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Gen Z datet bewusster!Krisen in der Welt, Klarheit im Herzen

Copyright: Louisa Noack / image generator pro

Auch wenn draußen die Krise die nächste jagt - Gen Z Date bewusst mit dem Ziel, anzukommen.

Hier wird’s heiß: Die Welt fühlt sich gerade für viele Menschen an wie eine Dauerbaustelle. Kriege, politische Spannungen, steigende Preise, Unsicherheit auf allen Kanälen. Man könnte meinen, dass sich dieses Chaos auch beim Dating bemerkbar macht. Tut es auch. Aber anders, als viele erwarten würden.

Früher ging es beim Dating oft um Schmetterlinge, Bauchgefühl und die berühmte Frage: „Funkt es oder funkt es nicht?“ Heute scheint eine andere Frage wichtiger zu werden: Passt dieser Mensch wirklich zu meinem Leben?

Der neue LGBTQIA+ D.A.T.E. Report der Dating-App Hinge zeigt einen überraschenden Trend. Ausgerechnet Unsicherheit sorgt bei vielen Menschen für mehr Klarheit. Drei Viertel der befragten LGBTQIA+-Datenden weltweit sagen, dass gesellschaftliche Unsicherheit ihnen hilft zu verstehen, was sie von einer Beziehung erwarten.

Hauptsache, die Werte stimmen

Wer schon einmal stundenlang mit jemandem geschrieben hat, nur um später festzustellen, dass man bei den wirklich wichtigen Dingen völlig unterschiedlich denkt, kennt das Problem. Offenbar möchten viele Singles solche Überraschungen heute früher vermeiden.

Laut Studie wollen 91 Prozent der Befragten zunächst die Werte ihres Gegenübers kennenlernen, bevor sie über eine gemeinsame Zukunft sprechen. Die Frage lautet also immer seltener: „Wo sehen wir uns in fünf Jahren?“ Sondern eher: „Wie denkst du über das Leben?“

Dating mit angezogener Handbremse?

Auch beim Tempo verändert sich etwas. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, Dating heute bewusst langsamer anzugehen, um emotionale Sicherheit aufzubauen.

Das bedeutet nicht zwangsläufig weniger Interesse. Es bedeutet vielmehr, dass viele Menschen genauer hinschauen, bevor sie ihr Herz investieren.

Weniger Drama, mehr Verlässlichkeit

Besonders spannend: In Deutschland empfinden 70 Prozent der LGBTQIA+-Datenden ein hohes Maß an gesellschaftlicher Unsicherheit. Bei heterosexuellen Datenden sind es 43 Prozent.

Die Zahlen legen nahe, dass Themen wie Verlässlichkeit, Vertrauen und gemeinsame Werte für viele Menschen wichtiger werden. Nicht, weil Romantik aus der Mode gekommen wäre. Sondern vielleicht gerade deshalb, weil die Welt außerhalb der Beziehung oft unberechenbar genug ist.

Was die Studie zeigt

Während viele über Dating-Apps, Ghosting oder Situationships diskutieren, scheint sich im Hintergrund ein anderer Trend zu entwickeln: Menschen nehmen sich mehr Zeit, stellen mehr Fragen und achten stärker darauf, wer wirklich zu ihnen passt.

Vielleicht ist das die überraschendste Liebesgeschichte des Jahres. Je unsicherer die Welt wird, desto klarer wird für viele Menschen, wonach sie suchen.

Fakten auf einen Blick

70 Prozent der LGBTQIA+-Datenden in Deutschland empfinden ein hohes Maß an Unsicherheit

Bei heterosexuellen Datenden sind es 43 Prozent

74 Prozent sagen, Unsicherheit helfe ihnen zu verstehen, was sie von einer Beziehung erwarten

52 Prozent daten bewusst langsamer, um emotionale Sicherheit aufzubauen

91 Prozent möchten die Werte ihres Gegenübers kennenlernen, bevor sie über eine gemeinsame Zukunft sprechen

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