Auf einem Spielplatz in Ehrenfeld stehen lediglich zwei Spielgeräte. Und die sind zum Teil uralt. Familienvater Tolga Özgül will das ändern.
Trauriger Anblick in KölnVater (42): „Kenne ich seit meiner Jugend“

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Der Spielplatz Lindenbornpark (bei der Stadt als Spielplatz Fröbelstraße geführt) ist groß, hat aber nur zwei alte Spielgeräte.

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Kölns Spielplätze bieten nicht selten einen traurigen Anblick. Zuletzt berichtete EXPRESS.de über ein trostloses Exemplar am Ursulaplatz. Jetzt bringt Tolga Özgül aus Ehrenfeld einen weiteren Kandidaten im Kampf um den Ruf des schlechtesten Spielplatzes ins Rennen.
Der 42-jährige Vater kämpft für den Spielplatz Lindenbornpark. „Hier sind kaum Spielgeräte, obwohl rundherum sehr viele Familien und Kinder wohnen. Warum passiert hier nichts?“, beklagt er.
Kölner Vater: „Das Klettergerüst kenne ich seit meiner Jugend“
Früher habe es dort mindestens zehn Spielgeräte gegeben, die nach und nach entfernt worden seien. Aktuell gebe es nur eine Seilkletterpyramide und eine Nestschaukel. „Das Klettergerüst ist uralt, das kenne ich seit meiner Jugend. Es hat schon Risse, deshalb habe ich auch die Stadt angeschrieben“, erzählt Tolga Özgül.
Nachdem er und andere Eltern vor circa zwei Jahren erfahren hatten, dass ihr Spielplatz wohl nicht auf der Prioritätenliste der Stadt steht, riefen sie die Elterninitiative „Spielplatzoffensive Ehrenfeld“ ins Leben. „Wir hatten überlegt, wie wir auf unser Problem aufmerksam machen können“, erklärt der Familienvater.
Der 42-Jährige, der ehrenamtlich in Projekten für Kinder und Obdachlose aktiv ist, fügt hinzu: „Wir erwarten nicht viel, wir wollen nur, dass sich was ändert. Wir hatten zunächst auch überlegt, ein Fest zu veranstalten und durch Kuchenverkauf Geld zu sammeln. Aber das wäre die traurigste Lösung.“
Die Elterninitiative fordert nun, dass die große Fläche sinnvoll genutzt, zusätzliche Spielgeräte angeschafft und aus dem Lindenborn-Spielplatz endlich ein attraktiver Ort für die Kinder gemacht wird.
Spielplatz in Köln-Ehrenfeld: Das sagen Stadt und Bezirksbürgermeister
Eine Anfrage von EXPRESS.de bei der Stadt ergab, dass der „Spielplatz Lindenbornpark“, wie er im Veedel bekannt ist, dort unter „Spielplatz Fröbelstraße“ geführt wird. Und es gibt etwas Hoffnung.
„Aktuell werden auf dem Spielplatz aufgrund der in die Jahre gekommenen Spielgeräte zur Gewährleistung der Verkehrssicherung Ersatzbeschaffungen geplant“, erklärt Eva Fiedler vom städtischen Presseamt. Auch Bezirksbürgermeister Volker Spelthann bestätigt, dass der „Spielplatz Fröbelstraße“ sehr wohl im Rahmen der sogenannten Spielraumplanung 2025 priorisiert wurde. „Er wird deshalb gerade auch aktiv von der Verwaltung überarbeitet und die Anschaffung neuer/zusätzlicher Geräte geprüft“, so Spelthann.

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Tolga Özgül (hier mit Kölns Oberbürgermeister Burmester) setzt sich dafür ein, dass der Spielplatz in Ehrenfeld endlich besser für Kinder gestaltet wird.
Laut der Spielraumplanung sollte die Ersatzbeschaffung allerdings bereits im Jahr 2022 umgesetzt werden. Eine Neugestaltung des Ehrenfelder Spielplatzes ist sogar erst ab 2029 in Planung.
Volker Spelthann sieht die Spielplatzentwicklung in Ehrenfeld jedoch auf einem guten Weg. Zuletzt sei zum Beispiel der Helmholtzplatz neu gestaltet und die Platenstraße nun über die Sommerferien unter anderem mit einer Spielscheune neu bestückt worden, erzählt er. Der Bau des Wasserspielplatzes im Takufeld starte im Herbst und die Neugestaltung des Leo-Amann-Parks sowie der Gutenbergstraße seien in Planung.
Spelthann: „Und das alles, obwohl die Stelle einer Spielraumkoordination für meinen Bezirk aus haushalterischen Gründen seit mindestens anderthalb Jahren unbesetzt ist und aus den anderen Bezirken vertreten wird. Hoffen wir, dass alle Projekte die Haushaltsberatungen überstehen, dann sind wir im nächsten Jahr einen sehr großen Schritt weiter, auch in der Fröbelstraße.“
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