Zweite Hitzeschlacht im StadionHelene Fischer mit süßer Liebeserklärung an Köln

Beim zweiten Köln-Konzert von Helene Fischer war das Rhein-Energie-Stadion ausverkauft. Es wurde zur erneuten Hitzeschlacht. Die Schlagersängerin überzeugte durch persönliche Momente.

Wie macht sie das bloß? Diese Frage war am Wochenende mehrmals im Rhein-Energie-Stadion zu hören. Schlagerstar Helene Fischer (41) begeisterte bei ihren beiden Köln-Shows über 85.000 Menschen – unter Extrembedingungen.

Nach der Hitzeschlacht bei der Zusatzshow von Freitag fand am Samstag (27. Juni 2026) das zuerst angesetzte Konzert in Müngersdorf statt. Und dort war sofort zu spüren: Hier waren die wahren Helene-Fans am Start. Frenetisch wurde die Künstlerin gefeiert, die Menge tanzte, sang und schwitzte extrem im ausverkauften FC-Tempel.

Helene Fischer: Dialog mit 95-jähriger Belgierin begeistert das Publikum

Die Rekordtemperaturen setzten natürlich auch der Schlagerkönigin zu. „Das sind die zwei heißesten Shows in meiner kompletten Karriere“, sagte sie zur Begrüßung. „Ich weiß, ihr leidet auch. Deswegen verspreche ich euch: Wir werden alles für euch geben. Egal, ob uns die Suppe in die Schuhe läuft.“

Helene hielt Wort. Unentwegt rannte sie auf ihrer gigantischen 360-Grad-Bühne mit den beiden langen Laufstegen Richtung Süd- und Nordkurve umher. Sie flog allein und mit Ehemann Thomas Seitel durch die Luft und präsentierte perfekte Choreografien. Trotz der akrobatischen Höchstleistungen klang ihre Stimme makellos. Und das alles knapp ein Jahr nach der Geburt ihrer zweiten Tochter.

Wie macht sie das bloß? Diese Frage galt auch den zahlreichen Kostümwechseln. Klitschnass geschwitzt, innerhalb von einer Minute vom tiefroten, funkelnden Bodysuit mit Fransen in ein hautenges, blau-silbernes Kostüm zu springen, dafür braucht es fast schon Superkräfte.

Konzert von Helene Fischer im Rhein-Energie-Stadion.

Copyright: Martina Goyert

Das Rhein-Energie-Stadion war beim Samstag-Konzert von Helene Fischer restlos ausverkauft. 50.000 Fans feierten die Schlagersängerin.

Wenn Deutschlands erfolgreichste Sängerin mit „ihr Lieben“ das Publikum anspricht, ist das Schlagerkitsch pur. Damit polarisiert sie, wie kaum eine andere. Aber auch die Kritiker müssen einräumen, dass ihre natürliche Art herrlich erfrischend und ansteckend ist. Als sie erfuhr, dass eine 95-jährige Belgierin im Publikum war, eilte sie gezielt zu der Dame und begrüßte sie strahlend.

Auch die Lehrerin der Erdmännchen-Klasse einer Grundschule bekam ein Selfie mit dem Star. Ben aus Buchheim bot sogar eine Bootstour für ein Foto an. Letztlich bekam er es auch so. „Mit Müllsack drauf“, stellte Helene lachend fest. In dem Moment wird aus der Ikone mit den acht Nummer-eins-Alben die Freundin, mit der man sich gern auf eine Tasse Kaffee treffen möchte. Passend dazu präsentierte sie ähnlich charmant ihren TikTok-Überraschungserfolg „Schau mal herein“.

Konzert von Helene Fischer im Rhein-Energie-Stadion.

Copyright: Martina Goyert

Helene Fischer präsentierte mit ihren Tänzerinnen und Tänzern eine perfekte Choreografie.

Auch wenn die Künstlerin mit ihrer Familie am beschaulichen Ammersee lebt, hat sie an diesem Wochenende wieder ihr Herz für Köln entdeckt. „Ich habe einige Tänzer aus Australien im Team. Denen habe ich direkt gesagt: Köln wird euch gefallen. Und ich habe recht behalten.“ Das Publikum genoss die Zeitreise durch die 20-jährige Karriere mit Songs wie „Von hier bis endlich“ bis zu „Atemlos“.

Bei „Null auf 100“ hielten viele Fans blaue und weiße Luftballons im Innenraum in die Luft. Beim wilden Finale zu „Herzbeben“ und „Achterbahn“ wurde das Stadion zur Großraum-Disco. Der WM-Hit „Heute Nacht“ endete mit tollen Feuerwerkseffekten. Die Show hatte alles zu bieten: ein Hit-, ein Latin- und ein African-Medley, neue Songs („Warum“, „An meiner Seite“) und vereinzelte ruhige Passagen.

Die Sängerin war überwältigt von der Liebe, die ihr aus dem Publikum entgegenschlug. „Ihr Kölner seid ein unglaubliches Volk. Ich komme so gern wieder. Danke für eure Nächstenliebe. Den Abend werde ich in wunderbarer Erinnerung behalten“, schwärmte sie. Die, die dabei waren, werden diese Shows auch nie vergessen: Es waren Kölns heißeste Stadion-Konzerte in der bisherigen Geschichte.

Menschen beim Rainbow-Festival am Fühlinger See.
Rainbow-Festival in Köln
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