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Moment der Spiele Rührende Olympia-Geste bewegt ganz Japan: Deutsche Betreuerin tröstete Gegnerin

Skisprung-Drama bei Olympia: Theresia Schuster tröstete Sara Takanashi.

Die deutsche Betreuerin Theresia Schuster tröstete am 7. Februar 2022 die japanische Skispringerin Sara Takanashi und reichte ihr ein Taschentuch.

Olympischer Moment für die Herzen: Mitten in einem der größten Skandale der Winterspiele in Peking sorgte eine deutsche Betreuerin mit einer wundervollen Geste für Begeisterung.

Da war er, dieser olympische Geist, der die Spiele ausmacht. Dieser Moment, der einem die Tränen der Rührung die Augen treiben kann. In Japan wird eine deutsche Betreuerin gefeiert. Viele wollen mehr über das Mitglied des DSV-Teams der deutschen Skispringerinnen wissen auch noch Tage nach dem Anzug-Drama im Mixed-Teamwettbewerb am 7. Februar 2022.

Was war passiert? Nach dem Skisprung-Wettbewerb mit Frauen und Männern auf der olympischen Schanze waren zahlreiche Springerinnen aufgrund von zu großen Anzügen kurz nach ihren Sprüngen disqualifiziert worden. Während das deutsche Team nach dem Aus von Katharina Althaus (25) von einem Skandal sprach und die Messvorgänge kritisierte, entschuldigten sich die Japaner für ihre zu großen Anzüge.

Olympia 2022: Deutsche Betreuerin tröstete Sara Takanashi

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Doch zunächst waren die Sportlerinnen fast untröstlich. Die Japanerin Sara Takanashi (25) war betroffen, sie weinte bitterlich an der Anlage. Und da kam es zu einer rührenden Szene, die auch jetzt noch, am 14. Februar 2022, in Japan durch die Medien geht. Die deutsche Betreuerin Theresia Schuster (27) ging zu Takanashi, die auf dem vereisten Boden hockte und schluchzte. Schuster reichte der Japanerin ein Taschentuch, streichelte ihr über den Rücken und versuchte, sie zu trösten.

In Japan wollen sie nun alles wissen über diese deutsche Heldin. Auf Twitter glaubten einige, es handelte sich um eine deutsche Springerin: „Das habe ich beim Teamwettbewerb im Skispringen gesehen: Es war wahrscheinlich eine deutsche Athletin, die sich um Sara Takanashi gekümmert hat, als sie noch ihrem Verstoß gegen die Anzugregel völlig aufgelöst war. Sie gab ihr ein Taschentuch. Deutschland war ebenfalls betroffen. Aber in der Welt gibt es noch Freundlichkeit“, schrieb ein User.

Theresia Schuster posiert für ein DSV-Porträt.

Theresia Schuster am 20. Oktober 2020: Die Physiotherapeutin betreut das DSV-Team.

Ein Twitter-Nutzer fragt: „Wer ist diese sanfte deutsche Athletin, die Sara Takanashi, die traurige Skispringerin, getröstet hat? Viele Japaner wollen es wissen.“ Wir können helfen: Theresia Schuster ist keine Springerin, sondern Betreuerin, geboren am 26. Februar 1994. Sie hilft den Skispringerinnen als Physiotherapeutin bei den Winterspielen.

Olympia 2022: Takanashi entschuldigte sich für zu großen Anzug beim Skispringen

Im Gegensatz zu der deutschen Mannschaft hat sich Takanashi übrigens für ihren zu großen Anzug entschuldigt. Japan hatte Bronze als Vierter dadurch verpasst. „Wenn ich mich entschuldige, bringt das die Medaille nicht zurück. Meine Disqualifikation hat das Leben aller verändert. Es tut mir sehr leid, dass dies zu einer tiefen Enttäuschung geführt hat“, schrieb die 25-Jährige in einem Statement.

Das Anzug-Chaos sorgte bei der deutschen Skisprung-Mannschaft derweil für Wut. „Für mich ist es ein Kasperletheater. Das ist nicht mehr im Sinne des Sports“, sagte Männer-Coach Stefan Horngacher (52), der nach dem Wirrwarr sogar indirekt mit seinem Rückzug drohte.

Außer Goldgewinner Slowenien waren alle Top-Nationen betroffen. „Das finde ich schon sehr fragwürdig, um nicht zu sagen skandalös. Das können wir alle nicht nachvollziehen“, wetterte Teammanager Horst Hüttel (53), der vor lauter Frust sein Funkgerät zerstörte. Deutschland wurde nur Neunter nach dem Aus von Althaus.

Doch bei aller Wut, die Szene der deutschen Betreuerin Theresia Schuster und der japanischen Springerin Sara Takanashi berührte die Herzen der Fans. Und das nicht nur in Japan.

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