Nach Klatsche: Zverevs Selbsteinschätzung sorgt für Hohn.
Zverevs kurioser VorschlagNach Pleiten-Serie: So will er seinen Angstgegner jetzt stoppen

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Gegen Jannik Sinner (r) war Alexander Zverev wieder einmal chancenlos.
Eigentlich hat Alexander Zverev allen Grund zur Freude über seine bisherige Saison. Abgesehen von Acapulco erreichte Deutschlands Tennis-Ass bei jedem Wettbewerb wenigstens das Halbfinale. Beim jüngsten Masters-Turnier in Madrid stand er sogar im Finale.
Trotzdem ist die bisherige Bilanz für den gebürtigen Hamburger durchwachsen. Bereits bei den Australian Open ließ er die riesige Möglichkeit auf den Finaleinzug liegen. Damals unterlag er im Semifinale Carlos Alcaraz, der von Krämpfen geschüttelt war.
Zverev beißt sich an Sinner die Zähne aus
Anschließend bewies Zverev zwar eine bemerkenswerte Beständigkeit, aber in den wichtigen Augenblicken wurde ihm stets seine Unterlegenheit demonstriert. Die Ursache dafür ist klar: Jannik Sinner. Egal ob in Indian Wells, Miami, Monte-Carlo oder jetzt Madrid – jedes Mal war der Südtiroler die Endstation. Keinen einzigen Satz konnte Zverev gegen den derzeit weltbesten Profi für sich entscheiden.
Die Vorführung im Endspiel von Madrid traf ihn besonders hart. Nach einer ernüchternden Niederlage mit 1:6, 2:6 in weniger als 60 Minuten meinte Zverev: „Ich glaube, da ist eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen im Moment.“
Anschließend kam aber eine Aussage, die für Wirbel sorgte: „Und ich glaube, da ist eine große Lücke zwischen Carlos Alcaraz, mir, vielleicht Novak Djokovic und allen anderen.“
Hohn und Tadel im Netz für Zverevs Selbsteinschätzung
Dass er sich just nach dieser miesen Leistung mit dem derzeit verletzungsbedingt ausfallenden Alcaraz gleichsetzte, bescherte Zverev im Internet viel Hohn und Tadel. In Topform schätzen viele Beobachter auch Alcaraz als klar stärker ein als den 29-Jährigen.
Hinsichtlich der French Open, die in circa drei Wochen starten, könnte Zverevs Einschätzung jedoch stimmen. Alcaraz kann seinen Titel in Roland Garros wegen einer Verletzung nämlich nicht verteidigen. Sind damit Zverev und Sinner die größten Anwärter? Oder am Ende doch nur der Italiener, der alles beherrscht?
Sinner hat als erster Tennisspieler bei den Herren fünf Masters-1000-Events hintereinander gewonnen – das ist die zweitwichtigste Turnierklasse nach den Grand Slams. Selbst Legenden vom Kaliber eines Roger Federer oder Rafael Nadal gelang das nicht. „Es ist schwer zu sagen, dass es aktuell keine Lücke zwischen Sinner und dem Rest gibt“, räumte auch Zverev ein.
Zverevs witziger Appell an Sinner
Wer kann Sinner in Paris also aufhalten? Da er auf dem Court keine Lösung parat hatte, kam Zverev mit einem zumindest augenzwinkernden Vorschlag. In Richtung Sinner und dessen Team witzelte er: „Vielleicht macht ihr während der French Open eine Pause.“
Diesen Wunsch wird ihm der Italiener jedoch kaum erfüllen. Daher müssen Zverev und seine Mannschaft andere Wege finden, falls er bei seinem favorisierten Grand-Slam eine realistische Möglichkeit haben möchte. Nach einigen freien Tagen steht für die beiden Kontrahenten nun Rom auf dem Plan. Ob Zverev im Anschluss bei seinem Heimspiel in Hamburg aufschlägt, ist fraglich. (dpa/red)
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