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Terror bei Motorsport-Event? Nach Explosion: Absage der Rallye Dakar droht

Ein Rallye-Wagen steht komplett in Flammen. Schwarzer Rauch steigt auf.

Das sieht nicht gut aus: Bei der Rallye Dakar brennt am 8. Januar 2018 der Rennwagen der Argentinierin Alicia Reina. Am 30. Dezember 2021 ereignete sich Ähnliches.

Wird die Rallye Dakar nun ganz abgesagt? Nachdem es vor über einer Woche zu einer verheerenden Explosion beim Rennen kam, möchte die französische Regierung das Event nun eventuell absagen – denn es besteht Terrorverdacht.

Der 44. Ausgabe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien droht möglicherweise der Abbruch. Die französische Regierung stuft eine Explosion am Fahrzeug des Franzosen Philippe Boutron (61) vor Beginn der Veranstaltung als möglichen Terrorakt ein.

„Wir haben überlegt, ob es das Beste ist, dieses Sportevent abzubrechen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian (74) am Freitag (7. Januar 2022) im Gespräch mit dem TV-Sender BFM: „Es gab womöglich einen Terroranschlag gegen die Dakar.“ Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungen eingeleitet.

Philippe Boutron ist aus dem Koma erwacht

Der Vorfall hatte sich am 30. Dezember 2021 im Start- und Zielort Dschidda ereignet. Der 61-jährige Boutron erlitt bei der Explosion schwere Verletzungen an den Beinen. Am Donnerstag (6. Januar 2021) hatte sein Sohn mitgeteilt, dass Boutron aus dem Koma erwacht sei. Boutron ist mittlerweile nach Frankreich zurückgekehrt.

Die Dakar wird vom französischen Unternehmen Amaury Sport Organisation (ASO) organisiert, das auch die Tour de France veranstaltet. Wie die ASO hatten auch die saudischen Behörden mitgeteilt, keine Hinweise für ein Verbrechen zu haben.

Das Motorsport-Rennen führte ursprünglich von Paris nach Dakar in den Senegal. 2008 wurde das Event aufgrund von Terrordrohungen in Nordafrika abgesagt. Die Dakar wurde in der Folge in Südamerika ausgetragen, seit 2020 ist Saudi-Arabien Gastgeber.

Am Freitag stand die sechste Etappe mit Start und Ziel in Riad auf dem Plan. Am Samstag soll es den ersten und einzigen Ruhetag geben, das Ende des Rennens ist für den 14. Januar vorgesehen. (sid)

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