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Biathlon-TickerPreuß weiter vom Pech verfolgt – Chance auf Kristallkugel dahin

Franziska Preuß bereitet sich auf ein Schießen vor.

Franziska Preuß, hier am 13. Februar 2024, kränkelt weiterhin.

Die Wintersport-Saison ist in vollem Gange. Auch der Biathlon-Zirkus geht auf Reisen. EXPRESS.de begleitet den Biathlon-Winter im News-Ticker.

Die Biathlon-Saison ist im vollen Gange, bis März 2024 geht es in der Loipe und am Schießstand wieder darum, schneller als die Konkurrenz zu sein.

Wie haben sich die Starterinnen und Starter aus Deutschland geschlagen? Was machte die internationale Konkurrenz? Und wer waren die großen Stars der Biathlon-Saison? Diese und viele weitere Fragen beantwortet EXPRESS.de im laufend aktualisierten Biathlon-Ticker.


Preuß verpasst Einzelrennen in Oslo

Biathletin Franziska Preuß muss nach ihrem bitteren Staffel-Ausfall bei der WM erneut eine krankheitsbedingte Pause einlegen. Die 29-Jährige werde am Donnerstag (29. Februar 2024, 14.15 Uhr) im Einzel von Oslo „wegen Infektsymptomen nicht an den Start gehen“, sagte Mannschaftsärztin Katharina Blume: „Beginnend zeigte sich der Infekt im Bereich der Nasennebenhöhlen in Nove Mesto. Franziska konnte die Zeit bis jetzt gut zur Erholung nutzen, dennoch ist sie weiterhin angeschlagen und noch nicht beschwerdefrei.“ 

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In Oslo findet das letzte Einzelrennen der Saison statt. Preuß hatte bereits am letzten WM-Wochenende wenige Stunden vor dem Rennen ihren Staffel-Start absagen müssen, verpasste so den Bronze-Coup. Beim tags darauf folgenden Massenstart war sie sichtlich geschwächt auf Rang elf gelaufen. Der erneute Ausfall am Holmenkollen ist umso bitterer, da Preuß als Vierte bei nur acht Punkten Rückstand noch gute Chancen auf die kleine Kristallkugel im Einzel gehabt hätte.

Bezüglich eines erneuten Comebacks werde „von Tag zu Tag entschieden, wann ein Einstieg in den Weltcup Sinn macht. Wir nutzen jeden weiteren Tag zur Erholung“, erklärte Blume. Frühestens wäre eine Rückkehr im Massenstart am Samstag (13.20 Uhr/jeweils ZDF und Eurosport) möglich. Für die seit Jahren von gesundheitlichen Problemen immer wieder zurückgeworfene Preuß ist es in diesem Winter bereits die sechste krankheitsbedingte Wettkampfabsage. (sid)


Benedikt Doll beendet Karriere

Der frühere Biathlon-Weltmeister Benedikt Doll hört wie erwartet nach dieser Saison auf. „Ich werde nach dem Winter meine Karriere beenden und die Entscheidung fiel mir, ehrlich gesagt, relativ einfach“, teilte Doll am Freitag einen Tag vor seinem 34. Geburtstag in einem Instagram-Video mit. Er habe nach 27 Jahren im Biathlon und zwölf Jahren im Weltcup „einfach Lust, jetzt auch mal was anderes zu machen und mich beruflich neu zu orientieren“.

Erst in der vergangenen Woche hatte sich Doll in Tschechien seinen großen Traum von einer erneuten Medaille erfüllt und als Dritter im Einzel das einzige Edelmetall der deutschen Männer bei der WM gewonnen. Zu seinen größten Erfolgen gehören der WM-Titel 2017 im Sprint in Hochfilzen und die Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang in der Verfolgung und mit der Staffel. Insgesamt holte Doll achtmal Edelmetall bei Großereignissen.

Bereits vor der Saison hatte Doll ein mögliches Karriereende angedeutet. In Zukunft stehen seine Ehefrau Miriam und der gemeinsame anderthalbjährige Sohn im Mittelpunkt.

Doll möchte nun noch mal studieren, diesmal im Bereich Gebäudetechnik. Er hat bereits ein Bachelor-Studium in Marketing und Vertrieb Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Furtwangen abgeschlossen. (dpa)


Biathletinnen verpassen Podest im Massenstart

Die deutschen Biathletinnen haben zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Nove Mesto eine weitere Medaille verpasst. Im Massenstart über 12,5 Kilometer belegte Vanessa Voigt als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) den fünften Platz. Die DSV-Frauen blieben damit in Tschechien bei zwei Medaillen.

