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Zoff wegen Olympia-Übertragung Frau von Eishockey-Kapitän Moritz Müller schaut „ab heute kein ZDF mehr“

Moritz Müller und Ehefrau Nadja.

Eishockey-Nationalspieler Moritz Müller mit Ehefrau Nadja bei der ETL Express Sportnacht am 28. August 2019.

Viele Fans waren gespannt, wie sich die deutschen Eishockey-Männer in ihrer Auftaktpartie gegen Kanada schlagen. Im TV-Programm des ZDF ging dies jedoch nicht immer live. Das sorgte für Unmut bei Nadja Müller.

Für Eishockey-Nationalmannschaftskapitän Moritz Müller (35, Kölner Haie) und die deutsche Auswahl lief es zum Olympia-Start am Donnerstag (10. Februar 2022) gegen Kanada überhaupt nicht rund. Mit 1:5 ging das DEB-Team im Auftaktspiel gegen den Weltmeister unter. Nur blöd, dass Müllers Ehefrau Nadja dies am heimischen Fernseher kaum verfolgen konnte.

Der Grund dafür: Die Lehrerin schaute das Spiel gemeinsam mit ihren Kindern im ZDF. Der Mainzer Sender schaltete aber mitten in der Partie zum Rodeln und bliebt dort auch. Eine Entscheidung, welche die Spielerfrau überhaupt nicht verstehen konnte. In einer Instagram-Story wetterte sie gegen den TV-Sender und seine Kommunikation.

Olympia-Übertragung im ZDF treibt Eishockey-Spielerfrau zur Weißglut

Beim ersten Olympia-Spiel der deutschen Eishockey-Männer war schnell klar, dass die Jungs um den Verteidiger der Kölner Haie keine Chance gegen den amtierenden Weltmeister haben. Beim Stand von 0:3 wechselte das ZDF dann zum Team-Wettbewerb der deutschen Rodler, bei dem die Fans auch Gold bejubeln konnten.

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Für das plötzliche Umschalten hatte Müller aber kein Verständnis. Angefressen meldete sich die Eishockey-Spielerfrau auf Instagram zu Wort: „Danke, dass ihr nicht mehr zum Eishockey zurückkehrt und ich das halbe Spiel inzwischen verwundert und leicht panisch verpasst habe" und fügte direkt an: „Danke an Eurosport 1, dass auf euch Verlass ist. Ab heute also kein ZDF mehr.“

Ganz recht hat die Frau des Haie-Profis damit nicht. Denn nicht nur auf Eurosport war das Spiel in voller Länge zu sehen. Auch in den Live-Stream der ARD, aber auch des ZDF hätte sie die Leistung ihres Mannes verfolgen können.

Müller erklärt ihr Unverständnis in zweiter Story

Diese Information erreichte Müller aber wohl erst im Nachhinein. Nachdem bereits die ersten Artikel über den Unmut der Spielerfrau im Internet zirkulierten, stellte sie in einer neuen Story klar: „Mein Post hat nichts damit zu tun, dass ich den anderen Sportarten die Sendezeit oder ihre Goldmedaille gönne. Ich gucke mir den ganzen Tag Rodeln, Ski und was auch immer an.“

Ihre Kritik basiere eher auf der nach ihrer Meinung nach fehlenden Transparenz des TV-Senders. „Ich hatte nirgendwo ersichtlich sehen können, dass das Spiel nicht komplett gezeigt wird. Ich habe dann gewartet und gewartet, dass es wieder anfängt und es kam nix“, erklärte die Wahl-Kölnerin. Daraufhin habe sie dann auch festgestellt, dass sie die Partie über die Live-Streams verfolgen kann.

Trotzdem bemängelt die Spielerfrau aber auch hier die Kommunikation des ZDF: „Ich hätte mich gefreut, wenn ein Kommentar gekommen wäre, dass man nicht alles zeigt“, fügte aber vorsichtshalber auch an: „Vielleicht habe ich es aber auch durch die Kinder überhört.“

Auch wenn sie eine Information oder Ankündigung des Mainzer Senders womöglich nicht bekommen habe, sei sie nicht die Einzige gewesen, die sich über das plötzliche Umschalten gewundert habe. „Ich habe unzählige Nachrichten bekommen, dass es ganz vielen Leuten so ging.“

Alles in allem ist die Kritik der Eishockey-Spielerfrau am ZDF definitiv berechtigt. Wenn schon viele moderne internetaffine Menschen die Übersicht über den Programm-Dschungel verlieren, wie sieht das dann erst bei Zuschauern aus, welche das Netz weitgehend vermeiden.

Wenn auch das Umschalten zum Rodeln verständlich und richtig ist, wäre ein Hinweis auf die Live-Streams per Banderole, wie Müller es vorschlägt, durchaus hilfreich gewesen. Vielleicht bewirkt ihre Kritik und die Diskussion auch dabei die Übertragung des TV-Senders zu verbessen. (job)

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