„Die 80er live“ lockte wieder Tausende in die Gelsenkirchener Veltins-Arena. Viele Stars des Jahrzehnts spielten ihre größten Hits. Im kommenden Jahr zieht das Festival ins Kölner Stadion.
Legenden-Treffen auf Schalke80er-Party: Baby-Alarm beim Auftritt – Nena mit Handicap

Wenn ein ganzes Fußballstadion 40 Jahre alte Hits schmettert, beim Outfit absichtlich ein wenig in die Gruselkiste greift und sich am Ende alle glückselig in den Armen liegen, dann ist die größte 80er-Party des Landes angesagt.
In der Veltins-Arena auf Schalke fand am Samstag (25. Juli 2026) zum dritten Mal das Mega-Festival „Die 80er live“ statt. Acht Acts sorgten für einen Tag voller Nostalgie, großartiger Live-Musik und toller Stimmung.
„Die 80er live“: 35.000 Fans feiern Musik aus dem Kult-Jahrzehnt
35.000 Fans waren beim Legenden-Treffen dabei. Alle Künstler, die beim achtstündigen Programm dabei waren, blicken bereits auf eine bewegte Karriere zurück. Italo-Disco-Größe Fancy („Flames of Love“) feierte jüngst seinen 80. Geburtstag und gab den Eisbrecher im Stadion.
Nach ihm war mit Midge Ure nicht nur der Sänger von Ultravox an der Reihe. Der Schotte hat mit Bob Geldof das Hilfsprojekt Band Aid und die Benefizkonzerte Live Aid und Live 8 organisiert. Der 72-Jährige wirkte stimmlich etwas angeschlagen, seine Hits wie „Vienna“ begeisterten das Publikum dennoch.
Nach F.R. David („Words“) kam es mit Starship zum ersten Live-Höhepunkt. Frontmann Mickey Thomas sang die Mega-Erfolge „We Built This City“, „Sara“ und „Nothing’s Gonna Stop Us Now“ voller Leidenschaft. „Es tut gut, in Europa zu sein und dem Wahnsinn in Amerika für ein paar Wochen zu entfliehen“, sagte der 76-Jährige.
Die Flucht in ein paar gute Stunden ist ohnehin das Erfolgsgeheimnis der 80er-Sause. „Die Leute wollen eine gute Zeit erleben. Da geht es nicht um Politik, nicht um Alltagssorgen. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie Menschen jeden Alters diese Songs gemeinsam feiern“, sagte Veranstalter Markus Krampe.

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Kim Wilde wurde bei ihrem Auftritt von ihrer hochschwangeren Nichte Scarlett begleitet.
Auch Moderator Peter Illmann (67) ist begeistert, wie der Boom um die 80er-Jahre-Musik anhält. „Die 80er-Jahre waren aus heutiger Sicht unbeschwerter. Schön finde ich es vor allem, wie viele jüngere Menschen hier feiern. Da sind 25-Jährige, die die Musik ursprünglich gar nicht miterlebt haben können, sie aber nun entdecken. Das ist ein generationsübergreifendes Ereignis“, sagte er zu EXPRESS.de.

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Das Publikum war begeistert von der stundenlangen Zeitreise mit den 80er-Legenden.
„Bei den einen wecken die Lieder Erinnerungen an die erste Liebe, den ersten Flirt. Der 80er-Sound bleibt zudem auch durch Künstler wie The Weeknd, Kylie Minogue oder Madonna immer präsent.“
Die deutsche Synthiepop-Band Camouflage („Love Is A Shield“) erhielt als erste Gruppe laute Zugabe-Rufe. Bei Kim Wilde steigerten die sich dann noch weiter. Die 65-jährige Pop-Ikone hatte wie immer ihre Nichte Scarlett als Backgroundsängerin mit auf der Bühne. Die steht jedoch kurz vor der Geburt ihres zweiten Kindes, befindet sich im achteinhalbten Schwangerschaftsmonat.

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Sie gelten als die deutschen Depeche Mode. Die Band Camouflage um Sänger Marcus Meyn kam hervorragend an.
Ihr Vater Ricky beobachtete als Gitarrist der Band grinsend, wie Scarlett mit Tante Kim über die Bühne fegte. „Kids in America“ setzte schließlich den Schlusspunkt. Es war der letzte gemeinsame Auftritt. Bei den Festivals im August wird Scarlett aussetzen.
Den Mega-Hit „Forever Young“ von Alphaville gab es nur von DJ Christian Schall, da die Band kurzfristig abgesagt hatte. Frontmann Marian Gold hatte sich eine Rippe gebrochen. Die britische Synthiepop-Band Heaven 17 („Temptation“) übernahm deshalb die Einheizerrolle vor dem Finale.

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Midge Ure gehörte mit zum Programm auf Schalke. Der Schotte spielte seine größten Hits.
Und auch das wurde zur Familienangelegenheit. Den Start vom Hit „Leuchtturm“ sang Nenas Tochter Larissa Kerner, ehe ihre Mutter einstieg. „Leute, das ist meine Heimat hier“, rief die 66-jährige Sängerin, die in Hagen zur Welt kam. Nachdem sich Nena vor einem Monat bei einem Sturz ihr Handgelenk gebrochen hatte, musste sie beim Auftritt noch auf das Gitarrespielen bei „Rette mich“ verzichten.

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Nena beendete den Festivaltag mit ihren großen Hits. Die Sängerin kam ebenfalls mit familiärer Unterstützung auf die Bühne.
Mit ihren Mega-Hits „99 Luftballons“ und „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ krönte sie den extrem stimmungsvollen Tag. Die Fans zogen glücklich von dannen. Auch der Gänsehaut-Moment, als mit einem Lichtermeer zu „Total Eclipse of the Heart“ an die jüngst verstorbene Bonnie Tyler erinnert wurde, beeindruckte alle.

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Peter Illmann führte als Moderator durch den 80er-Tag. Er freut sich schon auf die Premiere des Events 2027 in Köln.
Im kommenden Jahr geht der 80er-Wahnsinn weiter. Am 3. Juli steigt das Festival erstmals im Kölner Rhein-Energie-Stadion. „Köln ist eine feierfreudige Stadt. Ich bin oft da und liebe die Atmosphäre, weil dort fast jedes Wochenende Partystimmung herrscht“, sagt Peter Illmann.
Zudem startet 2027 erstmals die „80er live Cruise“. Mit der AIDA geht es dann vier Tage von Hamburg nach Norwegen und zurück. An Bord werden dann auch zahlreiche Helden des Kult-Jahrzehnts sein und mit ihren Konzerten auf dem Schiff für Ekstase sorgen.
