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Halbzeit beim ZweierbobDeutscher Dreifach-Triumph? Lochner mit XXL-Vorsprung

Aktualisiert

Mit Start- und Bahnrekord untermauert Johannes Lochner seinen Anspruch auf Olympia-Gold. Mitfavorit Francesco Friedrich hat zur Halbzeit im Zweierbob viel Rückstand.

Johannes Lochner greift zum Abschluss seiner 15-jährigen Bob-Karriere nach dem ersten Olympia-Gold.

Vor den beiden abschließenden Läufen im Zweierbob an diesem Dienstag hat der Weltcup-Gesamtsieger aus Berchtesgaden satte 0,80 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Francesco Friedrich, der mit Alexander Schüller fährt. Der in Lauf eins auf Platz zwei gefahrene Adam Ammour fiel mit Alexander Schaller auf Rang drei zurück.

Lochner/Fleischhauer deklassieren die Konkurrenz im ersten Lauf

Mit seinem bärenstarken Anschieber Georg Fleischhauer fuhr Lochner gleich im ersten Lauf Start- und Bahnrekord und nahm dem viermaligen Olympiasieger Friedrich schon 0,48 Sekunden ab – eine Welt im Bobsport. Selbst das dritte deutsche Duo Ammour/Schaller war vier Hundertstelsekunden schneller als Friedrich/Schüller.

Im zweiten Lauf touchierte Friedrich erneut mehrere Banden und konnte somit seine Aufholjagd auf Lochner nicht starten. Zumindest reichte es für Platz zwei, da Ammour gleich mehrfach im Eislabyrinth querstand.

Der in Peking vor vier Jahren zweimal hinter Friedrich auf Rang zwei gekommene Lochner, der mit Fleischhauer sechs von sieben Rennen in diesem Winter gewann, zeigte seine ganze Klasse an den Lenkseilen. Der 35-Jährige leistete sich fast keinen Fehler.

Der viermalige Olympiasieger Friedrich aus Pirna, der mit einer weiteren Goldmedaille zum erfolgreichsten Bobpiloten bei Winterspielen aufsteigen könnte, war am Start eine Hundertstelsekunde langsamer. Zudem unterliefen ihm einige Patzer im Cortina Sliding Centre. Auch mit der Abstimmung beim Material kam er wie schon zuletzt im Weltcup nicht auf Spitzen-Geschwindigkeiten.

Das Dauer-Duell der beiden Weltklassepiloten wurde sogar im Micky-Maus-Magazin „duckifiziert“. In der Story „Rivalen der Bobbahn“ sind Lochner und Friedrich als Comicfiguren im Eiskanal unterwegs, um Donald Duck zu retten. „Sie verkörpern Leidenschaft sowie Ehrgeiz und haben beide Humor“, hieß es in einer Pressemitteilung des Verlags. (sid)

Jutta Leerdam winkt in die Kamera.

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