Die Fußball-WM geht in die heiße Phase. Deutschland ist schon raus, jetzt kämpfen nur noch die besten Mannschaften um den Titel. Zeit für einen Blick auf eine ziemlich schräge Frage: Welche Fußballnation hat eigentlich die besten Liebhaber?
Wer ist Weltmeister im Bett?Diese Rangliste überrascht

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Wer ist eigentlich der Weltmeister der Liebhaber? Beim Fußball lassen sich die Tore und Fouls zählen - in der Liebe auch? Ein Erotikportal kennt die Antworten.

Jetzt wird es ernst. Keine Vorrunden-Ausreden mehr, keine kleinen Rechenspiele, kein „wenn die anderen unentschieden spielen, dann reicht uns vielleicht ein Punkt“. Jetzt stehen nur noch Mannschaften auf dem Platz, die wirklich etwas wollen. Und genau in dieser Phase stolpere ich über eine andere Weltmeisterschaft.Nicht auf dem Rasen. Sondern im Bett.
Das Erotikportal Erobella hat eine „World Cup of Lovers“-Auswertung veröffentlicht. Also quasi: Welche Fußballnation bringt angeblich die besten Liebhaber hervor? Ich könnte jetzt so tun, als hätte ich das selbstverständlich ignoriert. Habe ich nicht. Natürlich habe ich geguckt. Ich bin Journalistin. Und neugierig. Eine gefährliche Kombination.
Mit dieser Frage bin ich zu Franco gegangen, dem italienischen Barbesitzer meines Vertrauens.Franco lachte nur. „Louisa“, sagte er, „wenn Männer anfangen, sich selbst zu bewerten, kommt selten etwas Objektives dabei heraus.“ Da hatte er mich.
Denn genau das ist ja das Schöne und gleichzeitig Absurde an solchen Rankings: Sie tun so, als ließe sich Leidenschaft vermessen wie Ballbesitz. Als könnte man Erotik in Tabellen pressen, Nähe in Punkte umrechnen und einen guten Kuss irgendwo zwischen Torschussquote und Zweikampfverhalten einordnen. Zoe, 19, meine Gen-Z-Expertin, war noch gnadenloser.„Ich will keinen Weltmeister im Bett“, sagte sie. „Ich will jemanden, der danach nicht direkt sein Handy nimmt.“
Autsch. Aber auch: fair. Vielleicht ist das überhaupt der modernere Maßstab. Nicht: Wer ist angeblich besonders feurig? Sondern: Wer bleibt aufmerksam, wenn kein Publikum mehr zuschaut? Denn im Fußball ist klar, was zählt. Tore. Siege. Titel. Im Bett ist das zum Glück komplizierter. Da gewinnt nicht automatisch der Lauteste. Nicht der Selbstbewussteste. Und schon gar nicht der, der sich selbst für Brasilien 1970 hält.
Vielleicht ist ein guter Liebhaber eher jemand, der nicht spielt, als wäre er allein auf dem Platz.Jemand, der merkt, wann Tempo gut ist und wann eine Pause.Jemand, der nicht ständig abschließen will, sondern auch mal abgibt.Jemand, der nicht beleidigt ist, wenn der eigene Trick nicht funktioniert.
Franco nickte, als ich ihm das sagte. „Also Teamplayer“, meinte er.Genau. Vielleicht ist das die einzige Fußballweisheit, die im Schlafzimmer wirklich zählt.Deutschland ist bei dieser WM raus. Schade, klar. Aber im echten Leben geht es sowieso nicht darum, Weltmeister zu werden. Es geht darum, dass sich zwei Menschen nach dem Abpfiff noch anschauen können und denken: Das war kein Spiel. Das war echt.

