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Patzer im ersten DurchgangRaimund fliegt klar an zweiter Olympia-Medaille vorbei

Aktualisiert

Philipp Raimund kommt fünf Tage nach Gold nicht über Rang neun hinaus. Gold geht an Topfavorit Domen Prevc.

Überflieger Philipp Raimund hat eine erneute Olympia-Medaille klar verpasst. Der 25-Jährige musste sich auf der großen Schanze mit dem neunten Rang begnügen, fünf Tage nach seinem Sieg vom kleinen Bakken war das Podest weit entfernt.

Gold ging an Sloweniens Topfavorit Domen Prevc vor dem Japaner Ren Nikaido und Kacper Tomasiak aus Polen.

Philipp Raimund lässt Medaille im ersten Durchgang liegen

Olympiasieger Raimund flog im Dauerregen von Predazzo auf 131,0 und 136,0 m, mit 277,4 Punkten fehlten ihm umgerechnet gut acht Meter zum Treppchen. Besonders der erste Versuch war letztlich entscheidend für die deutlich verpasste Medaille. Eine Klasse für sich war Prevc. Der Weltmeister flog auf 138,5 und 141,5 m und holte sich das erste Einzel-Gold seiner Karriere.

Die übrigen Deutschen lagen teils deutlich zurück. Der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger empfahl sich als 15. zumindest für den Platz neben Raimund im Super Team am Montag.

Noch dahinter lagen Pius Paschke (24.) und Felix Hoffmann (25.). Es war das schwächste deutsche Olympia-Ergebnis seit 2006, als Michael Neumayer als bester DSV-Adler den elften Rang belegt hatte.

Schon in der Probe hatte sich das schwache Abschneiden angedeutet, als Wellinger auf Rang 18 noch bester deutscher Springer gewesen war. Im Wettkampf lief es dann kaum besser. Einziger deutscher Olympiasieger von der Großschanze bleibt somit Jens Weißflog (1994).

Einen letzten Einsatz hat Raimund in Norditalien noch: Im Super Team geht es am Montag in drei Durchgängen um die Medaillen, jede Mannschaft besteht aus zwei Springern. (sid)

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