Sturz-Drama um Wunderkind Walijewa Olympia-Siegerin Witt weint im Live-TV: „Der Welt zum Fraß vorgeworfen“

Expertin Katarina Witt weint während der Live-Übertragung in der ARD

Emotionaler TV-Moment: Katarina Witt, zweifache Olympia-Siegerin im Eiskunstlauf, brach am Donnerstagnachmittag in der ARD in Tränen aus.

Bei Olympia wollte Wunderkind Kamila Walijewa Gold im Eiskunstlauf-Wettbwerb. Doch es entwickelte sich ein Drama um den Shooting-Star aus Russland – welches Katarina Witt zu Tränen rührte.

Die Olympischen Spiele neigen sich ihrem Ende zu – doch kurz vor Schluss wurde es noch einmal richtig emotional. Im Mittelpunkt: ARD-Expertin Katarina Witt (56). Die zweifache Olympia-Siegerin sorgte am Donnerstag (17. Februar 2022) für einen denkwürdigen TV-Moment.

Witt begleitete gemeinsam mit ARD-Moderatorin Jessy Wellmer (42) die Live-Übertragung der Eiskunstlauf-Damenkonkurrenz. Nach dem Kurzprogramm stand am Donnerstag noch die Kür auf dem Programm. Und kurz vor Schluss betrat Kamila Walijewa (15) das Eis...

Die blutjunge Russin, um die es zuvor bereits heftigen Doping-Wirbel gegeben hatte, wollte nach einer Medaille greifen. Nach dem Kurzprogramm vom Dienstag lag sie in Führung. Doch dann nahm das Drama seinen Lauf.

Olympia: Katarina Witt bricht bei der ARD in Tränen aus

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Denn das Eiskunstlauf-Wunderkind, das im Teamwettbewerb bereits Gold geholt hatte, erwischte einen rabenschwarzen Tag, stürzte gleich mehrfach aufs harte, kalte Eis – schon nach wenigen Augenblicken der Kür war klar: Walijewa würde an diesem Tag mit dem Olympia-Sieg nichts mehr zu tun haben. Am Ende wurde es Rang vier.

Nach dem Ende des Wettbewerbs, den die ebenfalls erst 17-jährige Russin Anna Schtscherbakowa (17) gewann, schaltete die ARD zurück ins Sendezentrum nach Mainz zu Olympia-Expertin Witt und Moderatorin Wellmer.

Olympia: Eiskunstlauf-Drama um Wunderläuferin Kamila Walijewa

Und dann plötzlich brach es aus Witt heraus. Mit Tränen in den Augen holte die vierfache Weltmeisterin zu einem emotionalen Appell aus. „Es ist genau das eingetreten, wovor man sie hätte schützen müssen. Sie ist 15, sie ist ein Kind, es tut mir leid, du siehst sie da sitzen, wie sie zusammenbricht. Könnt ihr das mal wegschalten!“ Witt war vom Drama um die russische Wunderläuferin völlig mitgenommen.

Katarina Witt im Gespräch mit Jessy Wellmer

Expertin Katarina Witt (l.) und ARD-Moderatorin Jessy Wellmer begleiteten am Donnerstag (17. Februar 2022) die Live-Übertragung der Eiskunstlauf-Damenkonkurrenz bei den Olympischen Spielen.

Witt weiter: „Sie konnte nicht gewinnen in diesem Spiel. Das, was jetzt passiert ist, ist das Allerschlimmste. Sie ist daran zerbrochen, sie ist ein 15-jähriges Kind. Ich finde, man hat sie der Welt zum Fraß vorgeworfen. Alle Welt hat zugeschaut. Daran musst du zerbrechen.“

Schon in den Tagen zuvor sowie unmittelbar vor Beginn der Kür hatte Witt harte Kritik daran geübt, dass minderjährige Läuferinnen von ihren Trainern zu Olympia geschickt werden. Sie forderte ein Mindestalter von 18 Jahren für eine Teilnahme und warnte vor dem enormen psychischen Druck auf die Athletinnen. „Irgendeine Mama oder irgendjemand Verantwortungsvolles hätte sie rausnehmen müssen und in den Flieger setzen müssen“, sagte sie nun unter Tränen bei der ARD. „Sie ist in dem ganzen Spiel komplett die Verliererin.“ Da dürften viele Sport-Fans der Olympia-Heldin beipflichten. (kos/sto)

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