Gold ging an Justine Braisaz-Bouchet, die die französischen Festspiele fortsetzte. Die 27-Jährige gewann ohne Schießfehler vor der Italienerin Lisa Vittozzi (0 Schießfehler/+31,2 Sekunden) und ihrer Landsfrau Lou Jeanmonnot (1/+56,7).

Voigt, die am Samstag Bronze mit der Staffel gewonnen hatte, lag ohne Fehler am Schießstand +1:29,7 Minuten zurück. Nach ihrer krankheitsbedingten Pause belegte Rückkehrerin Franziska Preuß den 11. Platz (1/+1:51,9). Einzel-Silbermedaillengewinnern Janina Hettich-Walz (3) und Selina Grotian (7) liefen deutlich hinterher. (sid)


Deutsche Männer leisten sich Strafrunde und verpassen Medaille

Die Männer-Staffel hat bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Nove Mesto die vierte Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) verpasst. Das DSV-Team mit Justus Strelow, Johannes Kühn, Philipp Nawrath und Benedikt Doll belegte in dem Rennen über 4x7,5 Kilometer nach einer Strafrunde und acht Nachladern den vierten Platz und konnte den erfolgreichen Samstag (17. Februar 2024) der Deutschen nicht fortsetzen. Wenige Stunden zuvor hatten die DSV-Frauen Bronze gewonnen.

Den Sieg sicherte sich überraschend Schweden, das am Schluss von einem katastrophalen Stehendschießen mit drei Strafrunden des Norwegers Vetle Sjaastad Christiansen profitierte. Damit verpasste auch Dominator Johannes Thingnes Bö das 20. WM-Gold seiner Karriere, der zu Landsmann und Rekordweltmeister Ole Einer Björndalen aufgeschlossen hätte. Am Ende blieb Norwegen nur Silber, Bronze ging an Frankreich.

Die deutsche Männer-Staffel blieb damit beim vierten Großereignis nacheinander ohne eine Medaille. Am Sonntag folgt das große Finale der Weltmeisterschaften. Auf die Frauen (14.15 Uhr) und Männer (16.30/alles ZDF und Eurosport) wartet mit den jeweiligen Massenstarts der traditionelle Abschluss der Wettbewerbe. (dpa)


Biathlon-WM: Deutsche Frauen-Staffel holt Bronze

Die deutschen Biathletinnen haben den Personalsorgen und Material-Problemen getrotzt und in der WM-Staffel von Nove Mesto überraschend Bronze gewonnen. In Abwesenheit der gesundheitlich angeschlagenen Franziska Preuß belegte das DSV-Quartett trotz zwischenzeitlichen Tränen mit Einzel-Silbermedaillengewinnerin Janina Hettich-Walz, Selina Grotian, Vanessa Voigt und Sophia Schneider nach neun Nachladern den dritten Platz. Auch bei der Heim-WM in Oberhof hatte die deutschen Frauen auf dem Podest gestanden und Silber gewonnen.

Trotz Patzern sicherte sich Topfavorit Frankreich Gold. Das Team mit Lou Jeanmonnot, Sophie Chauveau, Justine Braisaz-Bouchet und Julia Simon (2 Strafrunden+11 Nachlader) setzte sich vor dem schwedischen Team durch.

Wenige Stunden vor dem Start hatte die deutsche Mannschaft den kurzfristigen Ausfall von Anführerin Preuß verkraften müssen. Die 29-Jährige, eigentlich als Schlussläuferin eingeplant, fiel mit Halsschmerzen aus. Dafür rückte Schneider in das Team, es war ihre Premiere als vierte Läuferin einer Staffel. Für die Frauen enden die Weltmeisterschaften am Sonntag mit dem Massenstart (13.45 Uhr/ZDF und Eurosport).


Biathlon-Schock: Preuß fällt kurz vor Staffel aus

Die deutschen Biathletinnen müssen kurz vor der WM-Staffel einen Schock verkraften. Die eigentlich als Schlussläuferin eingeplante Franziska Preuß fällt wegen Halsschmerzen kurzfristig aus, stattdessen muss Sophia Schneider auf dem letzten Teilstück einspringen. Ohne die Anführerin sind die Medaillenhoffnungen über die 4x6 Kilometer (13.45 Uhr/ZDF und Eurosport) arg gedämpft.

