Die beiden Konzerte von Helene Fischer in Köln waren angesichts der Temperaturen extrem herausfordernd. Erfreulicherweise fiel die Bilanz der Rettungskräfte nach den Shows zufriedenstellend aus.
Helene Fischer in KölnRettungskräfte ziehen nach den beiden heißen Konzerten Bilanz

Über 85.000 Menschen pilgerten am Freitag und Samstag ins Rhein-Energie-Stadion, um die beiden Mega-Shows von Helene Fischer zu sehen. Bei der aktuellen Rekordhitze war der Konzertabend für alle Beteiligten eine schweißtreibende Angelegenheit.
In den Tagen vor den Auftritten war eine heftige Diskussion entbrannt. Da mehrten sich die Stimmen derer, die angesichts der tropischen Temperaturen eine Konzertabsage forderten. Letztlich gingen aber beide Konzerte planmäßig über die Bühne.
Helene Fischer: 152 Personen mussten im Stadion behandelt werden
Am Sonntag (28. Juni 2026), als die gigantische 360-Grad-Bühne im Rhein-Energie-Stadion wieder abgebaut wurde und die Truck- und Bus-Kolonne davonbrauste, zog Veranstalter Live Nation Entertainment ein zufriedenes Fazit.
„In Anbetracht der klimatischen Verhältnisse blicken wir auf eine sehr zufriedenstellende Bilanz“, hieß es auf EXPRESS.de-Anfrage. Am Freitag habe es keine außergewöhnlichen Fälle zu berichten gegeben. 63 Personen mussten hitzebedingt im Stadion behandelt werden. „Keine einzige Person wegen Alkohol“, fügte eine Sprecherin hinzu.
Beim ausverkauften Konzert am Samstag wurden 89 Patienten in den Unfallhilfsstellen versorgt. 59 davon wurden wegen der Hitze behandelt.
Ernsthafte Gefahr bestand jedoch in keinem Fall. Auch die Kölner Polizei meldete auf Nachfrage keine besonderen Vorkommnisse bei den beiden Shows der Schlagerkönigin.

Copyright: Martina Goyert
Das Publikum hatte sich gut auf die Hitze bei den Konzerten von Helene Fischer eingestellt. Tetrapaks und kleine PET-Flaschen mit Wasser durften mit ins Stadion genommen werden.
Die Kölner Feuerwehr hatte ihre Einsatzbereitschaft beim Konzert erheblich verstärkt und fünf zusätzliche Rettungswagen samt Besatzung zum Stadion geschickt. Das DRK Köln war mit 140 Einsatzkräften vor Ort.
Angesichts der Tatsache, dass der Rettungsdienst der Feuerwehr Köln an der Kapazitätsgrenze angekommen ist, waren alle Verantwortlichen froh, dass die Konzerte letztlich zu überschaubaren Einsätzen geführt haben.
Am Ende wird nicht nur Helene Fischer die „heißesten Konzerte ihrer Karriere“, wie sie es selbst bezeichnete, in Erinnerung behalten. Auch das Publikum zog zufrieden von dannen. Schlimmer als den Stadionbesuch empfanden viele die An- und Abreise in den vollen und stickigen KVB-Bahnen.
Lutz Wingerath und Frank Höller, die beiden Geschäftsführer der Kölner Sportstätten, hatten am Samstag auch noch die Gelegenheit, der Künstlerin den nagelneuen Sold-out-Award des Stadions zu überreichen.
Helene bekam eine Miniaturausgabe des FC-Tempels mit eingebautem Kunstrasenstück. Für die Stadionbetreiber waren die beiden Konzerte der perfekte Start in den Open-Air-Sommer.
