„Unverhohlene Drohung“ Nach Olympischen Spielen: Keine China-Kritik bei Paralympics erwünscht

Friedhelm Julius Beucher spricht zu Gästen beim parlamentarischen Abend des Deutschen Behindertensportverbandes am 26. April 2018.

Friedhelm Julius Beucher warnt vor Kritik an China. Das Bild zeigt ihn beim parlamentarischen Abend Deutscher Behindertensportverband am 26. April 2018.

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverband, Friedhelm Julius Beucher warnte die Athletinnen und Athleten vor dem Start der Paralympics vor Kritik an Gastgeberland China.

Nach den Olympischen Winterspielen ist vor den Paralympics. Die Paralympischen Spiele, finden genau wie die Winterspiele, im autoritären China statt. In Peking geht es vom 4. bis 13. März 2022 wieder auf Medaillenjagd. Darin involviert sind natürlich auch deutsche Athletinnen und Athleten – für diese hat Friedhelm Julius Beucher (75) nun eine Warnung ausgesprochen.

Nach den durchaus umstrittenen Olympischen Spielen in Peking stehen nun die Paralympischen Spiele auf dem Programm. Verfolgung und Überwachung von Athletinnen und Athleten sowie Journalistinnen und Journalisten standen auf der Tagesordnung. Auch die Paralympics dürften im Hinblick auf die freie Meinungsäußerung kritisch zu bewerten sein.

Paralympics: Beucher rät zur Vorsicht

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes rät den deutschen Athletinnen und Athleten jedenfalls von einer freien Meinungsäußerung ab, zumindest wenn diese Kritik an Gastgeberland China beinhaltet.

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Anna-Lena Forster feiert ihre Goldmedaille im Slalom am 18. März 2018 bei den Paralympics in Pyeongchang.

Anna-Lena Forster geht auch in Peking wieder auf Medaillenjagd, hier bei den Paralympics Pyeongchang am 18. März 2018.

„Das sind mündige Menschen. Jeder darf bei uns sagen, was er will und seine freie Meinung äußern. Aber zur Fürsorgepflicht gehört auch, dass wir allen raten müssen, das in China nicht zu tun“, sagte Beucher in einer Medienrunde.

Paralympics: „Äußerungen können mit Bestrafung geahndet werden“

Hintergrund der Aussagen Beuchers sind Sätze von Yang Shu kurz vor dem Start der Olympischen Spiele. „Jede Äußerung, die sich mit dem olympischen Geist deckt, wird sicherlich geschützt sein. Jedes Verhalten oder Äußerungen, die sich dagegen richten, können mit einer bestimmten Bestrafung geahndet werden“, hatte der stellvertretende Generaldirektor für internationale Beziehungen des Organisationskomitees damals gesagt.

Beucher ordnet die Aussagen wie folgt ein: „Wer etwas über China und nicht über seinen Wettkampf erzählt, hat mit Konsequenzen zu rechnen.“ Eine derart „unverhohlene Drohung“ habe es „in der Geschichte der Olympischen und Paralympischen Spiele noch nie gegeben“. Auf eine beschwichtigende Reaktion des IOC respektive des Internationale Paralympischen Komittee (IPC) wartete man vergebens. (sid/sto)

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