Vor Schneider gehen die Einzel-Silbermedaillengewinnerin Janina Hettich-Walz, die 19-jährige Selina Grotian sowie Vanessa Voigt auf die Strecke. „Franziska Preuß kann aufgrund von neu aufgetretenen Halsschmerzen leider nicht starten“, sagte Teamarzt Dr. Jan Wüstenfeld: „Wir werden den heutigen Tag nutzen, um eine bestmögliche Regeneration zu gewährleisten, auch um eine kleine Chance auf den Start beim Massenstart zu wahren."

Im Vorjahr hatte die Frauen-Staffel in Oberhof Silber gewonnen, in diesem Weltcup-Winter gelangen zwei dritte und zwei fünfte Ränge. Preuß wurde in ihrer Karriere schon häufig von gesundheitlichen Problemen zurückgeworfen, im Vorjahr hatte sie gar vor der Heim-WM in Oberhof die Saison komplett abbrechen müssen. Der abschließende Massenstart findet am Sonntag (14.15 Uhr) statt. (sid)


Single-Mixed-Staffel: Voigt und Strelow verpassen Medaille

Vanessa Voigt (26) und Justus Strelow (27) haben bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto die erhoffte Medaille in der Single-Mixed-Staffel verpasst. Gut dreieinhalb Wochen nach ihrem Weltcup-Premierensieg in dieser Disziplin musste sich das Duo am Donnerstagabend (15. Februar 2024) mit Platz sechs zufriedengeben. Nach vier Nachladern hatten die beiden am Ende 1:04,6 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Frankreich. Silber sicherte sich Italien vor Norwegen.

In dem jüngsten WM-Wettbewerb stand bisher noch kein deutsches Duo ganz oben bei einem Großereignis. Als Einzige hatten bisher Franziska Preuß (29) und Erik Lesser (35) 2020 in Antholz WM-Silber geholt.

Die WM-Generalprobe in Antholz hatten Voigt und Strelow am 20. Januar mit nur einem Nachlader bei acht Schießeinlagen gewonnen. Beide zählen im gesamten Feld zu den Top-Schützen und gehörten deshalb zu den Mitfavoriten. (dpa)


Benedikt Doll läuft im WM-Einzelrennen aufs Treppchen

Zweite Medaille für Deutschland bei der Biathlon-WM in Nove Mesto: Benedikt Doll (33) hat im Einzelrennen der Männer über 20 Kilometer Bronze geholt.

Der Deutsche, der sich in vier Schießen einen Fehler leistete, musste sich am Mittwoch (14. Februar 2024) nur dem überragenden Norweger Johannes Thingnes Bö (30) und dessen Bruder Tarjei Bö (35) geschlagen geben. Doll hatte 1:53,3 Minuten Rückstand auf den Weltmeister. Roman Rees (30), Johannes Kühn (32) und Philipp Horn (29) hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

„Es hat alles zusammengepasst. Ich bin unfassbar glücklich. Es hat richtig Spaß gemacht“, sagte Doll in der ARD. Für den Routinier war es die sechste WM-Medaille, die zweite in einem Einzelrennen nach Gold im Sprint 2017.

Am Vortag hatte Janina Hettich-Walz (27) ebenfalls im Einzelrennen mit Silber die allererste Medaille für das deutsche Team geholt und damit für eine kleine Erlösung gesorgt.


Erste WM-Medaille perfekt: Janina Hettich-Walz holt Silber 

Biathletin Janina Hettich-Walz hat bei den Weltmeisterschaften in Nove Mesto die ersehnte erste Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) gewonnen. Die 27-Jährige belegte am Dienstag im Einzel über 15 km ohne Schießfehler den zweiten Platz und sicherte sich Silber. Für Hettich-Walz ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.

„Ich habe keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, den Schalter umzulegen“, jubelte Hettich-Walz am ARD-Mikrofon: „Es ist eine Medaille für das ganze Team.“

Mit ihrem Sprung auf das Podest wendete sie zum Start des zweiten WM-Abschnitts eine historische Nullnummer für das deutsche Team ab. Platz eins ging an die überragende Italienerin Lisa Vittozzi (0 Schießfehler), den dritten Rang sicherte sich die französische Dominatorin Julia Simon (1 Schießfehler).

