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Coronatest-Manipulation bei Olympia? Ski-Direktor Maier warnt vor „Willkür“ in China

Wolfgang Maier vor einem Weltcup auf der Piste.

Wolfgang Maier, hier am 23. Oktober 2021 in Sölden, beklagte sich am ARD-Mikrofon über die kommenden Olympischen Winterspiele in Peking.

Die Olympischen Winterspiele stehen vor der Tür, doch die Vorfreude vieler Athleten wird durch etliche Sorgen empfindlich gedämpft. Ski-Direktor Wolfgang Maier verleitete das zu einer kleinen Wutrede im TV.

Die Olympischen Winterspiele in Peking (4. Februar bis 20. Februar 2022) sind nur noch knapp einen Monat entfernt. Über die Vergabe in die Wintersport-arme Region gab es schon viel Kritik, auch politisch sorgte die Austragung in Chinas Regime weltweit für Wirbel.

Auch die Corona-Pandemie und die Maßnahmen vor Ort nehmen den meisten Beteiligten bereits weit vor den Spielen schon den Spaß und die Freude auf das Turnier. Besonders deutlich wurde Wolfgang Maier (61), Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), am Samstag (8. Januar 2022).

Wolfgang Maier regt sich über Olympische Spiele in Peking auf

Der gebürtige Berchtesgadener setzte nach dem Riesenslalom in Adelboden (Schweiz) zu einer kleinen Wutrede an – und brachte auch mögliche Manipulationen durch gefälschte PCR-Tests bei Olympia 2022 in China ins Gespräch.

Zunächst beklagte Maier, dass es bislang im Sport noch keine standardisierten Testverfahren und einheitliche Grenzwerte rund um eine Corona-Infektion gebe. Er bemängelte: „Ich halte es für nicht verantwortungsvoll, von keinem, dass man uns nach China schickt, wo eine Willkür stattfinden kann, wie man es gerne macht.“

Ihm gehe es als Verantwortlichem vor allem um den Schutz der Athleten und Betreuer-Teams, entsprechend poche er auf mehr Klarheit und Transparenz sowie eine klare Linie vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Ski-Direktor Maier: Manipulation von PCR-Tests in China?

Nachdem es bei den Winterspielen 2014 in Sotschi Fälschungen und ausgetauschte Doping-Proben russischer Athleten gegeben hatte, fürchtet Maier ein ähnliches Vorgehen mit Corona-Tests – zuungunsten sauberer Athleten.

„Mit einem PCR-Test kann ich sofort jeden sportlichen Gegner aus dem Rennen nehmen. Und da braucht mir keiner sagen, dass das ein Hirngespinst von mir ist“, sagte Maier am ARD-Mikrofon: Es gehe auch darum, sich als Nation darzustellen, besonders als Veranstalter. China habe in dieser Rolle „ein Mittel in der Hand, gegen das wir keine Chance haben. Wenn einer sagt, ‚du bist positiv‘, dann bist du raus.“

Maier arbeitete zu Beginn der 1980er-Jahre zunächst im Nachwuchsbereich, 1988 engagierte ihn der Deutsche Skiverband dann hauptberuflich. Von 1997 bis 2006 war er Cheftrainer des deutschen Frauenteams und wurde direkt im Anschluss daran DSV-Alpindirektor.

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