Skiflug-Weltcup Schock-Moment in Oberstdorf bei Huber-Sturz – Freitag beendet seine Karriere

Daniel Huber rutscht übers Eis.

Daniel Huber stürzte am Samstag, 19. März 2022, beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf schwer.

Skiflug-Weltcup in Oberstdorf: Am Samstag kam es zu einem schweren Sturz, doch Österreichs Daniel Huber hatte Glück im Unglück.

Schreckmoment in Oberstdorf beim Skispringen am Samstag (19. März 2022). Der Österreicher Daniel Huber (29) ist schwer gestürzt bei einer verunglückten Landung.

Schon in der Luft hatte Huber Probleme, verlor die Kontrolle und bei der Landung beide Ski. Er rutschte über die vereiste Landebahn und überschlug sich mehrfach bei hohem Tempo. Die Betreuer und Zuschauer in Oberstdorf hielten den Atem an. Sofort eilten Ersthelfer herbei.

Doch Huber konnte relativ schnell wieder aufstehen. Er hatte wohl Glück im Unglück, zog sich nur schmerzhafte Prellungen und Schürfwunden zu. Der Wettkampf musste für einige Minuten unterbrochen werden.

Schock-Moment: Daniel Huber stürzt bei Skisprung-Weltcup

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Am Rande des Skiflug-Weltcups in Oberstdorf hat der frühere Weltklasse-Skispringer Richard Freitag (30) seine Karriere beendet: „In den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass ich trotz großen Engagements meine persönlichen Ziele nicht mehr erreichen kann. Ich hatte eine wirklich schöne Zeit und habe viele wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen, doch es ist an der Zeit, aufzuhören und sich neuen Aufgaben zu widmen“.

Richard Freitag blickt auf beeindruckende Karriere zurück

Freitag feierte in seiner Karriere acht Weltcup-Siege, gewann sieben Medaillen bei Skisprung- und Skiflug-Weltmeisterschaften und holte 2018 in Pyeongchang mit der Mannschaft Silber bei den Olympischen Winterspielen. Zuletzt lief es allerdings nicht mehr wie gewünscht. Freitag schaffte es nicht mehr ins Weltcup-Team des Deutschen Skiverbands (DSV). Er sprang im zweitklassigen Continental-Cup und zeitweise auch im drittklassigen Fis-Cup. Für den Sachsen, der in der Saison 2017/18 Rang zwei im Gesamt-Weltcup belegte, war das auf Dauer zu wenig.

Bei der Vierschanzentournee 2017/18 hatte Freitag großes Pech. Als Spitzenreiter im Gesamtweltcup war er angereist und startete gut: Bei den beiden ersten Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen wurde er Zweiter hinter dem späteren polnischen Tournee-Champion Kamil Stoch (34). Beim dritten Wettkampf in Innsbruck stürzte Freitag dann nach einem weiten Satz und musste die Tournee vorzeitig beenden.

Wie es für ihn nun weitergeht, weiß er noch nicht. „Aktuell prüfe ich verschiedene Optionen – eine konkrete Entscheidung habe ich, Stand heute, noch nicht getroffen. In jedem Fall aber werde ich dem Sport so oder so im Herzen verbunden bleiben. Skispringen war meine große Leidenschaft und ich empfand es stets als Privileg, diesen Sport ausüben zu dürfen“, erklärte Freitag. (ubo/dpa)

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