Auch WM-Debütantin Selina Grotian und Vanessa Voigt blieben ohne Fehler und rundeten das sehr gute Ergebnis des deutschen Teams ab. Grotian erreichte Rang vier, Voigt folgte direkt dahinter als Fünfte. Franziska Preuß konnte mit zwei Fehlern das Niveau des restlichen Teams nicht mitgehen und wurde 15. (dpa)


Bö siegt bei norwegischem Fünffach-Triumph

Norwegens Biathleten haben bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto Geschichte geschrieben. Beim 18. WM-Titel von Johannes Thingnes Bö feierten die in dieser Saison dominierenden Skandinavier in der Verfolgung einen Fünffach-Erfolg, nachdem es tags zuvor im Sprint bereits einen Dreifach-Triumph gegeben hatte.

Titelverteidiger Bö, im Sprint Zweiter, setzte sich am Sonntag nach drei Fehlern mit 28,7 Sekunden vor Sprint-Champion Sturla Holm Laegreid (2 Fehler) durch. Bronze sicherte sich wie im Sprint Vetle Sjaastad Christiansen (3/+38,5 Sekunden). Dahinter folgten Johannes Dale-Skjevdal und Tarjei Bö.

Die Deutschen hatten nach ihren schwachen Sprintergebnissen nichts mit den Topplatzierungen zu tun. Johannes Kühn (4 Fehler) wurde 15. direkt gefolgt von Benedikt Doll (4) und Philipp Horn (3). Philipp Nawrath (5) kam als 21. ins Ziel. (dpa)


Preuß verpasst als Sechste WM-Medaille deutlich

Die deutschen Biathletinnen haben die erste Woche bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto ohne die erhoffte Medaille beendet. Franziska Preuß schaffte es im Verfolgungsrennen am Sonntag (11. Februar 2024) auf Platz sechs und lag rund 35 Sekunden hinter dem Bronzerang. Die 29-Jährige leistete sich einen Fehler und hatte nach zehn Kilometern 1:24,7 Minuten Rückstand auf die erneut überragende Französin Julia Simon, für die es in Tschechien bereits das dritte Gold im dritten Rennen war.

Preuß war als Sechste 1:05 Minuten hinter Sprint-Weltmeisterin Simon gestartet, konnte aber in der Loipe keinen entscheidenden Boden gut machen und war auch bei der dritten Chance auf Edelmetall nicht erfolgreich. Eine Strafrunde im dritten Schießen verhinderte, dass sich die Bayerin weiter vorn platzieren konnte. Allerdings war die Konkurrenz auch läuferisch klar stärker.

Nach Frankreichs historischem Vierfach-Erfolg im Sprint ging Silber im Jagdrennen an die Italienerin Lisa Vittozzi (1 Fehler) und Bronze an die Französin Justine Braisaz-Bouchet (4). Als zweitbeste Deutsche kam Vanessa Voigt (1) als 15. ins Ziel, Janina Hettich-Walz (3) belegte Platz 25. Weiter geht es für die Frauen nach einem Ruhetag am Dienstag (17.10 Uhr/ARD und Eurosport) mit dem Einzel über 20 Kilometer. (dpa)


Biathlon-WM: Kein Deutscher in den Top Ten

Die deutschen Biathleten bleiben bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto auch nach dem dritten Wettkampftag ohne Medaille. Im Sprint lief Ex-Weltmeister Benedikt Doll am Samstag (10. Februar 2024) als bester des deutschen Quartetts auf Platz 13. Nach zwei Strafrunden hatte der Schwarzwälder nach zehn Kilometern 1:41,2 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Sturla Holm Laegreid, der fehlerfrei geblieben war.

Die Norweger feierten einen Dreifach-Triumph: Zweiter wurde Vorjahreschampion Johannes Thingnes Bö (1+ 3,5 Sekunden) vor Vetle Sjaastad Christiansen (1 Fehler/+ 18,6 Sekunden).

Auch Johannes Kühn (1 Fehler) als 14., Philipp Nawrath (1) als 16. konnten nicht in die Top Ten laufen, Philipp Horn (2) schaffte es nicht unter die besten 20. Damit gehen die Deutschen mit einer Hypothek in die Verfolgung am Sonntag (17.05 Uhr/ARD und Eurosport). (dpa)


Biathlon-WM: Französischer Vierfacherfolg im Sprint

Das deutsche Biathlon-Team ist bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto auch im zweiten Rennen ohne die erhoffte Medaille geblieben. Im Sprint über 7,5 Kilometer lief Franziska Preuß am Freitag als beste des deutschen Quartetts auf Rang sechs. Nach einem Fehler hatte die 29-Jährige 1:05,3 Minuten Rückstand auf die siegreiche Französin Julia Simon, die ihre Teamkolleginnen Justine Braisaz-Bouchet (1 Fehler/+ 4,9 Sekunden) und Lou Jeanmonnot (1/+ 40,8 Sekunden) auf die weiteren Medaillenränge verwies. In Sophie Chauveau wurde eine weitere Französin Vierte. Es war der erste Vierfacherfolg für die französischen Skijägerinnen in der WM-Geschichte.

