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„Werde zur Waffe greifen“ Klitschko-Brüder kündigen erbitterten Kampf um Kiew an

Ex.Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko in seinem Büro in Kiew.

Ex-Box-Champion Vitali Klitschko am 10. Februar 2022 in seinem Bürgermeister-Büro in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Erst der flammende Appell um internationale Unterstützung, jetzt die Kampfansage: Vitali und Wladimir Klitschko wollen für ihre Heimat zur Waffe greifen und Kiew gegen den Aggressor Russland verteidigen.

Nach dem bewegenden Appell um Hilfe via Instagram legt der frühere Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko (49), Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, im britischen Fernsehen nach. Klitschko kündigt an, gegen die russischen Invasoren auch selbst zur Waffe greifen.

„Ich habe keine andere Wahl. Ich muss das tun“, sagte der frühere Kampfsportler in der Fernsehsendung „Good Morning Britain“ beim Sender ITV: „Ich würde kämpfen.“ Klitschko bedrückt die schlimme Lage in seinem Heimatland, mittlerweile gibt es auch schwere Kämpfe in seiner Heimatstadt, und der Bürgermeister selbst könnte ein prominentes Ziel von Wladimir Putin (69) und seinen Kriegstreibern sein.

Vitali Klitschko: „Wir müssen unsere Familien verteidigen“

„Es tut weh. Es tut wirklich weh“, sagte der ehemalige Box-Champion. Die Lage sei mehr als ernst. „Wir stehen einer der größten und stärksten Armeen der Welt gegenüber, aber wir müssen unsere Familien verteidigen, unser Land, unsere Städte.“

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Der 50-Jährige ist dennoch davon überzeugt, Kiew halten zu können. „Ich glaube an die Ukraine, ich glaube an mein Land, ich glaube an meine Leute“, sagte der ältere der beiden Klitschko-Brüder. Es sei bereits „ein blutiger Krieg. Es sind schon Ukrainer gestorben. Wir wissen nicht, wie viele.“

Klitschko fordert Sanktionen: „Russland hat die Regeln zerstört“

Klitschko forderte „harte Sanktionen gegen Russland. Für all das müssen die Russen bezahlen. Sie haben die internationalen Regeln zerstört. Die Ukraine war immer ein friedliches Land. Aber jetzt müssen wir zu den Waffen greifen und kämpfen.“ Dabei sei „wie im Sport“ der „Zusammenhalt der Schlüssel“.

Auch sein Bruder Wladimir (45) ist in Kiew und während sich Menschen in die Metrostationen flüchten, will er helfen, sein Land zu verteidigen. „Man kann nicht davon sprechen, dass Russland militärische Ziele angreift. Sie greifen die Ukraine an, es sterben Zivilisten, es sterben Kinder“, sagt der Ex-Box-Champ zu deutschen Medien.

„Die Situation ist sehr komplex. Ohne Unterstützung wird es schwierig. Dieser Krieg ist in Europa. Und der wird über die Ukraine hinausgehen, wenn man es nicht aufhält. Hier wird der Frieden in Europa verteidigt.“ Auch er ist bereit für den Kampf gegen den russischen Angreifer. „Es gibt kein Verstecken. Das ist Krieg. Wenn es nötig ist, werde ich zur Waffe greifen. Wenn dein Leben weggenommen wird, dein Job, dein Haus – wie reagiert man dann? Natürlich mit Härte. Was sollen wir sonst tun?“ (ach)

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