Sportart-WechselVerpasst Olympiasieger deshalb die ganze Saison?

Emilien Jacquelin zeigt seine Bronzemedaille.

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Emilien Jacquelin gewann im Februar zwei Olympia-Medaillen. (Archivbild)

Das harte Training hat sich ausgezahlt. Émilien Jacquelin erfüllt sich einen großen Traum und startet wenige Monate nach seinem Olympiasieg in einer anderen Sportart auf Profiniveau.

Der französische Biathlon-Olympiasieger Émilien Jacquelin gibt sein Profidebüt auf dem Rennrad. Wie das Team Decathlon-CMA CGM mitteilte, wird der 31-Jährige beim Straßenrennen Polynormande am 16. August erstmals zum Einsatz kommen.

Außerdem tritt Jacquelin bei der Tour du Limousin (18. bis 21. August) ebenfalls in seinem Heimatland für die Mannschaft an. Er sei „bereit, den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen“, hieß es vom Team um Frankreichs große Nachwuchshoffnung Paul Seixas.

„Horizont erweitern und Komfortzone verlassen“

Der fünfmalige Biathlon-Weltmeister Jacquelin probiert sich seit Anfang Mai eigentlich beim Nachwuchsteam von Decathlon-CMA CGM aus. Er habe einen sechsmonatigen Praktikumsvertrag, hatte Jacquelin der „L'Equipe“ gesagt.

Obwohl er sich Anfang Mai nach einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hatte und operiert werden musste, ist er nach hartem Training nun bereit für seinen ersten richtigen Einsatz. „Die beiden Nominierungen sind ein wichtiger Meilenstein auf meiner Reise. Mein Ziel ist es, alles für das Team zu geben“, sagte Jacquelin nun in einer Mitteilung.

Ein Ende seiner Wintersport-Karriere sollte dieser Versuch ursprünglich nicht sein. Die nacholympische Saison mit ihrer Vorbereitung wollte Jacquelin vielmehr nutzen, um „meinen Horizont zu erweitern und meine Komfortzone zu verlassen“, hatte er gesagt. Der Gesamtweltcup-Fünfte der abgelaufenen Saison wolle etwas anderes versuchen, bevor er in einen neuen olympischen Zyklus geht, hieß es weiter.

Die Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich seien sein großes Ziel, so Jacquelin bei seinem Wechsel ins andere Metier. Bei den Winterspielen im Februar im italienischen Antholz hatte der impulsive Schnellschütze Gold mit der Staffel und Bronze in der Verfolgung gewonnen.

Wenn er im anstehenden Winter wieder mit Frankreichs Skijägern antreten will, muss er Ende August oder spätestens Anfang September wieder beim Team sein. „Sollte es etwas später werden, müssen wir sehen, wie wir seine Rückkehr zum Biathlon gestalten können“, hatte Nationaltrainer Simon Fourcade der „L'Equipe“ gesagt. Aber auch ein Verpassen der gesamten Biathlon-Saison sei möglich, sollte er nicht rechtzeitig zurückkehren, so Fourcade. (dpa/red)

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