14

+++ EILMELDUNG +++ Deutschland – Paraguay Undav startet: Das ist Nagelsmanns Aufstellung

+++ EILMELDUNG +++ Deutschland – Paraguay Undav startet: Das ist Nagelsmanns Aufstellung

Update

Tag eins in WimbledonMaria als erste Deutsche weiter – auch Struff jubelt

Aktualisiert:

Guter Auftakt in Wimbledon: Tatjana Maria steht auf ihrem Lieblingsbelag in der zweiten Runde.

Das berühmteste Tennis-Turnier hat begonnen. Zum Start gab es in Wimbledon aus deutscher Sicht direkt ein Erfolgserlebnis.

Tennisspielerin Tatjana Maria hat in Wimbledon einen erfolgreichen Auftakt gefeiert. Die 38-Jährige aus Bad Saulgau setzte sich mit 6:4, 6:4 gegen die Kasachin Julia Putinzewa durch. Erstmals seit ihrem sensationellen Halbfinaleinzug beim Rasenklassiker vor vier Jahren zog die Deutsche damit wieder in die zweite Runde ein.

Maria durch Finaleinzug beflügelt

Gestärkt von ihrem Finaleinzug in der vergangenen Woche in Eastbourne machte Maria als erster deutscher Tennisprofi das Weiterkommen perfekt.

Angefeuert von Ehemann und Trainer Charles-Édouard sowie den Töchtern Charlotte und Cecilia zermürbte Maria die Kasachin mit ihren unterschnittenen Schlägen auf der Vor- und Rückhandseite. Erfolgreich streute sie zudem Stoppbälle ein und schloss Punkte am Netz ab.

Die Schwäbin verlor zwar nach einer 3:0-Führung vier Spiele in Serie. Doch davon ließ sich die zweifache Mutter nicht aus dem Konzept bringen und holte sich den ersten Satz. Im zweiten Abschnitt sicherte sich die Rasenspezialistin das Break zum 2:1 und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Den ersten Matchball bei 5:3 wehrte Putinzewa noch ab, wenig später durfte Maria jubeln.

Beim WTA-Turnier in Eastbourne hatte Maria in der vergangenen Woche mit dem Finaleinzug aufhorchen lassen, den Titel gegen die US-Amerikanerin Madison Keys aber am Samstag verpasst. Ihre Zweitrunden-Gegnerin in Wimbledon ist nun die amerikanische Weltranglisten-16. Iva Jovic.

Tatjana Maria kniet auf dem Rasen und jubelt.

Copyright: IMAGO/Schreyer

Tatjana Maria ging nach ihrem Erstrunden-Sieg auf die Knie.

Auch Jan-Lennard Struff ist weiter, er zog nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle zum dritten Mal in Folge in die zweite Runde von Wimbledon ein. Der 36 Jahre alte Tennisprofi aus Warstein gewann zum Auftakt 6:1, 7:6 (7:4), 4:6, 2:6, 7:5 gegen den Argentinier Sebastián Báez. Für Struff geht es gegen Brandon Nakashima aus den USA oder den britischen Lokalmatadoren Jack Pinnington Jones weiter.

Auf Court 14, wo kurz zuvor Maria gegen Putinzewa gewonnen hatte, startete Struff stark. Im Eiltempo schnappte er sich Satz eins. Auch der zweite Durchgang ging im Tiebreak an den Deutschen. Mit dem Rücken zur Wand kämpfte sich aber der Argentinier zurück in das Match, die Entscheidung musste im fünften Satz her - mit dem besseren Ende für Struff, der das Momentum doch wieder auf seine Seite zog.

Im vergangenen Jahr schaffte es der Weltranglisten-74. an der Church Road bis in die dritte Runde. Dann folgte das Aus gegen den spanischen Superstar Carlos Alcaraz, der in diesem Jahr verletzungsbedingt beim Rasenklassiker fehlt.

Sinner muss über fünf Sätze

Derweil machte es Titelverteidiger Jannik Sinner überraschend spannend. Der Weltranglisten-Erste, der bei den French Open in der zweiten Runde von einem Körper im Stich gelassen wurde, setzte sich in fünf Sätzen gegen den Serben Miomir Kecmanovic durch.

Beim 4:6, 6:3, 6:7, 6:2, 6:3 musste der Italiener eine Schrecksekunde stehen, als er auf dem Rasen wegrutschte und schreiend zu Boden ging. Danach hielt sich der Südtiroler die Hüfte, konnte aber weiterspielen. 

Osaka-Outfit sorgt wieder für Aufsehen

Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka hat bei ihrem Auftakt in Wimbledon wieder einmal ein modisches Statement gesetzt. Beim 6:1, 7:5 gegen die Französin Elsa Jacquemot betrat die Japanerin den Court 3 in einem Kimono-artigen Kleid und Blumen im Haar, der strikten Kleiderordnung in Wimbledon entsprechend komplett in Weiß. Die extravaganten Auftritte gehören bei der aktuellen Nummer 14 der Weltrangliste längst zum Programm, schon bei den French Open hatte sie mit ihrem Outfit für viel Aufsehen gesorgt.

Naomi Osaka kommt in einer Art Kimono auf den Platz.

Copyright: IMAGO/Shutterstock

Naomi Osaka legte wieder einmal einen aufsehenerregenden Auftritt hin.

Wie Osaka zog auch die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka in die zweite Runde ein. Die viermalige Grand-Slam-Gewinnerin, die noch nie das Finale an der Church Road erreicht hat, setzte sich 6:2, 6:3 gegen die Serbin Teodora Kostovic durch.

Nach einem umkämpften dritten Spiel machte Osaka vor allem im ersten Satz schnellen Prozess mit ihrer Gegnerin. Die Blessur am rechten Knöchel, die sie vor nur zwei Tagen in Bad Homburg zur Aufgabe gezwungen hatte, schien sie nicht mehr zu beeinflussen.

Auch im zweiten Durchgang holte die Hartplatzspezialistin, die bisher je zweimal die Australian Open sowie die US Open gewann, nach zwischenzeitlichem 1:4-Rückstand noch furios auf. Über die dritte Runde kam Osaka beim Rasenklassiker noch nie hinaus.

Zverev startet am Dienstag

Angeführt von French-Open-Sieger Alexander Zverev sind neun deutsche Tennisprofis in Wimbledon dabei. Der beste deutsche Tennisspieler startet am Dienstag (14.00 Uhr/Prime Video) mit seiner Erstrundenpartie gegen den Belgier Alexander Blockx. (are/sid/dpa)

Chris Evert bei einer Pokal-Übergabe.
„Er ist unbarmherzig“
Tennis-Legende Chris Evert: Der Krebs ist zurück