Im Vorjahr bei der Heim-WM in Oberhof hatte die zurückgetretene Denise Herrmann-Wick noch Gold für die DSV-Damen geholt. Preuß geht dennoch mit guten Chancen in die Verfolgung am Sonntag.

Vanessa Voigt (1/+ 1:42,5 Minuten), Sophia Schneider (2/+2:04,4) und Janina Hettich-Walz (3/2:14,8) schafften es nicht in die Top Ten.


Biathlon-WM: Strafrunde von Preuß kostet Staffel die Medaille

Das deutsche Biathlon-Team ist zum Auftakt der WM im tschechischen Nove Mesto in der Mixed-Staffel nach einer Strafrunde von Franziska Preuß, die als Führende auf die Strecke gegangen war, ohne die erhoffte Medaille geblieben. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Preuß und Vanessa Voigt belegten am Mittwoch (7. Februar 2024) bei schwierigen Windbedingungen und Regen den fünften Platz.  Im Ziel betrug der Rückstand auf den überlegenen Sieger Frankreich nach einer Extrarunde und insgesamt neun Nachladern 1:30,9 Minuten. Der große Favorit und Titelverteidiger Norwegen musste sich mit Silber begnügen, Bronze ging an Schweden.

Damit wartet das deutsche Team weiter auf die erste Medaille im gemischten Doppel seit Silber 2019 in Östersund. 2017 gab es den bislang letzten von insgesamt drei Titeln. Bei Olympischen Spielen ist Deutschland in dieser Disziplin noch ganz ohne Edelmetall.

Bei der WM im Vorjahr in Oberhof hatte es für Deutschland nur zu Rang sechs gereicht. Damals hatte Benedikt Doll mit einer Strafrunde alle Medaillenchancen vergeben. Der 33-Jährige wurde diesmal nicht aufgestellt, da er in der Vorbereitung leicht erkältet war und bei den letzten Weltcup-Rennen Probleme am Schießstand hatte. (dpa)


Doll muss bei WM für Mixed-Staffel passen

Die deutschen Biathleten starten ohne Benedikt Doll in die Weltmeisterschaft in Nove Mesto. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, bestreiten Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß die Mixed-Staffel am Mittwoch (7. Februar 2024, 17.20 Uhr). Doll hatte im abschließenden Trainingslehrgang in Ridnaun mit „etwas Schnupfen“ zu kämpfen und war erst am Dienstag nach Tschechien gereist.

Für das erste Einzelrennen der Männer mit dem Sprint am Samstag (17.05 Uhr/jeweils ARD und Eurosport) ist sein Einsatz allerdings nicht in Gefahr. Die erstmals seit drei Jahren ohne Doll antretende Mixed-Staffel kämpft um die erste Medaille bei einem Großereignis seit 2019, zuletzt ging der Deutsche Skiverband (DSV) im mittlerweile schon traditionellen Auftaktrennen viermal in Serie leer aus.

Gelaufen werden gemäß der Länge in der Frauen-Staffel 4x6 Kilometer, den Auftakt machen in diesem Jahr die Männer. Topfavorit ist Norwegen mit den beiden Bö-Brüdern Tarjei und Johannes Thingnes sowie Karoline Offigstad Knotten und Ingrid Landmark Tandrevold. Im Vorjahr landete die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM in Oberhof auf Rang sechs. (sid)


Voigt mit perfektem Schießen, aber nur auf Platz vier

Biathletin Vanessa Voigt hat zum Abschluss der WM-Generalprobe in Antholz den vierten Platz im Massenstart belegt. Der 26-jährigen Thüringerin fehlten am Sonntag 7,9 Sekunden zu ihrem dritten Podestplatz in diesem Winter. Den Sieg über 12,5 Kilometer in Italien sicherte sich die Französin Julia Simon (1 Fehler) vor ihrer Landsfrau Lou Jeanmonnot (0) und der Schweizerin Lena Häcki-Groß (1). Voigt hatte bereits im verkürzten Einzel von Antholz den vierten Rang belegt und bestätigte erneut ihre gute Form.

