind.“

Ihre Tochter ist im Schwimmverein und zieht einmal wöchentlich ihre Bahnen. Auch wenn es mal voll ist, ist für die Familie ein anderer Punkt entscheidend: „Das wichtigste Kriterium ist für uns die Sauberkeit.“

Marie Colquhoun

„Wir gehen einmal in der Woche schwimmen.“ Marie Colquhoun wohnt direkt am Lentpark und ihre Tochter erhält Schwimmunterricht. Doch die Hürden sind hoch: „Man bekommt kaum noch Schwimmkurse und über private Anbieter sind sie unfassbar teuer.“

Mit ihrem Baby kann sie den Lentpark gar nicht besuchen. Der Grund: „Es ist dort unfassbar kalt, seit sie die Temperaturen heruntergefahren haben. Es ist in den Räumen so kalt, dass man es richtig merkt, wenn man aus dem Wasser kommt.“

Hans-Jürgen Moritz

Der frühere DLRG-Rettungsschwimmer blickt mit großer Besorgnis auf die Entwicklung. „Ich stelle fest, dass sich die Bäderlandschaft stark verringert hat.“ Die Kommunen würden zu wenig investieren, vermutlich weil die Kassen leer sind.

Er pocht darauf, die Bäder zu erhalten, insbesondere für den Schwimmunterricht in den Schulen. „Beim Schulschwimmen ist das gerade in Rheinnähe entscheidend.“ Mit Blick auf Köln und Düsseldorf sei dies eine große Gefahrenzone für Menschen mit wenig Schwimmerfahrung. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Schwimmunterricht forciert wird und die Bäder erhalten bleiben.“

Dass mancherorts Schwimmstunden in Containern stattfinden, die an Schulen geliefert werden, ist für ihn ein Unding. „Das kann es aus meiner Sicht nicht sein.“

Er sieht auch die Eltern in der Verantwortung, ihre Kinder ans Wasser zu gewöhnen. Doch die grundlegende Infrastruktur müsse von Land und Städten kommen. Sein Fazit ist unmissverständlich: „Denn jeder Wassertote ist einer zu viel.“

Bastian Gierling

„Es gibt auf jeden Fall einen großen Bedarf, insbesondere bei Lehr- und Schwimmschulbädern.“ Bastian Gierling beklagt einen „riesigen Sanierungsstau“. Der Unterhalt alter Bäder verschlinge Unsummen. Viele seien bereits wegen der hohen Belastungen geschlossen worden.

„Schwimmbäder haben nicht nur eine Freizeitfunktion, sondern vor allem eine Lernfunktion.“ Er selbst habe seinen Kindern das Schwimmen noch vor der Einschulung beigebracht. „Das ist wichtig, auch mit Blick auf Sicherheit.“

Jil Wessoly und Denis Stecker

Das Paar würde gern öfter ins Wasser, doch die Bäder sind zu voll. „Ab und zu gehen wir auch in die Therme, aber das ist inzwischen richtig teuer.“ Auch die Eintrittspreise für Hallenbäder seien gestiegen, während gleichzeitig gespart werde. Das habe man bei den hohen Gaspreisen gemerkt.

Frühschwimmen ist für die beiden keine echte Alternative. „Am Ende gehen wir selten: vielleicht alle vier, fünf Monate.“ Im Sommer etwas häufiger.

Ohne eigenes Fahrzeug sei es in der Stadt zusätzlich kompliziert. „Eigentlich bräuchte man ein Bad direkt in der Nähe.“

Der Partner von Jil Wessoly stammt von der Nordseeküste, wo es durch Tourismus und Kurorte ein viel größeres Angebot gebe. „Wenn wir bei seinen Eltern sind, gehen wir ständig schwimmen, jeden zweiten Tag. Da gibt es auch Naturbecken, das ist oft günstiger.“

Sonja N.

„Ich komme aus Longerich. Früher hatten wir das Friedrich-Karl-Bad, das ist zugunsten der Grundschule abgerissen worden, aber einen adäquaten Ersatz gibt es nicht.“ Das Bad in Chorweiler sei mittlerweile „so abgeranzt, da mag ich nicht mehr hineingehen.“

Sie würde gerne öfter schwimmen, tut es aber nicht. Besonders bitter für sie: „Super schade finde ich, dass es im Sommer so wenig Freibäder gibt.“ Für das nächstgelegene müsse sie bis nach Dormagen fahren. „Freibäder fehlen in der Bäderlandschaft.“

Zudem leide das Schulschwimmen massiv unter der Situation. „Ich war als Kind zum Schulschwimmen im Agrippabad.“ Bei ihren Kindern sei der Unterricht oft ausgefallen. „Da würde ich mir mehr Bäder wünschen, vor allem auch für kleines Geld.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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