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Großer Kampf beim GiroErste schwere Alpen-Etappe: Lennard Kämna rückt vor – jetzt wird’s hart

Radporfi Lennard Kämna vom Team Bora-hansgrohe vor dem Start.

Lennard Kämna am 23. Mai 2023 vor der 16. Etappe beim Giro d'Italia von Sabbio Chiese zum Monte Bondone über 203 Kilometer.

Was für ein toller Kampf von Radprofi Lennard Kämna aus Wedel. Der 26-Jährige schob sich im Gesamtklassement des Giro d'Italia weiter nach vorne.

Mit einer tollen kämpferischen Leistung auf der ersten schweren Alpenetappe ist Lennard Kämna (26, Team Bora-hansgrohe) in der Gesamtwertung des 106. Giro d'Italia weiter nach oben geklettert. In den nächsten Tagen wird es noch härter für die Fahrer – es stehen schwere Prüfungen an, bevor der Sieger am Sonntag, 28. Mai, in Rom gekürt wird. Fakt ist: Kämna mischt ganz vorne mit im Kampf ums Podium.

Der 1,81 Meter große und 65 Kilogramm leichte Radprofi belegte bei der Bergankunft am Dienstag, 23. Mai 2023, auf dem Monte Bondone Platz elf mit 1:20 Minuten Rückstand auf Tagessieger Joao Almeida aus Portugal.

Giro d'Italia: Lennard Kämna auf Rang sechs

In der Gesamtwertung liegt Kämna nach 16 von 21 Etappen auf Rang sechs und hat 3:20 Minuten Rückstand auf den neuen Gesamtführenden Geraint Thomas. Der Brite hatte zeitgleich mit Almeida als Zweiter das Ziel erreicht. Dritter wurde der Slowene Primoz Roglic mit 25 Sekunden Rückstand.

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Auf der 203 Kilometer langen Etappe mussten die Fahrer etwa 5000 Höhenmeter bewältigen. Der erwartete Schlagabtausch der Favoriten erfolgte jedoch erst am 21,6 Kilometer langen Schlussanstieg. 8,5 Kilometer vor dem Ziel verschärfte Almeidas Team UAE das Tempo, nur Roglic und Thomas konnten aus dem Kreis der Sieganwärter folgen. Gut vier Kilometer später musste auch Roglic abreißen lassen, eine unerwartete Schwäche des 33-Jährigen. Kämna erreichte das Ziel in der ersten größeren Gruppe.

Am Mittwoch werden erneut die Sprinter ihre Chance bekommen. Die 197 Kilometer lange Etappe von Pergine Valsugana nach Caorle (nördliche Adria) führt in der ersten Hälfte fast nur bergab und weist insgesamt keine Hindernisse auf. Der Pfälzer Pascal Ackermann wird versuchen, seinen zweiten Sieg beim diesjährigen Giro zu holen.


Gesamtwertung Giro d'Italia nach der 16. Etappe:

  1. 1. Geraint Thomas (Großbritannien) – Ineos Grenadiers 67:32:35 Stunden
  2. 2. Joao Almeida (Portugal) – UAE Team Emirates + 18 Sekunden.
  3. 3. Primoz Roglic (Slowenien) – Jumbo-Visma + 29 Sekunden
  4. 4. Damiano Caruso (Italien) – Bahrain Victorious + 2:50 Minuten
  5. 5. Edward Dunbar (Irland) – Team Jayco AlUla + 3:03
  6. 6. Lennard Kämna (Fischerhude) – Bora-hansgrohe + 3:20
  7. 7. Bruno Armirail (Frankreich) – Groupama-FDJ + 3:22
  8. 8. Andreas Leknessund (Norwegen) – Team DSM + 3:30
  9. 9. Thymen Arensman (Niederlande) – Ineos Grenadiers + 4:09
  10. 10. Laurens De Plus (Belgien) – Ineos Grenadiers + 4:32

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Auf den kommenden Etappen wird dann die Entscheidung im Gesamtklassement fallen. Die 18. Etappe (Donnerstag, 25. Mai) führt von Oderzo nach Val di Zoldo durchs Gebirge mit 3700 Höhenmetern. Am Freitag (26. Mai) folgt die sogenannte „Königsetappe“ des diesjährigen Giro d'Italia: 183 Kilometer von Longarone zu den Drei Zinnen (2304 Meter hoch). Auf der Etappe müssen zuvor vier schwere Dolomiten-Pässe überwunden werden (insgesamt 5400 Höhenmeter).

Am Samstag, 27. Mai, gibt’s noch ein Bergzeitfahren in Tarvis, wobei es 18,6 Kilometer hoch auf den Monte Lussari geht. Hier müssen im Kampf gegen die Uhr 1050 Höhenmeter erklettert werden. Am Sonntag steigt in Rom die finale Etappe über 135 Kilometer.  (dpa, ubo)