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Wo sind denn alle?ZDF gibt Experten einen freien Tag und lässt die Fans allein

Alexander Ruda mit ZDF-Mikro vor dem Stadion.

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Alexander Ruda war als ZDF-Moderator in Miami im Einsatz.

Das ZDF übertrug am fünften WM-Tag gleich zwei Spiele. Doch sämtliche Experten hatten trotzdem frei.

Der fünfte WM-Tag hatte auf dem Papier nicht die ganz großen Kracher zu bieten. Das sah offenbar auch das ZDF so. Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer dürfte eine Programm-Entscheidung des Senders jedenfalls überraschend gekommen sein.

Es war der erste Turniertag, an dem kein Spiel exklusiv nur bei MagentaTV übertragen wurde. Sämtliche Spiele am Montag und in der Nacht zu Dienstag waren auch bei den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen.

Zwei Spiele im Programm – doch ZDF verzichtet komplett auf Experten

Während die ARD die Abendspiele Spanien - Kap Verde (0:0) und Belgien - Ägypten (1:1) im Programm hatte, übernahm das ZDF die beiden Nachtspiele zwischen Saudi-Arabien und Uruguay (1:1) sowie Iran  und Neuseeland. Zugegeben, keine echten WM-Knaller. 

Und doch wurde vor allem der erste Auftritt des iranischen Teams in den USA aufgrund der brisanten politischen Lage mit Spannung erwartet. Doch  das ZDF verzichtete komplett auf die übliche Vorberichterstattung mit der bekannten Experten-Couch. Christoph Kramer, Per Mertesacker, Christian Streich und Co. durften stattdessen einen freien Tag genießen.

Ähnlich hatte es zwar auch die ARD bei vereinzelten Nacht-Spielen bei dieser WM schon gemacht, doch anders als nun das ZDF hatte der Sender in diesen Fällen nicht zwei aufeinanderfolgende Begegnungen im Programm.

Beim ersten Spiel übernahm der auch vom Biathlon bekannte Moderator Alexander Ruda nach „Markus Lanz“ zumindest noch eine Mini-Einstimmung vom Spielort in Miami. Auch nach dem Abpfiff meldete er sich noch einmal kurz zu Wort.

„Es war das dritte Unentschieden an diesem WM-Tag, der aber noch lange nicht vorbei ist“, so Ruda, der sich dann aber verabschiedete. „Es bleibt mir noch zu sagen, allen denjenigen, die schlafen gehen wollen, eine gute Nacht. Und allen denen, die noch weiter Fußball gucken wollen, sei gesagt: um 2.50 Uhr, Iran gegen Neuseeland aus dem schönen SoFi Stadium in Inglewood, Los Angeles. Sie können einfach wachbleiben und nachher noch weiter WM gucken.“

Nachher? Ganz richtig gehört. Denn anschließend zeigte das ZDF zur knapp einstündigen Überbrückung zwischen den beiden Spielen die Dokumentation „American Soccer Dream – Fußballnation der Zukunft?“ über den Fußball in den USA.

Vorberichte zum Iran-Spiel gegen Neuseeland? Fehlanzeige. Erst zehn Minuten vor dem Anpfiff meldete sich schließlich Kommentator Martin Schneider, der die Partie aus der Senderzentrale in Mainz kommentierte.

Bei MagentaTV entschied man sich für einen anderen Weg. Hier stimmte nach der Analyse des Unentschiedens der Uruguayer gegen Saudi-Arabien Moderatorin Anna Kraft gemeinsam mit Tabea Kemme und Lutz Pfannenstiel auf die Begegnung zwischen Iran und Neuseeland ein. Auch die politische Situation wurde dabei zumindest in Ansätzen thematisiert, zudem sportliche Stärken und Schwächen der beiden Teams erläutert. Auf eine entsprechende Einstimmung mussten die ZDF-Zuschauerinnen und -Zuschauer in der Nacht verzichten.

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