Eiskunstlauf-Bronze für Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin bei den Olympischen Spielen in Mailand!
Patzer kosten GoldDeutsches Paar mit Zitter-Kür zu Bronze

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Minerva Hase und Nikita Volodin haben die erhoffte olympische Medaille geholt. Zum Sieg reichte es aber nicht.
Aktualisiert
Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin hat bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina die Bronzemedaille geholt.
Das Duo aus Berlin war nach einem fehlerfreien Kurzprogramm als Führende ins Finale gegangen. Doch nach einem bärenstarken Auftritt der japanischen Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara war klar, dass die beiden Deutschen in der Kür eine persönliche Bestleistung benötigen würden.
Fabienne Hase und Nikita Volodin nach einigen Fehlern mit Bronze
Die Japaner hatten sich im Kurzprogramm einen Fehler bei der Hebung geleistet und waren deshalb nur als Fünftplatzierte ins Finale gegangen. Doch am Montagabend warfen sie mit einer beeindruckenden Leistung den sprichwörtlichen Fehdehandschuh aufs Eis.
Hase/Volodin schafften es nicht, diesen aufzunehmen, leisteten sich die ein oder andere Unsicherheit. Als Hase den Salchow aufriss, rückte das Gold in weite Ferne. Nun ging es „nur“ noch um eine Medaille. Weitere Fehler kamen danach nicht dazu, sodass es am Ende zu Bronze reichte. Anastassia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien sicherten sich Silber.
Das zweite Berliner Paar Annika Hocke/Robert Kunkel beendete den olympischen Wettkampf in Mailand auf dem zehnten Rang.
Mit der Medaille erfüllt sich für Hase/Volodin dennoch ein Traum. Allen voran Hase hatte damit kaum rechnen können, als sie 2022 in Peking mit ihrem früheren Lauf-Partner Nolan Seegert Letzte nach der Kür geworden war. Vor drei Jahren knüpfte Chefcoach Dmitri Savin, ein russischer Paarlaufspezialist, den Kontakt zum aus Sankt Petersburg stammenden Volodin. Es sollte der Startschuss in eine Erfolgsgeschichte werden.
Die fantastische Ausgangsposition hatten sich die Berliner am Sonntagabend mit einem Weltklasse-Kurzprogramm gesichert. 80,01 Punkte, persönliche Bestleistung, Platz eins – Hase und Volodin, seit August 2025 deutscher Staatsbürger, waren optimal in den Wettkampf gestartet. „Sehr glücklich“ waren sie hinterher gewesen, verriet Hase, die „großen Emotionen“ sparten sie sich aber für das Finale auf.
Mit 4,55 Punkten war der Vorsprung auf die zweitplatzierten Georgier schließlich nicht groß genug – und vor allem Miura/Kihara legten mit einer Weltklasse-Kür vor.
Hocke/Kunkel hatten mit der Entscheidung erwartungsgemäß nichts zu tun. Trotzdem genossen die ehemaligen EM-Dritten ihren Auftritt nach dem frustrierenden Ergebnis im Kurzprogramm (67,52) in vollen Zügen.
„Wir sind super glücklich“, sagte Hocke nach der sauberen Kür zur Musik von Meatloaf („I'd Do Anything for Love“), konnte aber auch ihren Ärger über die wie schon am Sonntag fragwürdige Juryentscheidung nicht verstecken: „Es ist immer ein bisschen schwer, wenn der Moment so ein bisschen weggenommen wird.“ (are/sid)


