Abo

„Mache das jedes Jahr“Gold-Liu lüftet ihr Haar-Geheimnis

Alysa Liu wird von ihrer Konkurrenz nach dem Gewinn der Goldmedaille beglückwünscht.

Copyright: IMAGO/GEPA pictures

Alysa Liu wird von ihrer Konkurrenz nach dem Gewinn der Goldmedaille beglückwünscht.

Aktualisiert

Eiskunstläuferin Alysa Liu trat mit einem auffälligen Haarstyling bei den Olympischen Winterspielen 2026 an – und verzückte ihre Fans.

Ein goldfarbenes Kleid mit Pailletten, goldene Quersträhnen in ihrem dunkelbraunen Haar – alles passte an diesem olympischen Donnerstagabend (19. Februar) zu der fantastischen Goldkür von Eiskunstläuferin Alysa Liu!

„Während ich auf dem Eis war und die Jubelrufe hörte, habe ich mich so verbunden mit dem Publikum gefühlt“, sagte der US-Star später. „Ich brauchte das hier nicht“, so die 20-Jährige über die Goldmedaille um ihren Hals.

Olympiasiegerin Alysa Liu: „Ich mache das jedes Jahr“

Ihre Lockerheit zeigte sich während ihres finalen Laufs allzu deutlich, Liu hatte die ganze Zeit ein selbstsicheres Grinsen im Gesicht – und viele fragten sich, was es mit der auffälligen Frisur der Sportlerin auf sich hat.

Klar ist: Ihren „Halo-Look“ hat sich Liu in der Form selbst ausgedacht. „Ich mache das jedes Jahr und füge einen Ring hinzu“, verriet die Eistänzerin bereits vor den Wettkämpfen ihre hellen, horizontalen Strähnen.

Ein Halo-Look besteht üblicherweise aus gestreiften, aufgehellten Stellen, die um den Kopf verlaufen und oft als „Engelshaar“ oder „Halo“-Ringe (Heiligenschein) bezeichnet werden. Der kontrastreiche Effekt erlebt derzeit ein Comeback aus den 2000er-Jahren, als die Frisur oft als „Zebra“- oder „Skunk-Highlights“ bekannt wurde.

Das Besondere bei Liu: Jeden Winter, gegen Ende Dezember, komme ein neuer Streifen hinzu. Ihre Frisur erhält so ein wachsendes, jährliches Update. „Ich habe am 31. Dezember 2023 damit angefangen“, sagte sie.

Ihr Look wurde in einem Friseursalon in St. Louis von einer Stylistin verfeinert und gepflegt, um das Haar trotz der starken Blondierung gesund zu halten, berichtete sie weiter.

Ihren Haarschnitt dagegen beschrieb sie in einem Instagram-Post einmal als „Hush Cut + Hime“, also eine Kombination zweier Trendfrisuren aus Korea und Japan.

Während der „Hush Cut“ als leicht stufiger Haarschnitt sehr luftig wirkt und viel Bewegung zulässt (oft als „fluffy“ Styling beschrieben), verbindet der Hime Cut einen traditionell japanischen Stil mit zwei geraden, kinnlangen Strähnen vorne („Princess bangs“). Dahinter fällt das übrige Haar meist länger und glatt.

Auf dem Eis trug Liu ihre Haare allerdings gebunden, erst nach ihrem Gold-Auftritt kam die Pracht ihrer Frisur zum Vorschein. Im Netz stapeln sich die Kommentare. Die einen fühlen sich an einen Anime-Charakter erinnert, die anderen sehen eher einen „Waschbär-Look“. Doch vor allem aber gibt es Lob: „Sie rockt diesen Stil auf jeden Fall“, heißt es beispielsweise.

Liu, deren Vater angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der chinesischen Protestbewegung auf dem Tian’anmen-Platz in Peking am 4. Juni 1989 in die USA geflüchtet war, dürfte sich auch darüber freuen. „Wenn ich andere Menschen lächeln sehe, weil ich sie im Publikum sehe, muss ich auch lächeln. Ich habe kein Pokerface“, äußerte sie nach ihrem Sieg.

Alysa Liu lief während ihrer Olympia-Kür mit gebundenen Haaren.

Copyright: IMAGO/ZUMA Press Wire

Alysa Liu lief während ihrer Olympia-Kür mit gebundenen Haaren.

Die Amerikanerin hatte 2022 nach dem sechsten Platz bei den Olympischen Spielen in Peking und dem dritten Rang bei der Weltmeisterschaft in Montpellier im Alter von 16 Jahren eigentlich schon ihre Karriere beendet.

Zur Saison 2024/2025 kehrte sie zurück, wurde auf Anhieb Weltmeisterin. Ein Jahr später ist sie nun auch Olympiasiegerin. „Oh mein Gott. Es war einfach genau richtig“, sagte Liu über ihre Rückkehr auf die Eisfläche.

Zielfoto im Olympia-Shorttrack mit Absal Äschighalijew und Pietro Sighel

Buh-Rufe nach Eis-Drama

Olympia-Star fährt rückwärts um den Sieg