Voigt hatte am Samstag gemeinsam mit Justus Strelow noch den Single-Mixed-Wettbewerb gewonnen. Auch am Tag danach zeigte sie sich sicher und traf alle 20 Schüsse. In der Loipe konnte Voigt allerdings nicht ganz mit der Spitze mithalten. Die nachgerückte Sophia Schneider (2) schaffte es auf Platz 16.

Kurz vor den Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto (7. bis 18. Februar) hatten Franziska Preuß und Janina Hettich-Walz auf einen Start verzichten müssen. Das Duo fehlte wegen eines Magen-Darm-Infekts. Aus dem gleichen Grund hatte am Freitag bereits Selina Grotian nicht am Einzelrennen teilnehmen können.


Strelow bei WM-Generalprobe Neunter im Massenstart

Justus Strelow hat im letzten Rennen vor der Biathlon-WM den neunten Platz im Massenstart von Antholz belegt. Beim Sieg des Norwegers Vetle Sjaastad Christiansen (1 Fehler) leistete sich der 27-Jährige am Sonntag zwei Strafrunden und hatte im Ziel 59,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Platz zwei in Italien sicherte sich Johannes Dale-Skjevdal (2 Fehler) vor Vebjörn Sörum (1). Damit standen erneut drei Norweger auf dem Podest. Zweitbester Deutscher im Rennen über 15 Kilometer wurde Philipp Nawrath (4) auf Position 13.

„Es war heute schon schwer. Ich habe die Erschöpfung ganz schön gemerkt, deswegen bin ich ganz zufrieden“, sagte Strelow in der ARD. Er hatte am Samstag gemeinsam mit Vanessa Voigt noch den Single-Mixed-Wettbewerb gewonnen und startete auch einen Tag später stark. Nach zwei fehlerfreien Schießen lag der Sachse zunächst sogar an der Spitze. Eine Strafrunde im dritten Schießen und eine weitere zum Abschluss machten einen Podestplatz jedoch unmöglich.

Kurz vor den Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto (7. bis 18. Februar) zeigte die deutsche Mannschaft zum Abschluss in Südtirol eine durchwachsene Leistung. Roman Rees (2 Fehler) kam als 15. ins Ziel, zu viele Patzer am Schießstand bedeuteten für Benedikt Doll (4) und Johannes Kühn (4) die Ränge 16 und 17. Danilo Riethmüller (4) beendete das zweite Weltcuprennen seiner Laufbahn als 24. (dpa)


Deutsche Mixed-Staffel abgeschlagen

Die deutsche Mixed-Staffel hat bei der WM-Generalprobe im italienischen Antholz ihren dritten Podestplatz klar verfehlt. Beim Sieg von Weltmeister Norwegen mussten sich Janina Hettich-Walz, Sophia Schneider, Johannes Kühn und Benedikt Doll am Samstag (20. Januar 2024) mit Platz acht begnügen, nachdem zuvor Vanessa Voigt und Justus Strelow in der Single-Mixed-Staffel triumphiert hatten.

Vor 22.000 Fans in der Südtirol Arena musste das Quartett des Deutschen Skiverbandes durch Kühn sowie Doll zweimal in die Strafrunde und brauchte zusätzlich zwölf Nachlader. Zweiter wurde beim Heim-Weltcup Italien vor Schweden.

Damit geht das Warten auf einen weiteren Mixed-Erfolg mit dem Team weiter. Zuletzt triumphierte Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2017 in Hochfilzen. Beim ersten Saisonrennen in dieser Disziplin war das DSV-Team im schwedischen Östersund auf dem vierten Platz gelandet.

Für Hettich-Walz begann das Rennen mit einem Sturz. „Ich hatte das Gefühl, dass mir jemand über den Ski gefahren ist oder ich einen Stock zwischen die Beine bekommen habe“, sagte sie zu dem Vorfall. Schneider übernahm von ihr als Vierte, fiel jedoch auf den sechsten Rang zurück.

Die Aufholjagd in Richtung Podest gelang Kühn, der mit einem Rückstand von 51,4 Sekunden ins Rennen ging, nicht. Stattdessen musste der Bayer eine Extra-Runde drehen. Auch dem zweimaligen Sprintsieger Doll erging es nicht besser, er musste im Liegendanschlag in die Strafrunde. Der 33-Jährige kam in den letzten Rennen überhaupt nicht mehr am Schießstand zurecht. (dpa)


Deutscher Sieg in Single-Mixed-Staffel

Dank einer fast perfekten Leistung am Schießstand haben Vanessa Voigt und Justus Strelow das Single-Mixed-Rennen beim Biathlon-Weltcup in Antholz gewonnen und damit für den ersten deutschen Sieg in dieser Disziplin seit der Einführung im Februar 2015 gesorgt. Nur bei der letzten Einlage setzte Strelow einen Schuss daneben, nur ein Nachlader war zuvor lediglich einmal Teams aus der Ukraine und Norwegen gelungen. Für Voigt und Strelow war es der erste Weltcupsieg der Karriere.

