Die New Yorker Fans sind vom vermeintlichen Traumfinale der US Open wenig begeistert. Ihre Reaktion entsetzt viele.
„Ich schäme mich“Fan-Wut auf „armseliges“ Publikum bei US Open

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Coco Gauff musste im Halbfinale eine bittere Niederlage hinnehmen – sehr zum Unmut der Fans.

Nummer eins gegen Nummer zwei – und nach dem Match werden die Rollen getauscht! Bei den US Open kommt es am Samstag im Finale zum brisanten Duell der Noch-Weltranglistenersten Aryna Sabalenka (Belarus) und ihrer Nachfolgerin Elena Rybakina (Kasachstan).
Schon jetzt steht fest: Ab Montag wird Rybakina auf Platz eins der Tennis-Weltrangliste geführt werden – egal, wie das Endspiel ausgeht.
Beide US-Amerikanerinnen im Halbfinale raus
Was sportlich nach einem absoluten Traumfinale zwischen den beiden derzeit besten Spielerinnen der Welt klingt, ist es für die Fans in New York überhaupt nicht. Sie hätten sich vielmehr ein Endspiel mit amerikanischer Beteiligung gewünscht. Doch im Halbfinale zogen sowohl Jessica Pegula (gegen Sabalenka) als auch Publikumsliebling Coco Gauff (gegen Rybakina) den Kürzeren.
Alle Anfeuerungen, selbst von der ehemaligen First Lady Michelle Obama, halfen nicht. In der Night Session musste sich Gauff am Donnerstagabend im Arthur Ashe Stadium mit 6:3, 4:6, 4:6 knapp gegen die Kasachin Rybakina geschlagen geben.
Dass die Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Enttäuschung allzu deutlich zeigten, sorgt bei vielen anderen Tennis-Fans für Wut. Denn nach dem Matchball verzichtete ein Großteil des Publikums selbst auf den üblichen höflichen Applaus. Beim Interview mit Rybakina nur Augenblicke später war das Stadion schon halb leer.
„Ich schäme mich für die Fans in New York“, schrieb ein reichweitenstarker User bei X, der sich selbst als Anhänger der großen New Yorker Sportvereine bekennt, über das Verhalten bei den US Open aber entsetzt war: „Als Coco den letzten Punkt verloren hat, sind die sogenannten Fans sofort aufgestanden und gegangen – mit begrenztem Applaus für Elena, die fantastisch gespielt hat. Die brauchen alle Nachhilfe in sportlicher Fairness (trotz ihres Geldes).“
Ein anderer Nutzer schrieb: „Dass Rybakina nach dem Match keinen Applaus bekommen hat, ist ziemlich armselig. Ich verstehe, dass das Publikum für Coco war, aber bitte.“ In einem weiteren Post hieß es: „Nicht für die Siegerin zu klatschen, ist so unreif. Das New Yorker Publikum macht normalerweise während der Matches, was immer ihm gefällt, aber zumindest weiß es, wie man sich am Ende richtig verhält. Diesmal hat es noch nicht mal das absolute Minimum geschafft.“
Vor allem auf dem Center Court finden sich bei den US Open auch viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein, die keine eingefleischten Tennis-Fans sind. In diesem Jahr gab es mehrfach Ärger um Influencer, die die Tribüne nur als Selfie-Panorama benutzten und sich überhaupt nicht für die Matches interessierten.
Rybakina selbst gab sich nach ihrem Finaleinzug diplomatisch. „Es war ein tolles Match. Natürlich wollten viele, dass Coco gewinnt. Das ist normal“, sagte sie. „Am Anfang war es eine sehr schöne Atmosphäre. Erst, als ich im dritten Satz geführt habe, hat das Publikum Coco dann wirklich extrem unterstützt. Aber ich habe versucht, mich auf mich selbst zu konzentrieren und nicht hinzuhören.“
