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Olympia-Eklat Direktor der Eröffnungsfeier nach Holocaust-Witzen gefeuert

Helfer treffen letzte Vorbereitungen vor der Olympia-Eröffnungsfeier in Tokio.

Während vor der Olympia-Eröffnungsfeier am 22. Juli die letzten Vorbereitungen laufen, wurde Direktor Kentaro Kobayashi entlassen.

Einen Tag vor der Olympia-Eröffnungsfeier ist deren Direktor Kentaro Kobayashi entlassen worden. Er hatte in der Vergangenheit geschmacklose Holocaust-Witze gemacht.

Tokio. Der nächste Olympia-Eklat noch vor Beginn der Sommerspiele in Tokio. Einen Tag vor der Eröffnungsfeier ist am Donnerstag (22. Juli) der für die Zeremonie verantwortliche Direktor Kentaro Kobayashi (48) gefeuert worden.

Er war in der Vergangenheit durch geschmacklose Witze über den Holocaust negativ aufgefallen.

Direktor für Olympia-Eröffnungsfeier mit alten Videos entlarvt

Der entlassene Kobayashi, ein japanischer Comedian, hatte im Jahr 1998 in einer Show antisemitische Sprüche benutzt. Die Videos zirkulierten zuletzt verstärkt im Internet.

Kentaro Kobayashi grübelt und kratzt sich mit einem Stift am Kopf.

Kentaro Kobayashi, hier auf einem undatierten Foto, wurde als Kreativdirektor der Olympia-Eröffnungsfeier in Tokio gefeuert.

„Es ist zu Tage getreten, dass Kobayashi während Auftritten in der Vergangenheit Ausdrücke benutzt hat, die sich über einen tragischen Teil der Geschichte lustig gemacht haben“, sagte Seiko Hashimoto, Chefin des Organisationskomitees der Sommerspiele.

Musiker sagt Olympia-Auftritt wegen Mobbing-Vorwürfen ab

Erst Anfang der Woche hatte der japanische Musiker Cornelius (52) erklärt, auf seinen Auftritt bei der Olympia-Eröffnungsfeier in Tokio am Freitag zu verzichten. Der J-Pop-Künstler, der mit bürgerlichem Namen Keigo Oyamada heißt, zog sein Engagement nach starker öffentlicher Kritik an früheren Aussagen von ihm zurück.

Zuvor waren Videos aus den 90er-Jahren aufgetaucht, in denen Oyamada ohne erkennbare Reue darüber spricht, wie er früher behinderte Mitschüler gemobbt habe.

Olympia in der Kritik, auch Corona-Lage sorgt für Beunruhigung

In Japan hat Olympia nicht nur wegen der vielen Eklats einen schweren Stand. Auch wegen der verschärften Corona-Lage in Tokio, die sich mit immer mehr Neuinfektionen rund um die Athleten bestätigt, gibt es in der Bevölkerung deutlich mehr Kritiker als Fürsprecher.

Bereits im März hatte es Aufregung um die Inszenierung der Eröffnungsfeier gegeben. Kreativdirektor Hiroshi Sasaki war zurückgetreten, nachdem er geplant hatte, ein Plus-Size-Model als „Olympig“ - als olympisches Schwein - bei der Eröffnungsfeier ins Stadion einschweben zu lassen. (dpa)