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Zu leicht für ersten Etappen Kein Start bei Tour de France: Bergfloh Buchmann (59 Kilo) hat andere Pläne

Tour de France, 5. Etappe 2021: Emanuel Buchmann beim Einzelzeitfahren.

Emanuel Buchmann am 30. Juni 2021 beim Zeitfahren bei der Tour de France.

Er galt als ein deutsches Talent, das mal wieder die Tour de France gewinnen kann. Doch in diesem Jahr wird es wieder nichts. Emanuel Buchmann plant anders.

Emanuel Buchmann (29) und die Tour de France – das wird wohl keine Liebesbeziehung mehr. Auch im Jahr 2022 verzichtet der beste deutsche Rundfahrer auf die Tour de France und plant stattdessen einen erneuten Anlauf auf das Podium des Giro d'Italia.

Das bestätigte Sportchef Rolf Aldag (53) am Montag (17. Januar 2022) auf Mallorca, wo die Mannschaft Bora-hansgrohe gerade ein Trainingslager absolviert.

Buchmann wurde 2019 Vierter bei der Tour, viele Radsport-Experten prophezeiten ihm in Zukunft sogar einen noch größeren Erfolg. Hatte Deutschland endlich wieder einen Rundfahr-Spezialisten, der in Frankreich das Gelbe Trikot nach Paris tragen kann? Derzeit muss man eher von einem Nein ausgehen.

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Im Jahr 2020 musste Buchmann bei der Tour de France passen, nachdem er kurz vor Tourstart beim Criterium du Dauphiné schwer gestürzt war. 2021 landete er abgeschlagen auf Platz 33 bei der Frankreich-Rundfahrt. Und bei der Präsentation der Strecke für 2022 im Oktober 2021 klang er schon nicht begeistert: „Ich bin ein bisschen zwiegespalten, sie hat viele schwere Bergetappen, aber die erste Woche sieht wenig spaßig aus.“

Tour de France startet 2022 in Dänemark

Der Start der Tour erfolgt am 1. Juli in Kopenhagen, die ersten Etappen in Dänemark können äußerst schwierig wegen starkem Wind werden. Die fünfte Etappe führt dann über viele Kopfsteinpflasterpassagen nach Arenberg. Das ist so gar nichts für den leichten Buchmann (59 Kilogramm bei 1,81 Meter Körpergröße).

Jetzt ist die Entscheidung gegen die Tour und für den Giro gefallen. Zur Frankreich-Rundfahrt schickt Bora-hansgrohe stattdessen den deutschen Meister Maximilian Schachmann (28), der Etappensiege einfahren soll. Auch der Kölner Nils Politt (28) könnte auf Etappenjagd gehen.

Buchmann will davor vom 6. bis 29. Mai beim Giro d'Italia voll angreifen. Er ist dabei einer von drei starken Bergfahrern des deutschen Top-Teams, die um einen Podestplatz bei der Italien-Rundfahrt (6. bis 29. Mai) kämpfen sollen.

„Das Giro-Profil hat mich schon ein bisschen angelacht. Ich habe nach dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen“, sagte Buchmann. Der Bergspezialist hatte im Vorjahr aussichtsreich im Rennen gelegen, bis er auf der 15. Etappe als Sechster der Gesamtwertung nach einem Sturz aufgeben musste.

Bei der kommenden Ausgabe teilt sich Buchmann die Führungsrolle mit dem Niederländer Wilco Kelderman und Neuzugang Jay Hindley aus Australien. „Es ist schon cool, wir können als Team etwas bewegen“, sagte Buchmann. Kelderman und Hindley standen 2020 beim Giro bereits auf dem Podest.

Rolf Aldag will Gesamtsieg beim Giro für Bora-hansgrohe

„Auf der Gesamtwertung des Giro d’Italia liegt in diesem Jahr bei uns ein großer Fokus. Wir nehmen dort keinen Sprinter mit“, sagte Sportdirektor Rolf Aldag: „Wir gehen mit viel Qualität an den Start. Wir haben die Chance, aggressiv und offensiv zu fahren und in den Bergen auf jede Situation zu reagieren.“ Zum Giro-Team zählt auch Tour-Etappensieger Lennard Kämna.

Bei der Tour de France (1. bis 24. Juli) setzt Bora-hansgrohe vor allem auf Etappensiege. Für diese soll in erster Linie der irische Sprinter Sam Bennett sorgen, allerdings dürften auch die deutschen Fahrer Nils Politt und Maximilian Schachmann Chancen erhalten. Für das Gesamtklassement plant das Team mit dem Russen Alexander Wlassow. (ubo/sid)

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