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Nach Hammer-Urteil Kreml mischt sich ein: Tauschen USA Basketball-Star gegen Waffenhändler ein?

Die US-Sportlerin Brittney Griner muss wegen Dorogenschmuggels für neun Jahre ins Gefängnis. Das verkündete am Donnerstag das Gericht in Russland.

Dieser Fall bewegt nicht nur Basketball-Fans. US-Basketballerin Brittney Griner (31) soll wegen Drogenschmuggels in Russland neun Jahre hinter Gitter. Richterin Anna Sotnikowa blieb nur sechs Monate unter der Forderung der Staatsanwaltschaft und nur ein Jahr unter der Höchststrafe.

Seit Februar 2022 sitzt Griner in Haft, nun bleibt ihr lediglich noch die Hoffnung auf einen Gefangenenaustausch. „Ich habe einen Fehler gemacht und hoffe, dass Ihr Urteil mein Leben nicht hier beendet“, flehte Griner. Doch das Gericht in Chimki kannte keine Gnade.

US-Basketballerin Brittney Griner muss für neun Jahre ins Gefängnis

US-Präsident Joe Biden (79) nannte die Entscheidung in einer ersten Reaktion „inakzeptabel. Ich fordere Russland auf, sie unverzüglich freizulassen, damit sie wieder mit ihrer Frau, ihren Verwandten und Teamkollegen vereint werden kann.“

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Russland ist nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow (72) immerhin bereit, mit Washington über einen Gefangenenaustausch zu diskutieren. Moskau sei „bereit, über das Thema zu sprechen“, sagte Lawrow auf einer Pressekonferenz bei einem Besuch in Kambodscha.

Allerdings müsse dafür ein direkter Kommunikationskanal zwischen den Präsidenten Wladimir Putin (69) und Joe Biden eingehalten werden, der zwischen beiden vereinbart worden sei. Es gebe „einen speziellen Kanal“, der zwischen den Staatschefs vereinbart worden sei, sagte Lawrow. „Trotz gewisser öffentlicher Erklärungen“ bestehe dieser weiterhin.

Brittney Griner: Austausch gegen Waffenhändler Viktor Bout?

Mehreren US-Medien zufolge könnten Griner und der wegen Spionage zu 16 Jahren Haft verurteilten US-Bürger Paul Whelan gegen den berüchtigten russischen Waffenhändler Viktor Bout ausgetauscht werden.

Griner musste sich seit Prozessbeginn am 1. Juli wegen Verstößen gegen Drogengesetze verantworten, sie war am Moskauer Flughafen Scheremetjewo nach ihrer Ankunft aus den USA festgenommen worden, nachdem Sicherheitskräfte in ihrem Gepäck Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl gefunden hatten. Griner hatte sich zu Beginn des Gerichtsverfahrens zwar schuldig bekannt, absichtlichen Drogenschmuggel aber bestritten.

Griner wurde vom Gericht wegen Drogenschmuggels verurteilt

Staatsanwalt Nikolai Wlasenko sagte, Griner sei „absichtlich“ durch den Korridor für Fluggäste gegangen, die nichts zu verzollen haben und habe dies auch erklärt, „um die Substanz zu verbergen“. Sie habe „schnell gepackt“ und auch nicht die Absicht gehabt, die Substanzen in Russland zu sich zu nehmen, erklärte dagegen Griner.

Boykow betonte, dass seine Mandantin Cannabis selbst in den USA nur „gelegentlich“ verwendet habe, um Schmerzen zu lindern. Dem Gericht war das egal, in Russland ist der Stoff auch für medizinische Zwecke verboten.

Griner spielt (eigentlich) in der US-Profiliga WNBA für Phoenix Mercury und wurde 2014 mit dem Team Meister. Da sie seit mittlerweile acht Jahren in der WNBA-Pause für UMMC Jekaterinburg aufläuft, flog sie wenige Tage vor dem russischen Überfall auf die Ukraine nach Moskau - und wurde zum politischen Spielball.

Spielerinnen der Connecticut Sun und der Phoenix Mercury verschränken vor einem WNBA-Basketballspiel 42 Sekunden lang die Arme zu Ehren von Phoenix Mercury-Center Brittney Griner.

Spielerinnen, Trainer und Betreuer der Phoenix Mercury verschränkten vor ihrem Spiel demonstrativ die Arme.

Nach der Verurteilung hat Griners Team ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Die Phoenix Mercury bekundeten vor dem Auswärtsspiel gegen die Connecticut Sun am Donnerstag (4. August 2022) ihre Unterstützung, indem sie zusammen mit den Gegnerinnen vor der Partie am Mittelkreis in „42 Sekunden Stille für unsere Schwester“ ihre Arme verschränkten.

Griners Team Phoenix Mercury sendet Solidaritätsbekundung

Das Team der Mercury hatte beim Aufwärmen vor der Partie gegen die Sun die Urteilsverkündung verfolgt. „Niemand von uns wollte heute eigentlich spielen“, erklärte Griners Mitspielerin Skylar Diggins-Smith. „Wie kann man das Spiel auch mit einem klaren Kopf angehen? Alle von uns haben vor der Partie geweint. Aber wir müssen weiterhin versuchen, ihren Geist am Leben zu halten.“ Die Mercury verloren die Partie gegen die Sun mit 64:77.

Biden hatte im Vormonat Kontakt zu Griners Ehefrau Cherelle aufgenommen und versichert, sich für die „schnellstmögliche Freilassung“ einzusetzen. Alle Bemühungen waren bislang erfolglos, aber es war auch klar, dass zunächst der Gerichtsprozess beendet werden würde. (sid/afp)

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