„Wir sind von Anfang an bei uns geblieben“, sagte der Sachse in der ARD. „Schon im ersten Durchgang war ich sehr selbstbewusst in den Zweikämpfen, das hat mir einen guten Flow gegeben.“ Mit der deutschen Fahne in der Hand trudelte der 27-Jährige unter dem Jubel der tausenden Fans ins Ziel. Diesen Moment müsse er sich später noch mal anschauen: „Ich kann ich es noch gar nicht glauben.“

Hinter den Deutschen landeten mit 11,2 Sekunden Rückstand die beiden Norweger Ingrid Landmark Tandrevold und Vetle Sjaastad Christiansen (8 Nachlader) auf Rang zwei vor Lisa Theresa Hauser und Simon Eder (4) aus Österreich.

Voigt, die im Einzel am Tag zuvor das Podest als Vierte knapp verpasst hatte, traf alle 20 Scheiben. Für die Thüringerin war es der erste Einsatz in einem Single-Mixed-Wettbewerb. Und sie schoss diesmal wesentlich schneller als sonst. „Ich habe schon beim Anschießen versucht, extrem schnell zu schießen und das Schießen aus dem Training umzusetzen. Das ist mir sehr gut gelungen“, sagte die 26-Jährige, die sich wie Strelow nachdrücklich für einen Einsatz in der Single-Mixed bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto am 15. Februar empfahl.

Strelow war bereits zum Saisonauftakt im schwedischen Östersund aufgeboten worden und hatte damals mit der aktuell angeschlagen fehlenden Hanna Kebinger ein Team gebildet. Als Siebte hatten die beiden das Podest damals klar verfehlt. (dpa)

Vanessa Voigt wird im Einzelrennen Antholz Vierte

Biathletin Vanessa Voigt hat beim Weltcup in Antholz knapp ihr drittes Podest des Winters verpasst. Im verkürzten Einzel über 12,5 Kilometer belegte die 26-Jährige am Freitag (19. Januar 2024) ohne Fehler am Schießstand Rang vier, 5,8 Sekunden fehlten zum Treppchen. Den Sieg sicherte sich Lena Häcki-Groß aus der Schweiz (0 Schießfehler), die ihren ersten Weltcupsieg feierte. Das Rennen war auf Wunsch der ARD, die am Nachmittag nach der Wintersport-Sendung die Trauerfeier für Franz Beckenbauer (†78) überträgt, vorverlegt worden.

Hinter Voigt rundeten Janina Hettich-Walz (2/+1:13,9 Minuten) als Siebte und Franziska Preuß (2/+1:23,1) auf Platz acht das gute Mannschaftsergebnis ab. Die weiteren Deutschen um Johanna Puff (3/+3:41,7 Minuten) und Sophia Schneider (5/+4:17,0) verpassten einen Platz in den Top 20, Selina Grotian war wegen Magen-Darm-Beschwerden nicht an den Start gegangen.

Am Samstag geht es in Südtirol mit der Single-Mixed- (12.55 Uhr) und Mixed-Staffel (14.45 Uhr) weiter. Zum Abschluss der WM-Generalprobe folgen am Sonntag die jeweiligen Massenstarts der Männer (12.30 Uhr) und Frauen (14.45 Uhr/alles ARD und Eurosport). (sid)


Johannes Kühn läuft in Antholz auf das Treppchen

Johannes Kühn ist zum Auftakt der WM-Generalprobe in Antholz im Einzel auf Rang drei gelaufen und hat den deutschen Biathleten den achten Podestplatz der Saison beschert. Der 32-Jährige schoss am Donnerstag (18. Januar 2024) im verkürzten Einzel bei schwierigen Sichtbedingungen nur zwei Fehler und hatte nach 15 Kilometern 1:44,0 Minuten Rückstand auf Norwegens Superstar Johannes Thingnes Bö.

