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„Beim Frühstück Gerüchte gehört“Böser Schummel-Verdacht gegen Olympia-Star

Aufregung in der Loipe! Zwei Teams sollen sich einen unerlaubten Vorteil verschafft haben. Auch ein deutscher Trainer ist sauer.

Die Stimmung bei den Olympischen Winterspielen ist explosiv! Im Langlauf stehen schwere Vorwürfe im Raum, die sich gegen die Teams aus Norwegen und den USA richten.

Der Verdacht: Sie sollen sich durch verbotene Tricks einen unfairen Vorteil verschafft haben.

Norwegen-Legende: „Muss kritisch betrachtet werden, dass wir so gut sind“

Die Norweger sollen am Dienstag vor dem Klassiksprint der Damen und Herren eine besondere Maschine genutzt haben, um ihr Skiwachs zu erwärmen. Der Knackpunkt dabei: Eigentlich ist dieses spezielle Gerät nicht zulässig. So zumindest der Informationsstand der anderen Teams.

Anders Svanebo, Wachsexperte des schwedischen Teams, erklärte dem schwedischen „Sportbladet“ dazu: „Sie scheinen die Erlaubnis erhalten zu haben, aber die Information scheint bei ihnen geblieben zu sein.“ Falls der Veranstalter hier gepatzt habe, sei das eine „ernste Angelegenheit“, so Svanebo. Das berichtet „SPORT1“.

Auch Per Nilsson, der Coach der deutschen Frauen, war stinksauer: „Ich habe beim Frühstück ein paar Gerüchte darüber gehört.“ Für den gebürtigen Schweden ist klar: „Ich finde es nicht fair, wenn bestimmte Nationen davon Gebrauch machen durften.“

Die Situation soll sich bei einem Meeting am Donnerstagabend zugespitzt haben, bei dem es laut „Sportbladet“ hoch hergegangen sein soll. Berichten zufolge hat sich FIS-Wettkampfleiter Michal Lamplot bei den teilnehmenden Langlauf-Teams entschuldigt und versprochen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen wird.

Aber das war noch nicht alles! Noch am selben Abend platzte die nächste Bombe: Offenbar hat auch das Team aus den USA geschummelt. Der Wachs-Chef der Amerikaner gab zu, dass seine Mannschaft eine unerlaubte Flüssigkeit für die Skier genutzt hat.

Lamplot bestätigte diesen Regelbruch zwar dem norwegischen Sender NRK, sagte aber, dass keine Strafen folgen werden. Die Begründung: „Seit dem Wettkampf sind zwei Tage vergangen und es wird keine weiteren Konsequenzen von unserer Seite geben.“

Im Sprint der Damen blieben die Medaillen von den ungleichen Verhältnissen unberührt, denn die ersten drei Plätze gingen allesamt nach Schweden. Bei den Herren war das Bild jedoch ein komplett anderes: Gold und Bronze gingen an Norwegens Langlauf-Überflieger Johannes Hösflot Kläbo sowie seinen Landsmann Oskar Opstad Vikke, während Ben Ogden aus den USA die Silbermedaille bekam.

In Finnland ist die Wut groß. Der finnische Athlet Lauri Vuorinen kam im Sprint der Männer auf den bitteren vierten Platz. Seine Landsleute verlangen nun, dass er zum Olympiasieger ernannt wird. Wachs-Experte Heikki Tonteri meinte gegenüber dem finnischen Sender Yle: „Lauri ist der moralische Sieger.“

Biathlon-Ikone Ole Einar Björndalen äußerte sich gegenüber „SPORT1“ zu dem Thema: „Es muss kritisch betrachtet werden, dass wir so gut sind. Manchmal sind die Serviceleute so weit vorn und machen Sachen, die nicht erlaubt sind. Das ist nicht gut.“ Die Schuld sieht der Norweger eindeutig beim Weltverband FIS oder dem Veranstalter, da die „Nachricht nicht an die anderen gegeben“ wurde. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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