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„Erdhügel“ an Kölner StraßeAnwohnerin wütend – doch Antwort der AWB schockt

Mehrere Erdhaufen liegen auf einem Gehweg vor Garagentoren.

Auf der Spinnmühlengasse haben Anwohnende Kot-Haufen mit Erde kaschiert. 

Viele Fragen sich, was hinter den Erdhügeln auf der Spinnmühlengasse steckt. Antwort: die pure Verzweiflung der Anwohnenden. Aber auch die Erklärung der AWB macht fassungslos. 

In Köln gibt es viele Probleme. Doch mit was sich die Anwohnenden auf der Spinnmühlengasse in der Innenstadt herumschlagen müssen, stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel.

Die „Lage kackt sich zu?“, fragt EXPRESS.de-Leserreporterin Steffi K. wütend und erklärt, dass die Gehwege der Gasse seit Monaten „unter Junkie-Kot-Beschuss“ seien.  „Und die AWB ignoriert diszipliniert alle Hinweise“, so ihr Vorwurf.

Junkie-Kot in Kölner City: Erklärung der AWB schockt

Anwohnerinnen und Anwohner würden schon verzweifelt Erde über die ekligen Hinterlassenschaften schütten, berichtet die Leserreporterin. Als Beweis hat sie ein Foto mitgeschickt. Darauf reihen sich vor Garagentoren gleich mehrere „Erdhügel“. Die Spinnmühlengasse liegt keine 200 Meter vom Drogenhotspot Neumarkt entfernt.

EXPRESS.de bat die AWB um Stellungnahme. „Die geschilderte Situation in der Spinnmühlengasse und im angrenzenden Umfeld ist uns bekannt und wird von uns sehr ernst genommen“, erklärt daraufhin Sprecher Jörg Daniel am Dienstag (20. Januar). 

Die missbräuchliche Nutzung des Bereiches rund um die Spinnmühlengasse, insbesondere in Nähe des Josef-Haubrich-Hofs und der im Umbau befindlichen Zentralbibliothek, erfordere eine immer weiter steigende Reinigungsintensität und -häufigkeit, berichtet der AWB-Sprecher.

„Dort kommt es regelmäßig zu erheblichen Verunreinigungen des öffentlichen Raums, darunter Abfälle, Glasscherben, Erbrochenes sowie leider auch menschliche Exkremente. Diese Situation belastet Anwohnende, Passanten und auch unsere Mitarbeitenden erheblich“, so Daniel. 

Die AWB Köln reinige diese Bereiche grundsätzlich regelmäßig und im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht. Was der Sprecher dann berichtet, macht allerdings fassungslos. Denn laut Jörg Daniel ist die Reinigung vor Ort nicht uneingeschränkt möglich!

„Hintergrund sind wiederholt aufgetretene Gefährdungssituationen für unsere Mitarbeitenden, die teilweise mit aggressivem Verhalten einzelner Personen konfrontiert werden. In solchen Fällen müssen wir die Sicherheit unseres Personals zwingend priorisieren“, erklärt er.

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Aus diesem Grund könne die Reinigung nur erfolgen, wenn eine entsprechende Sicherheitslage gegeben ist, erklärt der Sprecher: „Um das Risiko zu minimieren, haben wir bereits Maßnahmen ergriffen, unter anderem die Umstellung von Einzel- auf Gruppenarbeit sowie Anpassungen der Reinigungszeiten auf später am Morgen, wenn sich die Lage erfahrungsgemäß entspannt. Diese Änderungen sind uns nicht leichtgefallen, sie sind jedoch notwendig, um unsere Mitarbeitenden vor Übergriffen zu schützen.“

Ordnungsdienst zum Schutz der AWB-Mitarbeitenden?

Der Vorwurf, Hinweise würden von der AWB ignoriert, treffe nicht zu, stellt Jörg Daniel klar. „Meldungen aus der Bevölkerung fließen regelmäßig in unsere Lagebeurteilung ein. Dennoch können wir nicht in jedem Fall sofort tätig werden, wenn eine akute Gefährdung besteht. In solchen Situationen sind uns aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen die Hände gebunden.“

Um künftig wieder frühere Reinigungszeiten und damit eine schnellere Herstellung der Sauberkeit und Verkehrssicherheit zu ermöglichen, stünde man im Austausch mit den zuständigen Stellen und habe angeregt zu prüfen, ob eine begleitende Unterstützung durch den Ordnungsdienst möglich sei. Dies würde die Sicherheit der AWB-Mitarbeitenden deutlich erhöhen und zugleich den Anwohnenden zugutekommen.

„Wir bedauern ausdrücklich die Belastungen, die Anwohnende derzeit erleben, und haben Verständnis für den entstandenen Unmut“, so der Sprecher. „Die AWB Köln setzt sich weiterhin dafür ein, die Sauberkeit im öffentlichen Raum unter schwierigen Rahmenbedingungen bestmöglich sicherzustellen.“

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