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Finale in Wimbledon Ex-Russin gewinnt Wimbledon – Jabeur verspielt historische Chance

Elena Rybakina feiert ihren Sieg.

Elena Rybakina hat das Einzel der Damen in Wimbledon gewonnen. Das Bild zeigt sie jubelnd nach ihrem Sieg im Halbfinale am 7. Juli 2022.

Finale in Wimbledon! Ons Jabeur und Elena Rybakina kämpften sich bis in das Endspiel des prestigeträchtigsten Tennis-Turnier der Welt.

Elena Rybakina (23) gewinnt das Endspiel des prestigeträchtigen Tennis-Turnier in Wimbledon. In drei Sätzen bezwang sie ihre Gegnerin Ons Jabeur (27) absolut verdient.

Für Jabeur, die im Halbfinale noch Tatjana Maria (34) ausgeschaltet hatte, ist wiederum die historische Chance verstrichen, als erste afrikanische Spielerin das Tennis-Turnier zu gewinnen.

Gebürtige Russin Rybakina wechselte die Nationalität

Für Elena Rybakina ist es der erste Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Ihr bestes Ergebnis zuvor war das Erreichen des Viertelfinales der French Open im vergangenen Jahr. Sie ist gleichzeitig die erste kasachische Siegerin in Wimbledon.

Durchaus brisant: Erst seit 2018 tritt die 23-Jährige als Kasachin bei Wettbewerben an. Dabei ist sie gebürtige Russin und lebt immer noch in Moskau. Die Veranstalter des Turniers in Wimbledon hatten wegen des Krieges in der Ukraine Spielerinnen und Spielern aus Russland und Weißrussland den Start in Wimbledon verweigert. 

Auf die Frage nach ihrem Nationalgefühl sagte Rybakina: „Schwer zu sagen, was ich fühle. Mein Zuhause ist die Tour, trainieren tue ich in der Slowakei. Ich bin kaum in Moskau. Ich repräsentiere Kasachstan, die Leute dort haben an mich geglaubt. Sie suchten Spieler, ich Hilfe, da haben wir uns gefunden.“

Jabeur dominiert ersten Satz – Rybakina den Zweiten

 – Um 15.08 Uhr startete das Endspiel des Wimbledon-Turniers. Ons Jabeur gelang dabei der bessere Start in das Finale. Sie spielte dominant, variabel und präzise. Zwar brachte Elena Rybakina ihr erstes Aufschlagspiel ohne größere Probleme durch. Doch antwortete die Tunesierin mit ihrem eigenen Aufschlagspiel, einem Break und dem erneuten Aufschlagspiel zum 3:1. 

In der Folge brachten beide Spielerinnen ihre Aufschlagspiele durch, wobei es Jabeur deutlich besser gelang, Rybakina vor Probleme zu stellen. Bezeichnend der letzte Satz: Bei einem Return von Jabeur überlegte Rybakina ewig lange, um dann eine Vorhand ins Netz tropfen zu lassen. Dann war eine weitere Vorhand zu lang. Nachdem Rybakina erneut mit einem Schlag viel zu lang geraten war, gewann Jabeur nicht nur den Break, sondern auch den ersten Satz mit 6:3.

Im zweiten Satz präsentierte sich die Kasachin Rybakina dann wie verwandelt. Gleich zu Beginn schnappte sie sich das Break von Jabeur und ging mit 2:0 in Führung. Knapp gewann sie den vorentscheidenden vierten Satz, in dem Jabeur um ein Haar ausgeglichen hätte zum 3:1. Nach einem weiteren Break gewann Rybakina den zweiten Satz mit 6:2 und stellte nach Sätzen auf 1:1. 

Rybakina dominiert den letzten Satz

Das bedeutete, dass das Finale im entscheidenden dritten Satz seine Siegerin finden würde. Dort machte Rybakina dort weiter, wo sie im zweiten Satz aufgehört hatte und breakte Jabeur's erstes Aufschlagspiel und ging daraufhin mit 2:0 in Führung.

Jabeur zeigte sich immer wieder nervös und verunsichert und ließ einfache Punktgewinne liegen. Knapp brachte Rybakina ihr eigenes Aufschlagspiel zum 4:2 durch und richtete ihren Blick in der Folge mit einem Break zum 5:2 endgültig in Richtung Finalsieg.

Mit dem eigenen Aufschlag im entscheidenden Satz ließ Elena Rybakina nichts mehr anbrennen und entschied den finalen dritten Satz erneut mit 6:2 und somit das Endspiel mit 2:1 für sich. Nach dem Matchball ging sie fast schon routinemäßig zum Netz und klatschte mit Ons Jabeur ab, ehe sie ungläubig auf der Bank saß und ihren Sieg selber kaum fassen konnte.

Ons Jabeur vergibt historische Wimbledon-Chance

Ons Jabeur vergab mit dem verlorenen Finale die Chance, sich als erste afrikanische Wimbledon-Siegerin in die Geschichtsbücher einzutragen. Die Tunesierin hatte zuvor die Deutsche Tatjana Maria (34) im Halbfinale bezwungen.

Somit bleibt der einzige afrikanische Wimbledon-Einzel-Sieger Jaroslav Drobný, der 1954 das Trunier auf dem heiligen Rasen für Ägypten gewann.

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