„Zwölfjährigen Jungen getötet“Fiese Masche: Verbrechen in Köln gerade noch verhindert

Eine 94-jährige Seniorin wäre fast auf einen Schockanruf hereingefallen (Symbolfoto).

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Eine 94-jährige Seniorin wäre fast auf einen Schockanruf hereingefallen (Symbolfoto).

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Ein angeblicher Polizist behauptet am Telefon gegenüber einer Seniorin, deren Bekannter habe einen Jungen totgefahren. In letzter Sekunde konnte ein Verbrechen verhindert werden.

Es ist das schlimmste Ausnutzen von Gefühlen und Überforderung! Eine 94 Jahre alte Frau wurde in letzter Sekunde davor bewahrt, Opfer eines fiesen Betrugs-Masche zu werden. 

Gegen 12 Uhr hatte sich am Freitag (11. September) ein angeblicher Polizist bei der Frau aus Köln-Lindweiler gemeldet. Der Mann behauptete am Telefon, ein naher Bekannter der Seniorin habe bei einem Verkehrsunfall einen zwölf Jahre alten Jungen getötet, sei auf der Flucht verletzt worden und sitze nun fest. Damit er wieder freikomme, müsse die 94-Jährige noch am selben Tag 70.000 Euro und ihren Schmuck als Kaution herausgeben.

Kölner Polizei nimmt Verdächtigen (34) vorläufig fest

Dann reichte der Anrufer das Telefon an einen Mann weiter, der sich als Staatsanwalt ausgab. Dieser kündigte an, eine Kollegin oder ein Kollege werde Geld und Schmuck gleich abholen. Völlig überrumpelt und unter Schock legte die Seniorin tatsächlich Bargeld und Schmuck bereit.

Was die Betrüger nicht einkalkuliert hatten: Vor der Übergabe rief die 94-Jährige ihre 75 Jahre alte Schwester an. Die reagierte sofort und alarmierte die Polizei. Vor dem Wohnhaus der Frau fiel Streifenbeamten wenig später ein Mann auf, der telefonierte. Die Polizisten nahmen ihn vorläufig fest.

Der mutmaßliche Abholer ist 34 Jahre alt, hatte zwei Handys dabei und keinen festen Wohnsitz in Deutschland. In der Vernehmung schwieg er zu den Vorwürfen. Weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ, kam er nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder frei.

Die Kripo Köln registriert nach eigenen Angaben derzeit zahlreiche solcher Schockanrufe und warnt eindringlich: Wer einen solchen Anruf erhält, soll sofort auflegen und den Bekannten, der sich angeblich in Schwierigkeiten befindet, über eine bekannte Telefonnummer anrufen. 

Außerdem stellt die Kripo klar: Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte fordern niemals telefonisch zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen auf. Im Zweifelsfall gilt: sofort die 110 wählen. (mt)

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