Der Weltcup-Gesamtführende blieb bei seinem 72. Weltcuperfolg fehlerfrei und setzte sich mit 1:36,1 Minuten vor seinem Bruder Tarjei (2 Fehler) durch. Kühn verhinderte dank der achtbesten Laufzeit den sechsten Dreifach-Erfolg der dominierenden Skandinavier in diesem Winter. Der Bayer rettete 3,3 Sekunden vor Johannes Dale-Skjevdal ins Ziel.

Ein tolles Weltcup-Debüt feierte Danilo Riethmüller (1 Fehler), der den erkrankten Philipp Horn ersetzte. Als Siebter knackte der 24-Jährige die verbandsinterne WM-Norm. Auftaktsieger Roman Rees wurde Zehnter (2 Fehler). Benedikt Doll, Justus Strelow und Philipp Nawrath hatten nach zu vielen Schießfehlern mit den Topplatzierungen nichts zu tun. (dpa)


Justus Strelow verpasst Podest in Verfolgung knapp

Biathlet Justus Strelow hat zum Abschluss des Heim-Weltcups in Ruhpolding ganz knapp eine Podestplatzierung verpasst. In der Verfolgung am Sonntag belegte der 27-Jährige nach einem Schießfehler Platz fünf. Zu Sieger Johannes Dale-Skjevdal, der einen norwegischen Dreifacherfolg anführte, fehlten am Ende nur 14,7 Sekunden.

„Die letzte Runde hat tierisch wehgetan“, sagte der 27-Jährige im Anschluss am ZDF-Mikrofon: „Ich hatte keine Reserven mehr.“

Die weiteren Deutschen enttäuschten in der Chiemgau-Arena, vor allem am Schießstand leisteten sie sich zu viele Fehler. Philipp Horn wurde 15. (3 Schießfehler/+59,7 Sekunden), Philipp Nawrath folgte direkt dahinter (4/+1:00,9 Minuten). Johannes Kühn belegte den 25. Platz (5/+1:47,1), Ex-Weltmeister Benedikt Doll wurde nur 28. (5/+1:54,2).

Die Biathleten haben nun einige Tage Pause, bevor es am Donnerstag (14.20 Uhr/ARD und Eurosport) in Antholz mit dem Einzel über 15 Kilometer weiter geht. Der Weltcup in Italien ist die letzte Station vor den Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto (7. bis 18. Februar). (dpa)

Franziska Preuß nur Sechste im Verfolgungsrennen

Biathletin Franziska Preuß (29) ist zum Abschluss des Heim-Weltcups in Ruhpolding Sechste im Verfolgungsrennen geworden. Die 29-Jährige leistete sich am Sonntag (14. Januar 2024) einen Schießfehler und lag im Ziel 44,5 Sekunden hinter Siegerin Lisa Vittozzi (28), die einmal in die Strafrunde musste. Hinter der Italienerin wurde Sprintsiegerin Ingrid Landmark Tandrevold (27) aus Norwegen Zweite, Rang drei belegte die fehlerfreie Norwegerin Juni Arnekleiv (24). Platz drei mit der Staffel war damit der einzige Podestplatz der deutschen Skijägerinnen bei den Rennen in Ruhpolding.

„Läuferisch war es ein guter Tag, am Schießstand hatte ich mir aber schon 19 Treffer als Ziel gesetzt. Ich habe gekämpft bis zum Schluss, aber trotzdem war es ein gutes Rennen“, sagte Preuß im ZDF: „Ich habe drei Plätze gut gemacht. Das ist nicht selbstverständlich in diesem Feld.“

Preuß war als Neunte ins Rennen gegangen. Am Freitag hatte die Bayerin in ihrer Wahlheimat im Sprint den Sieg vor Augen, verfehlte aber ihre letzten beiden Schüsse und fiel so noch zurück.

Vor 19 700 Zuschauern in der Chiemgau Arena traf Preuß alle zehn Schüsse liegend sicher und setzte sich in einer Gruppe hinter der lange Führenden Tandrevold fest. Zwei Fehler im Stehendschießen ließen den Abstand nach vorn später aber wachsen und machten ihren vierten Podestplatz in diesem Winter unmöglich.

Zweitbeste Deutsche wurde Vanessa Voigt (26), die sich von Platz 36 auf 19 nach vorn arbeitete. Janina Hettich-Walz (27) fiel von Rang sechs auf 23 zurück.

Nach ihrem starken Weltcupdebüt als 15. im Sprint lief es für Julia Tannheimer nicht mehr so gut und die 18-Jährige musste sich mit Position 33 begnügen. Noch dahinter erreichten Sophia Schneider (26) und Hanna Kebinger (26) die Plätze 37 und 45. (dpa)