Demütigung für Alexander Zverev: Gegen Jannik Sinner ist er im Finale von Madrid völlig chancenlos.
Lehrstunde von SinnerZverev hoffnungslos unterlegen: Madrid-Finale blitzschnell vorbei

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Alexander Zverev musste sich wieder einmal Jannik Sinner geschlagen geben. So deutlich wie in Madrid war es selten.
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Es dauerte nicht mal eine Stunde: Alexander Zverev hat das Finale von Madrid gegen Jannik Sinner deutlich verloren. Nach 58 Minuten stand es aus der Sicht des besten deutschen Tennisspielers 1:6, 2:6.
Der Weltranglisten-Erste aus Italien war wieder einmal eine Nummer zu groß für den Hamburger. Diesmal erteilte Sinner Zverev eine wahre Lehrstunde – es Zverevs neunte Niederlage gegen den Südtiroler in Folge.
Erster Satz nach 25 Minuten vorbei. zweiter kaum länger
„Entschuldigung für dieses Finale“, sagte Zverev, die Fans beim ATP-Masters in Madrid hatten schließlich nicht viel bekommen für ihr Geld: „Das war nicht mein bester Tag.“ Auch Boris Becker hatte aus der Ferne zugeschaut und wollte seine Enttäuschung teilen. „Wow“, schrieb er bei X, „es war kein Match, auf das wir alle gehofft hatten.“
Sinner (24) ist der erste männliche Tennisprofi, der fünf Masters-1000-Turniere in Folge gewinnen konnte. Auch bei den Events zuvor in Monte-Carlo, Miami, Indian Wells und Paris hatte der Südtiroler triumphiert. Die Masters sind die zweithöchste Kategorie im Tennis nach den vier Grand-Slam-Turnieren.
Zverev war im Finale von Madrid, wo er 2018 und 2021 gewonnen hatte, kein ebenbürtiger Gegner für Sinner. Er verlor gleich seine ersten beiden Aufschlagspiele und leistete sich teils eklatante Fehler. Als Zverev sein erstes Spiel zum 1:5 gewann, kam aufmunternder Applaus von den Rängen im Manolo Santana Stadion auf. Doch Sinner blieb davon unbeeindruckt, nach nur 25 Minuten sicherte er sich den ersten Satz.
Im zweiten Durchgang hielt Zverev nur anfangs etwas besser mit, ehe Sinner wieder komplett den Rhythmus bestimmte und das Endspiel endgültig zu einer einseitigen Angelegenheit machte. Nach nur 57 Minuten verwandelte der viermalige Grand-Slam-Turniergewinner seinen ersten Matchball zum nie gefährdeten Sieg über die deutsche Nummer eins. „Zwei Welten treffen heute aufeinander“, sagte der frühere Tennisprofi und Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen als Sky-Kommentator.
Zverev war erst der dritte männliche Tennisprofi nach den längst zurückgetretenen Tennis-Idolen Rafael Nadal (insgesamt 8) und Roger Federer (4), der zum vierten Mal in Madrid im Endspiel stand. Doch der Titelgewinn blieb dem Weltranglistendritten auf schmerzhafte Weise verwehrt.
Die Art und Weise der Niederlage wirft auch Fragen nach Zverevs Titelchancen bei den am 24. Mai in Paris beginnenden French Open auf, wo Sinner nach der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz aus Spanien der unbestritten größte Favorit sein wird. (are/dpa/sid)
