3

„Heute ist es wirklich nicht auszuhalten“Helene Fischer: So lief ihr erstes Köln-Konzert

Das erste der beiden Helene-Fischer-Stadionkonzerte in Köln ist ohne Schwierigkeiten über die Bühne gegangen. Künstlerin und Publikum schwitzten jedoch um die Wette.

Heiß, heißer, Helene. Köln hat die erste Hitzeschlacht mit der Schlagerkönigin erlebt. Helene Fischer (41) bot bei tropischen Temperaturen eine erstklassige Show im Rhein-Energie-Stadion. Die wichtigste Erkenntnis: Das Mega-Konzert ist ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen.

38.000 Fans waren am Freitagabend (26. Juni 2026) dabei, als Deutschlands erfolgreichste Sängerin in Müngersdorf ihr Zusatzkonzert gab. Am Samstagabend ist das Stadion mit 50.000 Menschen ausverkauft.

Helene Fischer: 38.000 Fans beim ersten Köln-Konzert

Erst spät füllten sich die Sitzreihen im Stadion-Glutofen. Vor allem auf der Osttribüne war Eincremen Pflicht. Als die Sängerin um 20.04 Uhr vom Oberrang der Westtribüne eingeflogen kam, waren die Diskussionen, ob das Konzert nicht besser hätte abgesagt werden sollen, schnell vergessen. Auch das aufziehende Gewitter sorgte für keine Probleme.

Die Rettungskräfte standen den ganzen Abend beschäftigungslos am Rand. Im Innenraum wurde kostenloses Wasser verteilt. Ein Tour-Sponsor gab zudem weiße Fächer aus. So wirkte die Show anfangs wie ein Massenbesuch in der Großraumsauna. Alle wedelten vor sich hin und betrachteten schwitzend, wie die Künstlerin mit ihrer Band und ihren Tänzerinnen Höchstleistungen im Innenraum vollbrachte.

„Wer hätte gedacht, dass wir an so einem Tag wie heute gemeinsam da durchgehen? Wir alle werden schwitzen, was das Zeug hält. Es ist der heißeste Tag überhaupt in der deutschen Geschichte. Aber mit wem würde ich diesen Tag lieber verbringen als mit euch? Danke, dass ihr das mit uns heute durchmacht“, sagte die Sängerin. „Wir sitzen alle im gleichen Boot.“

Als bei „Ich will immer wieder…dieses Fieber spür’n“ auch noch die Flammenwerfer an der gigantischen Bühne Feuer spuckten, stieg die Temperatur noch weiter an. „Heute ist es wirklich nicht auszuhalten“, sagte Helene lachend. „Es bringt auch gar nichts, sich zu schonen. Wir werden sowieso alle schwitzen. Alle, die noch sitzen, ihr dürft den Schweiß auch einfach so richtig laufen lassen. Das ist auch gesund.“

Helene Fischer steht singend auf der Bühne.

Copyright: Sandra Ludewig

Helene Fischer wechselte mehrmals ihr Outfit. In den ruhigeren Momenten kam auch ihre Stimmung gut zur Geltung. Zwischendurch dominierten die Show und die Akrobatik.

Die Jubiläumsshow bot 34 Songs aus der 20-jährigen Karriere. Die Hits reihten sich teilweise in Medleys nahtlos aneinander. Auf der gigantischen 360-Grad-Bühne passierte permanent etwas. Und die Hauptdarstellerin schonte sich nicht.

„Ein Riesenrespekt an euch, dass ihr euch entschieden habt, trotzdem zu kommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man zu Hause vielleicht nachgedacht hat, ob man sich das antun will. Aber auf der anderen Seite: Wir alle haben doch auf diesen Abend unglaublich lange gewartet“, sagte sie.

Trotz der tropischen Temperaturen zwängten sich die Tänzerinnen in Latexkostüme und zeigten perfekte Choreografien. Bei „Das Karussell in meinem Bauch“ schoss rote Pyrotechnik in den Himmel. „Wir haben alle das Gefühl, als löst sich alles irgendwie auf. Unter der Bühne muss die Technik geschützt werden“, sagte die Schlagerkönigin, während die Kamera in Großaufnahme ihr verschwitztes Gesicht zeigte.

„Ich will nicht die ganze Zeit darauf rumreiten, aber es ist schon ein bisschen heftig. Zudem seht ihr, wie Helene aussieht, wenn sie Sport macht. Ich gehöre zu den Kandidaten, die dann rot wie eine Tomate werden. Gleich hat mein Gesicht die Farbe meines Kostüms. Da hilft auch kein Rouge mehr.“

Lutz Wingerath mit Caroline Bosbach, Maria Westphal und Lukas Wachten in einer Loge.

Copyright: Marcel Schwamborn

Lutz Wingerath (r.), Geschäftsführer der Kölner Sportstätten, verfolgte das Konzert unter anderem mit der Bundestagsabgeordneten Caroline Bosbach, der FDP-Kreisverbands-Vorsitzenden Maria Westphal und Moderator Lukas Wachten.

Der Abend bot etliche Höhepunkte. Die sechsjährige Louisa sang mit ihrem Idol „Regenbogenfarben“ auf der Bühne und rührte ihre Eltern zu Tränen. Bei „Spiele“ tauchte Helene plötzlich oben auf dem riesigen LED-Würfel auf. Zum neuen Song „An meiner Seite“ schwebte sie mit ihrem Mann Thomas vor der Osttribüne durch die Luft.

Mit „Herzbeben“, „Achterbahn“, dem WM-Song „Heute Nacht“ und einer ruhigen Version von „Phänomen“ endete eine beeindruckende Performance unter schwierigsten Bedingungen. „Vielen Dank für eure Energie. Ihr habt diesen Abend gemeinsam mit uns gemeistert. Ich bin unglaublich dankbar dafür“, sagte sie, ehe sie zurück auf die Westtribüne schwebte.

Wart ihr auch dabei? Wie habt ihr das Helene-Fischer-Konzert erlebt? Meldet euch bei uns! Fotos, Videos und Infos jetzt hier schnell und einfach hochladen.

Hau raus!

Werde Leserreporter/in

Du hast Fragen zu unserem Leserreporter-Programm?

Hier geht's zu den F.A.Q.
Gäste beim Rainbow-Festival am Fühlinger See (Foto von 2025)
Trotz Hitze
Rainbow-Festival in Köln findet statt – was absolut verboten ist